Du befindest dich hier: Home » Kultur » Magnagos „Bombe“

    Magnagos „Bombe“

    dr-silvius-magnagoSilvius Magnago erklärte vor 41 Jahren: Die Anschläge hätten wesentlich zur Erreichung der Autonomie beigetragen.

    In einer Presseausendung erinnert der Südtiroler Heimatbund (SHB) an die Aussagen des damaligen Landeshauptmannes und SVP-Parteiobmannes Silvius Magnago auf der SVP-Landesversammlung am 24. März 1976. Magnago erklärte vor den Ortsobmännern und der Presse, dass die Anschläge der Freiheitskämpfer und die darauffolgenden Prozesse einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung einer besseren Autonomie für Südtirol darstellten.

    Wörtlich erklärte der Parteiobmann vor den Delegierten:

    Die Anschläge von damals und die darauffolgenden Prozesse gehören genauso wie vieles andere, zur Nachkriegsgeschichte Südtirols und stellen einen bedeutenden Beitrag zu dieser Geschichte und zur Erreichung einer besseren Autonomie für Südtirol dar. Es muss festgestellt werden, dass Italien bis dahin die Existenz einer Südtirol-Frage praktisch immer in Abrede gestellt hatte und auf dem Standpunkt stand, der Pariser Vertrag sei bereits erfüllt und sich geweigert hatte, wenn man von ergebnislosen Gesprächen absieht, mit Österreich in konkrete Verhandlungen einzutreten.“

    „Die Einsetzung der Neunzehnerkommission ist sicher unter dem Eindruck des damals Geschehenen erfolgt“, so Magnago, „es ist nur traurig, feststellen zu müssen, wie so oft auf dieser Welt, Staaten sich erst dann rühren, nachdem Gewalt angewendet wurde, anstatt dass diese zeitgerecht und in Ausübung ihrer demokratischen Befugnisse und Pflichten, zum Rechten sehen“.

    Es sei deshalb das Verdienst der Frauen und Männer um Sepp Kirschbaumes,„ dass in diesem Land die deutsche Volksgruppe wieder einigermaßen in Frieden leben kann“, schreibt SHB-Obmann Lang.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (1)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • martasophia

      Magnago war sicher der Südtiroler Politiker mit staatsmännischen Format und dafür gebührt ihm alle Ehr. Er war auch zu bescheiden um sich selbst zu beweihräuchern. Vor allem ihm und seinen Mitstreitern verdanken wir die Autonomie; dass die Prozesse um die Attentäter für ihn ein guter Boden für Diskussion mit dem italienischen Staat waren, ist dabei durchaus möglich.
      Aber jetzt Kerschbaumer und Kumpanen als die alleinigen Helden hinzustellen, zeugt für mich von Engstirnigkeit und Verbissenheit. Es ist auch ungerecht den vielen Frauen und Männern gegenüber, die friedlich dafür gekämpft haben und jenen die auf friedliches Zusammenleben wert gelegt haben, die der jeweils anderen Sprachgruppe mit Wertschätzung begegnet sind und nicht immer wieder die andere Sprachgruppe verpönt und beleidigt haben und Spaltung provoziert haben.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen