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    Die Brenner-Tonnen

    lkw-Lastwagen-Stau-b2Das ASTAT hat eine neue Publikation mit Zahlen und Fakten zum Thema Mobilität und Verkehr in Südtirol veröffentlicht. Die Details.

    Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) hat die Publikation „Mobilität und Verkehr in Südtirol – 2015“ veröffentlicht, die eine Vielzahl von statistischen Daten zur Mobilität, zum Verkehr und zu den damit zusammenhängenden Themenbereichen enthält. Dieser Band entsteht aus dem gemeinsamen Interesse des ASTAT und der Landesabteilungen Straßendienst und Mobilität heraus, eine einheitliche und standardisierte Informations- und Datengrundlage zu den Themen Mobilität und Verkehr zu schaffen.

    In der Publikation werden die infrastrukturelle Ausstattung des Landes beschrieben, die Personen- und Güterbeförderung analysiert und Daten zum öffentlichen Verkehr mit Bus, Bahn, Seilbahn und Flugzeug geliefert. Dank der Mitarbeit des zuständigen Landesamtes und des Instituts für Regionalentwicklung der Eurac kann in dieser Ausgabe auch die Entwicklung des Güter-Transitverkehrs am Brenner im Vergleich zu den anderen Alpenübergängen zahlenmäßig dargestellt werden.

    Brennerpass

    Über den Brennerpass, der mit seinen 1.372 Metern einer der niedrigsten Alpenübergänge ist, verläuft die wichtigste Nord-Süd-Verkehrsachse der Alpen. Das transportierte Gütervolumen in Tonnen ist 2015 am Brenner fast doppelt so groß wie am Gotthard (Schweiz) und auch viel größer als an den anderen österreichisch-italienischen und französisch-italienischen Alpenkorridoren.

    Diese Werte bestätigen einen Trend, der auch in den letzten Jahren schon deutlich sichtbar war. 2015 werden mit der Eisenbahn 12,7 Millionen Tonnen und auf der Straße 31,2 Millionen Tonnen Güter über diesen wichtigen Alpenübergang transportiert. Während am Brenner viel mehr Güter auf der Straße transportiert werden, ist das Verhältnis Bahn/Straße am Gotthard umgekehrt.

    Öffentlicher Nahverkehr

    Im öffentlichen Personennahverkehr werden 2015 insgesamt 52.717.755 Fahrgäste gezählt, die mit Einzelfahrscheinen, Wertkarten, Südtirol Pass, Abo+, Abo65+ und mit den diversen Freizeittickets (Mobilcards) ihre Fahrten entwertet haben. Von diesen knapp 53 Millionen benutzen 79,3 Prozent einen Stadt- oder Überlandbus, 18,6 Prozent den Zug und 2,1 Prozent die fünf im Verbundsystem integrierten Seilbahnen.

    Eine geografische Analyse der Busfahrgäste im Jahr 2015 ergibt als Spitzenreiter die Stadtlinien von Bozen mit 30,6 Prozent aller Busfahrgäste. Auch die Stadtlinien von Meran und die Busse im Raum Lana, Marling, Algund, Partschins sind sehr stark frequentiert; ebenso die Linie von Bruneck ins Ahrntal mit dessen Seitentälern.

    Bei den Bahnhöfen ist erwartungsgemäß jener der Landeshauptstadt Bozen mit durchschnittlich 5.367 Entwertungen pro Tag der Spitzenreiter, gefolgt von Meran, Brixen und Bruneck. Von den kleineren Haltestellen fällt Bruneck Nord mit immerhin durchschnittlich 617 Entwertungen pro Tag auf.

    Seilbahnen

    Ende 2015 gibt es in Südtirol 371 Seilbahnanlagen, eine weniger als im Vorjahr. Die Förderleistung dieser Anlagen ist 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und erreicht einen Wert von 522.677 Personen pro Stunde.

    350 der insgesamt 371 Anlagen dienen der Beförderung von Skifahrern. Die Anzahl der beförderten Personen in der Wintersaison 2014/15 beläuft sich auf 120,8 Millionen. Sie hat gegenüber dem Vorjahr wieder etwas abgenommen.

    Die Zahl der Fußgänger, welche die Aufstiegsanlagen in den Monaten von Mai bis Oktober nutzen, ist seit 2011 zwar etwas im Sinken begriffen; in den letzten Jahrzehnten gab es aber einen beachtlichen Anstieg: Waren es 1996 noch 3,7 Millionen, so sind es im Sommer 2014 immerhin 6,8 Millionen, also fast doppelt so viele. Im Vergleich zu früher kaum mehr eine Rolle spielt der Sommerskilauf.

    MeBo und Autobahn

    Im Jahr 2015 hat der Straßenverkehr an den meisten Zählstellen im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Den prozentuell stärksten Anstieg beim durchschnittlichen Tagesverkehr verzeichnet die Zählstelle Plan de Gralba an der Staatsstraße 243 zum Grödner Joch (+19,9 Prozent), den stärksten Rückgang hingegen jene von Sterzing an der Brennerstaatsstraße 12 (-6,2 Prozent).

    Beim Verkehr auf der Autobahn werden 2015 auf allen Abschnitten zwischen S.Michele (TN) und Brenner Anstiege des Verkehrs gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, die größten zwischen S.Michele (TN) und Neumarkt/Auer (+4,1 Prozent) sowie zwischen Bozen Süd und Bozen Nord (+4,2 Prozent).

    Die meistbefahrene Straße ist weiterhin die Schnellstraße MeBo mit durchschnittlich 37.675 täglich verkehrenden Fahrzeugen bei Frangart, gefolgt von der Staatsstraße 42 Tonale- und Mendelpass beim Pillhof und der Brennerstaatsstraße 12 bei Steinmannwald. Auf der Autobahn dagegen werden im Abschnitt S. Michele – Neumarkt durchschnittlich am meisten, nämlich 39.649, Fahrzeuge am Tag gezählt.

    Verkehrsunfälle

    Im Jahr 2015 gibt es in Südtirol 1.644 Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Toten, also durchschnittlich 4,5 Unfälle am Tag. Die Zahl der getöteten Personen beträgt 36, jene der Verletzten 2.086.

    Gegenüber 2014 ist vor allem die Zahl der Verkehrsunfälle (+3,6 Prozent), aber auch jene der Verletzten (+0,6 Prozent) angestiegen. Ebenso angestiegen ist die Zahl der Verkehrstoten, und zwar von 32 auf 36.

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