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Reise nach Indien

indien_feuerwehrLH Arno Kompatscher wird am Freitag zu einer einwöchigen Projektreise nach Nepal und Indien aufbrechen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklungszusammenarbeit zugunsten der Tibeter.

Am morgigen Freitagabend, bricht Landeshauptmann Arno Kompatscher zu einer einwöchigen Dienstreise nach Nepal und Indien auf. „Als politisch Verantwortlicher für die Entwicklungszusammenarbeit des Landes Südtirol habe ich mir vorgenommen, zumindest einmal in der laufenden Amtszeit persönlich an einer Projektprüfung teilzunehmen“, kündigt der Landeshauptmann seine Projektreise an. „Dabei möchte ich mir an Ort und Stelle ein Bild der Projekte machen, in die das Land investiert.“

Arno Kompatscher

Arno Kompatscher

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Projektprüfung soll die Reise der Vernetzung und dem Schulterschluss zwischen Minderheiten dienen, zumal auch Dharamsala, der Sitz der tibetischen Exilregierung auf dem Reiseprogramm steht.

Die Projektreise geht zunächst nach Kathmandu, wo der Landeshauptmann die Baustelle des neuen – vom Land Südtirol mitfinanzierten – Zivilschutzzentrums besuchen wird. „Das Land Südtirol steht beim Aufbau des Zivilschutznetzes in Nepal sozusagen Pate. Es hat Geldmittel, Fahrzeuge und Gerätschaften, aber vor allem auch Know-how beigesteuert. Nun steht der Bau des ersten Zivilschutzzentrums für Feuerwehr und Bergrettung an. Wir werden uns vor Ort davon überzeugen, wie dieser voranschreitet und wie sich der Zivilschutz entwickelt hat“, sagt der Landeshauptmann.

In Nepal unterstützt das Land derzeit zudem ein Trinkwasserprojekt und die Schaffung von Klassenräumen im erdbebengeschädigten, zentralnepalesischen Tipchock, ebenso die Instandsetzung eines Krankenhauses in Dhulikhel. Die Trinkwasserversorgung von Sanga, die Errichtung einer Bettenstation beim Hilary-Krankenhaus in Kunde, drei Wiederaufbauprojekte nach dem Erdbeben sowie der Bau eines Waisenhauses in Kumbeshwar wurden ebenfalls vom Land Südtirol mitfinanziert. „Südtirol und Nepal sind seit mehr als 20 Jahren Partnerländer. Dabei spielen die Kontakte der Südtiroler Bevölkerung und der Südtiroler Vereinigungen zu dem Land eine tragende Rolle“, fasst der Landeshauptmann zusammen und verweist darauf, dass das Land Südtirol in diesen Jahren über 40 Projekte mit über 1,2 Millionen Euro unterstützt habe, wobei die Hilfe zur Selbsthilfe und die nachhaltige Entwicklung wichtige Richtlinien waren.

Während seines Aufenthaltes in Nepal kann der Landeshauptmann auf die Erfahrung des Südtiroler Extrembergsteigers und Nepalkenners Reinhold Messner zurückgreifen. Er wird Landeshauptmann Kompatscher begleiten; dies gilt besonders für den Besuch des Erdbebengebietes und die Besichtigung des von Land Südtirol und der Stiftung Reinhold Messner unterstützten Krankenhauses in Kunde.

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Reise steht neben der Entwicklungszusammenarbeit zugunsten der Tibeter in Indien auch der Minderheitenschutz. Knapp 100.000 der rund 130.000 Exiltibeter leben in den 39 tibetischen Siedlungen in Indien. Am Sitz der tibetischen Exilregierung im nordindischen Dharamsala wird der Landeshauptmann mit der Exil-Regierung um Premierminister Lobsang Sangay zusammentreffen und auch der Einladung des Dalai Lama Folge leisten. Auf dem Programm stehen zudem Prüfungsbesuche. Bis heute hat das Land Südtirol 44 Vorhaben zugunsten der Exiltibeter mit einem Betrag von 1,5 Millionen Euro mitgetragen. Stark unterstützt wurden auch die Tibetan Children’s Village, die tibetischen Kinderdörfer. Zudem trägt das Land Südtirol landwirtschaftliche Entwicklungsprojekte mit.

Auf seiner Projektreise wird der Landeshauptmann von Kabinettchef Dominik Holzer sowie der für die Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Direktorin im Landesamt für Kabinettsangelegenheiten, Elisabeth Spergser, begleitet. Die Rückkehr ist für Sonntagmorgen, 12. März geplant.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • ahaa

    Ja beide sind wichtig,Sie sollten dort bleiben.Schònen Urlaub noch dem Arni und dem Messner.
    Wie wàre es mit einer Erstbesteigung. Hautmann und Messner am Hòhepunkt ihres Lebens.Hòchsten Punkt meine ich.
    Ich wàre sicher die schaffen das.Ist doch der Messner.Fehlt eigendlich nur noch ein Wildreservat in Afrika.Elmar und der Lois wùrde ich vorschlagen.

  • abnormal

    Ich kenne Spendenprojekte und Hilfsprojekte, deren Gründer aus eigener Tasche (normaler Job) den Projekten hinterherreisen. Die Spenden gehen zu 100% an das Projekt.

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