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Bekannte Helfer 

Foto: Caritas

Heute beschließt die Landesregierung vier neue Konzessionen für die Betreuung von Flüchtlingen. Nach dem Rückzug der Caritas übernimmt Volontarius erneut alle neuen Heime. Warum?

Von Anton Rainer

Riffian, Villnöss, Schlanders und Leifers: Die Namen der Ortschaften, in denen mit dem heutigen Dienstag neue Konzessionen für die Flüchtlingsbetreuung beschlossen werden, waren in den letzten Wochen bereits bekanntgeworden. In zwei Fällen – Riffian und Villnöss – sind die entsprechenden Heime sogar bereits seit Wochen bezogen. Dennoch bringt der mit heutigem Dienstag beschlossene Führungsauftrag für die vier Strukturen einige Überraschungen mit sich. Zum einen vergibt das Land drei der vier Konzessionen direkt an die eng mit der Volontarius verbundene Sozialgenossenschaft „River Equipe“. Eine Entscheidung, die zwar „vom Inhalt her wenig Unterschied macht“, erklärt Luca Critelli, Direktor der Landesabteilung Soziales, im Kern aber Neuigkeitswert hat. Direkte Führungsaufträge erhielt „River Equipe“, die nach der Festnahme eines hauptberuflich tätigen Flüchtlingshelfers am Brenner ins politische Kreuzfeuer geriet, bislang erst für die Gorio-Kaserne in Bozen. Künftig wird die Sozialgenossenschaft auch in anderen Landesteilen offiziell als Konzessionsnehmer auftreten.

Zum anderen zeigt sich durch die Vergabe der vier Betreuungsstrukturen ein weiteres Mal: Auf die Caritas, die lediglich für die Begleitung kirchlicher Flüchtlingsheime Ausnahmen macht, bzw. andere, kleinere Sozialgenossenschaften, kann die Landesregierung derzeit nicht zählen. Weder in Leifers noch in Schlanders, wo die Unterkünfte in jeweils zwei Wochen bzw. eineinhalb Monaten bezugsfertig sein sollen, können Volontarius und River Equipe auf externe Hilfe zählen – trotz anders lautender Ankündigungen des Landes. So war für die Führung des ehemaligen Weißen-Kreuz-Sitzes Schlanders noch im Herbst die „Sozialgenossenschaft Vinschgau SOVI“, bisher hauptsächlich auf Wohngemeinschaften und Tagesgruppen für Jugendliche spezialisiert, im Gespräch. Selbst für die Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen hätte die genannte Genossenschaft bereits Erfahrungen mitgebracht. Doch aus dem Vorhaben wurde nichts.

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