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    Rezac siegt bei eisiger Kälte

    Das Podium der Herren (Fotos: Wisthaler)

    Das Podium der Herren (Fotos: Wisthaler)

    Der Tscheche Stanislav Rezac hat die 40. Ausgabe des Pustertaler Ski-Marathons gewonnen. Bei den Frauen siegte die Finnin Helli Heiskanen.

    Bei eisigen Temperaturen wurde die 40. Ausgabe des Pustertaler Ski-Marathons ausgetragen.

    Als erster im Ziel in Sexten war der Tscheche Stanislav Rezac, welcher bereits vor dem Rennen als Favorit gehandelt wurde. Er verwies den Gewinner von 2016, Mauro Brigadoi aus den zweiten Platz vor seinem Landsmann Giorgio Di Centa (beide Italien).

    Insgesamt waren 356 Athleten aus 12 Nationen bei der Jubiläumsausgabe dabei. Neben zahlreichen Italienern, Österreichern und Deutschen, nahmen auch einige Teilnehmer eine weite Anreise auf sich und kamen aus Russland oder Finnland ins Hochpustertal.

    Geprägt war die 40. Ausgabe vorallem durch eisige Temperaturen, so zeigte das Thermometer beim Start -16 Grad, noch etwas kälter wurde es dann bei der Zwischenzeit in der Nordic Arena in Toblach mit frostigen -18 Grad. An diesem Punkt hatte sich bereits das Führungstrio gebildet und abgesetzt.

    Das Podium der Damen

    Das Podium der Damen

    Am Ortseingang von Sexten gelingt es Rezac und Brigadoi dann doch noch sich von Di Centa abzusetzen und die Entscheidung fiel mit einem Zielspurt, welchen der Tscheche mit 2 Sekunden Vorsprung gewann. 1.20.12 lautete die Gewinnerzeit.

    Bei den Damen gewann die Finnen mit einer Zeit von 1.34.03 deutlich vor der deutschen Vorjahressiegerin Franziska Müller und Deborah Rosa der GSA Asiago, welche heute ihren 22. Geburtstag feiert.

    Einziger Wehmutstropfen an diesem Tag war die bereits im Vorfeld wegen Schneemangels reduzierte Strecke von 35km (statt 60km).

    Die Interviews:

    „Ich bin mit dem Ziel hier hergekommen zu gewinnen. Der zweite Platz ist ein tolles Resultat, aber für mich ist es trotzdem eine Niederlage“, kommentiert Mauro Brigadoi das Rennen, „Ich habe mich sehr gut gefühlt und das Material war spitze, trotzdem musste ich mich auf der Zielgeraden von Rezac geschlagen geben. Es war sehr kalt, aber die Strecke war einwandfrei: ein großes Lob an die Organisatoren, welche wie im vergangenen Jahr eine tolle Strecke bereitgestellt haben.“

    Zufrieden mit seinem dritten Platz war Giorgio Di Centa: “Ich bin mit meinem dritten Platz sehr zufrieden, vorallem wenn man Topleute wie Rezac und Brigadoi vor sich hat. Wir sind bis Toblach zusammengelaufen, auf den letzten 4km musste ich sie dann abreißen lassen. Im Moment habe ich noch Nachholbedarf, was den Anschub anbelangt, deshalb war dieses Rennen ein gutes Training.

    Große Emotionen löste dieser 40. Pustertaler Ski-Marathon bei Adele Pollam aus Vigo di Fassa aus, welche mit einer ganz besonderen Startnummer an den Start ging: „Ich mache dieses Rennen in Gedenken an meinen Ehemann, welcher im Sommer an einem Tumor verstorben ist. Auf meiner Startnummer steht „Ich laufe für Dino“ neben 2 Fotos von uns beiden. Wir haben bereits früher zusammen den Pustertaler und auch die Marcialonga bestritten, letztes Jahr konnte er wegen seiner Krankheit nicht teilnehmen, dieses Jahr bin ich für ihn gelaufen. Im Ziel habe ich dann auch zwei Medaillen bekommen, eine davon ist für ihn.“

    Große Zufriedenheit auch bei den Organisatoren der diesjährigen Jubiläumsausgabe: “Glücklicherweise war es sehr kalt in den letzten Tagen, sodass wir noch rechtzeitig genügend Schnee auf die Strecke bringen konnten” – kommentiert OK-Präsident Alfred Prenn – “ein großes Unternehmen, welches wir dank unserer zahlreichen freiwilligen Helfer bestens gemeistert haben. Leider verfolgt uns der Schneemangel bereits seit einigen Jahren, aber nichts destotrotz haben wir konstante Teilnehmerzahlen von 400 Athleten. Wir denken bereits jetzt an die kommende Ausgabe 2018 und hoffen, dass uns der Wettergott gnädig ist und den Pustertaler auf 60km austragen können“.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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