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    „Mann des Dialogs“

    Landeshauptmann Arno Kompatscher

    Landeshauptmann Arno Kompatscher

    Wie die Landeshauptleute Arno Kompatscher und Günther Platter sowie die SVP auf den Tod von Altbischof Karl Golser reagieren.

    Über den Tod von Altbischof Karl Golser, der in der Weihnachtsnacht im Alter von 73 Jahren verstorben ist, hat sich Landeshauptmann Arno Komptscher tief betroffen gezeigt.

    „Bischof Golser war ein Mensch, der stets für den Dialog, für das Zusammenleben und die Mediation zwischen den Sprachgruppen, aber auch zwischen den Religionen eingetreten ist“, so der Landeshauptmann, „sinnbildlich für sein Bemühen um Frieden und Brüderlichkeit steht auch sein bischöflicher Wahlspruch ‚Christus pax nostra‘, in den er sein seelsorgliches Wirken gestellt hat.“

    Mit dem emeritierten Bischof Karl Golser verliere Südtirol eine herausragende Persönlichkeit.

    Karl Golser

    Karl Golser

    „Golsers Zeit an der Spitze unserer Diözese war zwar kurz, während seines zweijährigen Wirkens als Bischof kamen ihm dank seiner Umsichtigkeit und seiner Menschlichkeit, seines Maßes und seines Gleichgewichts allgemeine Anerkennung und Wertschätzung zu“, so Landeshauptmann Kompatscher.

    Kompatscher verweist auch auf das ausgewiesene und weit über die Grenzen Südtirols hinaus geschätzte Fachwissen von Altbischof Golser im Bereich der Ethik, besonders der Bioethik und der Wirtschaftsethik, sowie im Bereich des Umweltschutzes und der Bewahrung der Schöpfung:

    „Bischof Golser hat es immer als seine Verantwortung empfunden, für einen Interessensausgleich zwischen Wirtschaft und Umwelt einzutreten und hat sich offen und kompetent in den Dialog eingebracht. Dabei war er auch für die Politik und die öffentlichen Verwalter immer ein privilegierter Bezugspunkt.“

    Abschließend verweist Landeshauptmann Komptascher auf die „große und beispielhafte Würde und Stärke, mit der Bischof Golser seine Krankheit angenommen und ertragen“ habe, wodurch „er vielen Menschen Hoffnung, Mut und Glauben an den Sinn des Lebens vermittet hat“.

    Es waren die Folgen seiner Krankheit, des atypischen Parkinson-Syndroms, an denen Bischof Golser in der Weihnacht verschieden ist.

    „Gemeinsam mit der Kirche und unserer ganzen Gemeinschaft“, so der Landeshauptmann auch im Namen der gesamten Landesregierung, „trauern wir um unseren Bischof Karl Golser und sprechen seinen Familienangehörigen unser tiefstes Mitgefühl aus.“

    SVP trauert um Altbischof Karl Golser

    Parteiobmann Philipp Achammer

    Parteiobmann Philipp Achammer

    Philipp Achammer, Parteiobmann der Südtiroler Volkspartei, zum Tod von Altbischof Karl Golser: „Mit Altbischof Karl Golser verliert unser Land nicht nur einen großen Kirchenmann und einen über die Landesgrenzen hinaus anerkannten Theologen. Mit Karl Golser verliert Südtirol vor allem auch einen bedeutenden Wegweiser in vielen schwierigen ethischen und moralischen Grundsatzfragen. Als ausgewiesener Experte für bioethische Fragen, als Mitglied des Landesethikkomitees, als Dozent für Wirtschaftsethik und Ethik in der Informationstechnologie an der freien Universität Bozen, als Direktor des Instituts für
    Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung bewies Golser nachhaltig, dass er nicht nur stets auf der Höhe seiner Zeit, sondern immer wieder auch seiner Zeit voraus war. Ein großer Kirchenmann mit einer erstaunlichen Bodenhaftung und Weltverbundenheit.“

    Hierfür, so Parteiobmann Philipp Achammer, aber auch für seine kurze intensive Zeit als Bischof der Diözese Bozen-Brixen, gebührt Karl Golser fortwährende Anerkennung und wertschätzende Erinnerung.

    „Das Verbindende immer vor das Trennende“

    Landeshauptmann Günther Platter

    Landeshauptmann Günther Platter

    „Das Land Tirol wird Bischof Karl ein ehrendes Andenken bewahren.“ Mit diesen Worten reagiert Tirols Landeshauptmann Günther Platter auf das Ableben des Altbischofs der Diözese Bozen-Brixen und Ehrenzeichenträgers des Landes Tirol Karl Golser.

    „Bischof Karl hat Zeit seines Lebens immer das Verbindende vor das Trennende gestellt und hat damit in Südtirol und darüber hinaus ein soziales Ausrufezeichen gesetzt“, so Platter. „Als ausgewiesener Kämpfer für Gerechtigkeit und Frieden, aber auch als moralische Instanz und Ethik-Lehrmeister wird er nicht nur der Theologischen Hochschule in Brixen und der Freien Universität Bozen, sondern uns allen fehlen.“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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