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    Operation „Austria“

    bildschirmfoto-2016-12-09-um-12-09-22Die Bozner Straßenpolizei hat bei einem Meraner Hunderte gefälschte Dokumente beschlagnahmt. Bei der Immatrikulation von 350 Fahrzeugen soll getrickst worden sein.

    Seit über einem Jahr ermittelt die Straßenpolizei bereits. Der Name des Falles: „Operazione Austria“.

    Vergangene Woche haben die Beamten der Bozner Straßenpolizei in Meran Hunderte gefälschte, noch nicht ausgefüllte Dokumente beschlagnahmt. Staatsanwalt Igor Secco hatte eine Durchsuchung bei einem 52-jährigen Meraner, P. T., angeordnet.

    Bei den Ermittlungen der Straßenpolizei geht es um Fahrzeuge, die in Italien so immatrikuliert worden sind, als ob sie aus Österreich importiert wurden. In Zusammenarbeit mit der österreichischen Polizei konnten die Ermittler jedoch herausfinden, dass die Fahrzeuge niemals in Österreich registriert worden sind.

    Es sollen rund 350 Fahrzeuge betroffen sein – in 18 verschiedenen Provinzen in Nord- und Mittelitalien.

    Die Ermittler haben herausgefunden, dass die gefälschten Dokumente auf den 52-Jährigen Meraner zurückzuführen sind. Der Mann, der im Automobilsektor tätig ist, habe die täuschend echten Dokumente ausgefüllt. Und zwar nicht nur für eigene Geschäfte, sondern auch auf Anfrage von Autoagenturen und anderen Händlern, so die Polizei.

    Die noch nicht ausgefüllten Dokumente wurden in einem Wohnwagen gefunden, den der Meraner als „mobiles Büro“ nutzte.

    Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die gefälschten Dokumente auch genutzt werden, um technische Änderungen vorzunehmen zu können (etwa eine Erhöhung der Sitzplätze oder andere Anpassungen am Fahrzeug) oder Oldtimer ohne originale Papiere zu immatrikulieren.

    In die Ermittlungen ist auch der Eigentümer einer Autoagentur in Cremona verwickelt. Bei ihm wurden 65 Akten mit Dokumenten beschlagnahmt, die für die Immatrikulation von Fahrzeugen vorbereitet worden waren.

    Große Auswirkungen könnte es laut Polizei auch für die Eigentümer der betroffenen Fahrzeuge geben. Sie müssen sich einer neuer Immatrikulationsprozedur und einer Fahrzeugkontrolle der Straßenpolizei unterziehen. Letztere haben in den letzten Tagen alle Immatrikulationsakten beschlagnahmt.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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