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    Flüchtlinge von Lkw überrollt

    Foto: bahnbilder.de

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    Drei Flüchtlinge sind in der Nacht auf Samstag in Wörgl bei einer Fahrt mit einem Güterzug unter die Räder eines tonnenschweren Lkw geraten. Zwei Flüchtlinge starben, einer wurde schwer verletzt.

    Es war in der Nacht auf Samstag kurz nach 01.00 Uhr früh, als ein 35-jähriger deutscher Lkw-Fahrer und sein 43-jähriger Landsmann die Schwerfahrzeuge vom Güterzug abladen wollten.

    Der Zug war aus Verona gekommen und hatte zwischen 22.19 Uhr und 23.46 Uhr einen Zwischenstopp am Brenner eingelegt.

    „Beim Entladen hat der hintere Fahrer dann etwas am Zug liegen sehen und seinem Vordermann Hupzeichen gegeben“, erklärte Hubert Baldemair von der Polizei Wörgl gegenüber der Online-Ausgabe der Tiroler Tageszeitung.

    Die TT berichtet weiter:

    „Die beiden Fahrer stiegen aus, um sich den Fund auf der Ladefläche des Niderflugwaggons näher anzusehen. Sie dachten zunächst an einen Rucksack, aber bei näherer Betrachtung erschraken sie: Dort lag ein lebloser Körper.

    Die Lkw-Fahrer verständigten umgehend die Rettung und schauten auch unter den zweiten Lkw: Auch dort lag eine leblose Person. Schließlich fanden sie auch noch einen dritten menschlichen Körper. Zwei der Menschen konnten beim Eintreffen der Rettungskräfte nicht mehr gerettet werden, ein weiterer Mann wurde schwerst verletzt in die Klinik Innsbruck eingeliefert. Laut Polizei befindet er sich in äußerst kritischem Zustand.“

    Bei einem Todesopfer dürfte es sich um eine Frau handeln.

    Sicher scheint: Bei den drei Flüchtlingen handelt es sich um Schwarzafrikaner. Die Flüchtlinge trugen keine Papier bei sich.

    Die Polizei vermutet, dass die drei in Trient oder am Brenner auf den Güterzug in Richtung Deutschland aufgestiegen sein könnten.

    Es kann auch sein, dass sie erfroren sind durch den eisigen Fahrtwind oder zumindest davon bewusstlos geworden waren.

    Die Lkw mussten nämlich zehn bis 15 Minuten lang den Motor laufen lassen. So lange dauert der hydraulische Hochfahrprozess für die Fahrzeuge.

    Weil die drei zu diesem Zeitpunkt nicht davon gelaufen sind, vermuten wir, dass sie vielleicht nicht mehr bei Bewusstsein waren“, schildert der Wörgler Polizist im Gespräch mit der TT.

    Genaueres dürfte eine Autopsie ergeben.

    Die beiden Lkw-Lenker erlitten – immer laut TT Online – einen Schock.

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    Kommentare (2)

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    • watschi

      arme menschen einladen (welcome refugees) und dann sich selbst überlassen ist unmenschlich

      • issy

        @watschi
        Das kümmert einen echten Gutmenschen nicht!
        Das ist rein psychologisch unmöglich, denn ein echter Gutmensch ist nun mal auf der Seite der Guten und Gerechten, alles was diesem Selbstverständnis widerspricht, wird einfach ausgeblendet.
        Man könnte auch sagen, Gutmenschen leben in einer Blase, aber solange die Blase nicht platzt, leben sie recht gut damit und das Allerwichtigste, sie fühlen sich selbst wohl dabei.

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