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    Teure Skipässe

    bild2_copyright_skigebiete_testDer große Skipass-Preisvergleich mit über 280 Skigebieten. In Italien wird das Skifahren um 3,2 Prozent teurer als im Vorjahr.

    Während sich die europäischen Skigebietsbetreiber zurückhaltend zeigen, ziehen die Tagespreise in Nordamerika weiter deutlich an: Das zeigt der aktuelle Skipass-Preisvergleich der größten deutschen Wintersportplattform www.skigebiete-test.de.

    Als Grundlage dienen die Tagestarife (Hauptsaison) für Erwachsene aus über 280 Skigebieten in acht Ländern. Das Ergebnis zeigt: Ohne Erhöhung geht es auch in diesem Winter nicht.

    In den Alpen müssen die Wintersportler in der Saison 2016/17 im Schnitt 1 Euro mehr einplanen, in Übersee sind es fünf Mal soviel.

    Zum vierten Mal in Folge schneiden die Skigebiete aus der Schweiz im Länderkampf um die niedrigste Erhöhungsrate am besten ab.

    Nirgendwo ist der Kartenpreis seit Jahren so stabil.

    Fast 30 Skigebiete ändern dort auch heuer nichts an ihren Tarifen und auch der Rest hebt sie nur geringfügig um 1,13 Prozent bzw. 0,69 CHF (ca. 0,64 Euro) an. Insbesondere durch die Loslösung des Schweizer Frankens vom Euro bleibt Skifahren in der Schweiz aber weiterhin ein kostspieliges Vergnügen.

    Die Tageskartenpreise schwanken in den Regionen zwischen 53 CHF (ca. 49 Euro) in der Ostschweiz bis auf über 60 CHF (ca. 56 Euro) im Berner Oberland und in Graubünden.

    Deutlich geringer als noch im Vorjahr fällt die Erhöhung in den Skigebieten in Österreich aus. Sie liegt heuer bei 2,72 Prozent bzw. 1,14 Euro.

    Zwar gibt es auch in der Alpenrepublik in der Saison 2016/17 nur ganz wenige Skigebiete, die ihren Preis gar nicht erhöhen. Ausreißer wie die Hochalmlifte Christlum mit 4 Euro plus oder am Sonnenkopf am Arlberg mit 3 Euro sind aber selten. Knapp 60 österreichische Skigebiete in unserem Vergleichstest belassen es sogar bei einem 1 Euro Steigerung.

    grafik1Im Schnitt kostet eine Tageskarte in der neuen Saison in Österreich 43 Euro. Alleiniger Spitzenreiter ist ab dieser Saison das Skigebiet Kitzbühel, das noch einmal um 2 Euro erhöht und nun 53 Euro pro Tag kassiert.

    Günstig Skifahren für meist unter 30 Euro können Wintersportler in den teils deutlich kleineren Skigebieten in Tschechien, die heuer erstmals in den Vergleich mit aufgenommen wurden. Dort liegt die Steigerung des Tagespreises zur neuen Saison ebenfalls nur bei geringen 1,18 Prozent bzw. 10 Tschechischen Kronen (ca. 37 Cent). Eines der wenigen Skigebiete mit einer Erhöhung ist zum Beispiel Spindlermühle, das 40 Kronen mehr verlangt.

    Vieles beim Alten bleibt in der neuen Wintersaison in den Skigebieten in Deutschland. Dabei gehörte die Bundesrepublik im Vorjahr mit Kanada noch zu den größten Erhöhern.

    Heuer sind es gerade einmal 74 Cent (2,1 Prozent), die die Betreiber im Schnitt auf den Tagespreis packen. Während vor allem in den Skigebieten im Bayerischen Wald, in Oberbayern und im Erzgebirge die Tarife unverändert bleiben, erhöhen die Betreiber im Allgäu in Balderschwang, Oberstaufen und Bolsterlang oder auch am Feldberg im Schwarzwald und in Willingen im Sauerland um genau 1 Euro.

    Übrigens: Im Durchschnitt zahlen Erwachsene in Deutschland 34 Euro für eine Tageskarte in der Hauptsaison.

    bildschirmfoto-2016-11-24-um-14-51-39Das ist noch günstiger als in Frankreich, wo der Skipass durchschnittlich 38 Euro kostet. Allerdings werden den Wintersportlern dort auch deutlich mehr Pistenkilometer als in Deutschland geboten. Im Vergleich landet die Grande Nation mit einer Erhöhungsrate von 2,4 Prozent bzw. 92 Cent beim Tagestarif auf dem vierten Rang unseres Vergleichs.

    Deutlich angezogen haben die Tagestarife überraschend in den Skigebieten in Italien, die noch im Vorjahr mit der Schweiz die geringste Preissteigerung verbuchten.

    Im Schnitt 43 Euro muss ein Erwachsener für das Wintersportvergnügen in „Bella Italia“ in der neuen Saison hinlegen. 3,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Teurer werden die Skipässe unter anderem im Verbund Via Lattea, in Cortina d’Ampezzo und in La Thuile La Rosiere.

    Aber auch in Südtirol wird die Preisschraube aufgrund von Investitionen in Lifte und Pisten kräftig nach oben gedreht: 3 Euro mehr sind es jeweils bei den 3 Zinnen Dolomiten und am Kronplatz. Letztere erreichen mit einem Tagestarif von 54 Euro nun einen neuen italienischen Höchstwert.

    Mit Erhöhungsraten von über 6 Prozent landen die Skigebiete in Kanada und den USA abgeschlagen am Ende des Vergleichs. Damit ergibt sich ein neuer Spitzenwert im seit Jahren anhaltenden Preistrend in Nordamerika: Rund 6 Dollar mehr muss dort ein Erwachsener in diesem Winter einplanen.

    Bei den Spitzenreitern Mt. Rose Ski Tahoe, Whistler Blackcomb Mountains oder Deer Valley sind es sogar bis zu 15 Dollar. Der Durchschnittspreis für einen Tages-Skipass steigt damit auf 89 Dollar (ca. 84 Euro) in den USA und 92 Dollar (ca. 65 Euro) in Kanada. Stolze Summen für den Champagne Powder, der Skifahren in Nordamerika so einzigartig macht.

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    Kommentare (3)

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    • werner

      Hier werden komplett heterogene Skipässe im selben Topf geworfen und ein Durschnitt der Nation daraus gezogen. Noch dazu wird nur die Preisdifferenz in Euro umgewandelt und nicht der komplette Skipasspreis. Also werden nicht mal Wechselkursschwankungen einbezogen. Ein Beitag auf Ramschniveau.

    • yannis

      Solange es genug Leute gibt die diese „Preise“ warum auch immer zahlen,. wird sich die Schraube kontinuierlich nach oben drehen.
      Für den Gegenwert eines Skiurlaubs in der Alpenregion kann man durchaus in „verschiedene“ andere Gegenden (wo die Tage wenn es hier Winter ist länger sind) dieser Erde reisen, anstatt Jahr für Jahr und tag täglich denselben von Schneekanonen gesäumten Hang herunter zu rutschen.

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