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    „Fatale Folgen“

    Walter Blaas im Landtag

    Walter Blaas im Landtag

    Die Freiheitlichen schlagen Alarm: Die SVP gebe Südtirol preis. Die Autonomie sei in Gefahr.

    Die Freiheitlichen sehen in einem „Ja“ für die Verfassungsreform die Preisgabe der hart erkämpften autonomen Kompetenzen Südtirols und die Aufgabe des Selbstbestimmungsrechtes. Die Zustimmung zur neuen Verfassung hätte fatale Folgen für unsere Heimat und käme einer ewigen Bindung an Rom gleich.

    „Vor etlichen Jahren prangte von den SVP-Wahlplakaten der Spruch ‚Autonomie in Gefahr‘“, erinnern der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas und Generalsekretär Simon Auer in einer Aussendung einleitend.

    „Heute scheint die ehemalige Warnung, dass die Autonomie in Gefahr sei, eher einem Wahlversprechen der SVP gleichzukommen. Das zustimmende Werben der SVP zur Verfassung bringt die Autonomie tatsächlich in Gefahr. Ein zentralistischer Staat, der mit der neuen Verfassung entstehen soll, degradiert Südtirol und lässt wichtige Kompetenzen nach Rom abwandern“, halten die Freiheitlichen fest.

    „Die sogenannte Schutzklausel für Südtirol wird überschätzt und ist mit einem Verfallsdatum versehen“, unterstreichen Blaas und Auer.

    „Nachdem Südtirols Autonomie an die neue Verfassung angeglichen sein wird, greift keine Schutzklausel mehr. Dem Verfassungsgerichtshof wird es künftig zustehen im Zweifelsfall die Grenzen der Autonomie zu definieren und die Handlungsspielräume des Staates zu verteidigen. Auch die Anfechtung von staatlichen Gesetzen wird für Südtirol ungleich schwieriger werden, sollte sich unser Land für die neue Verfassung aussprechen“, erklären Blaas und Auer.

    „Ein Ja aus Südtirol zur neuen italienischen Verfassung würde die Unterordnung der Heimat unter römische Interessen bedeuten und käme einem Freibrief zum Abbau der verbliebenen autonomen Kompetenzen gleich“, so die Freiheitlichen.

    „Südtirols Position würde erheblich geschwächt werden und die Angleichung an Provinzen und Regionen mit Normalstatut wäre eine Frage der Zeit“, unterstreichen die Freiheitlichen und verweisen auf den bereits eingetretenen Raubbau des Minderheitenschutzes durch den CLIL-Unterricht.

    „Die Auswirkungen der neuen Verfassung auf Südtirol wären fatal und würden sich mit der Zeit schrittweise zeigen“, betonen Blaas und Auer.

    „Wir Freiheitlichen sprechen uns ganz klar für das Nein am 4. Dezember aus. Es gilt die Gefahr abzuwenden, die Autonomie zu verteidigen und das Selbstbestimmungsrecht zu bewahren“, so die Freiheitlichen abschließend.

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    Kommentare (6)

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    • besserwisser

      Blaas und Auer? Wer sind die Herren?

    • perikles

      Wenn man die Heftigkeit betrachtet, mit der die Freiheitlichen, Union und Südtiroler Freiheit inkl. 5Sternebewegung plötzlich diese Autonomie verteidigen, scheint die SVP in den letzten Jahren ja so manches richtig gemacht zu haben. Ich glaube, diesen Parteien geht es nur darum, das Chaos in diesem Staat wieder regieren zu lassen, um damit die eigene Daseinsberechtigung zu stärken. Und wenn das Nein bei diesem Referendum gewinnt, wirds zum Chaos kommen, die geringe Glaubwürdigkeit Italiens, besonders auf den den internationalen Finanzmärkten wird massiv leiden und das wird uns alle eine Menge Geld kosten…das könnten dann wirklich fatale Folgen haben, Herr Blaas.

    • george

      Genau mit ihrer Einstellung – perikles – werden fatale folgen eintreten, weil unsere Autonomie mit dieser Zentralisierung Italiens, mit in den Strudel des Abgrundes gesaugt wird. „Mit gehangen, mit gefangen“, ein altes Sprichwort, das sich in der vergangenheit schon oft bewahrheitet hat.

    • cicero

      Aber, aber George Sprichwörter und Redewendungen sollte man schon richtig zitieren. Es heißt richtig: Mitgefangen mitgehangen, was bedeutet dass man wenn man an etwas beteiligt ist, auch die (letzten) Konsequenzen tragen muss, sozusagen wenn man sich mitfangen lässt, kann es ein dass man auch mit den anderen hängen wird. Umgekehrt macht das Sprichwort keinen Sinn.

      https://de.wiktionary.org/wiki/mitgefangen,_mitgehangen

    • george

      Danke ‚cicero‘. Damit haben wir es erst recht auf den Punkt gebracht, dass es jeder verstehen müsste.

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