Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » „Dann stellen wir die Arbeit ein“

    „Dann stellen wir die Arbeit ein“

    8-katzenbaby-flasche-gattino-biberonAcht Südtiroler Tierschutzvereine und die Tierheime Obervintl und Naturns schlagen Alarm: Von den jährlichen Kosten von 822.000 Euro übernimmt das Land nur 36 Prozent. Jetzt stellt man der Landesregierung ein Ultimatum bis zum Jahresende.

    von Heinrich Schwarz

    Walter Pichler, Vorsitzender des Südtiroler Tierfreundevereins, findet klare Worte: „Es kann nicht sein, dass wir ehrenamtlich die Arbeit des Landes und der Gemeinden übernehmen und dann auch noch selbst in die Tasche greifen müssen, um die Kosten decken zu können.“

    Acht Tierschutzvereine und die Tierheime Obervintl und Naturns haben am Donnerstag auf einer Pressekonferenz auf ihre dramatische Lage aufmerksam gemacht. „Seit Jahren weisen wir auf die Missstände beim Landestierärztlichen Dienst hin. Der frühere Landeshauptmann Durnwalder hatte eine Reorganisation eingeleitet, doch diese ist in der Bürokratie untergegangen. Und die neue Landesregierung interessiert sich überhaupt nicht für dieses Thema und wirkt ahnungslos“, so Roland Aufderklamm vom Tierschutzverein Überetsch-Unterland.

    Die Unterzeichner der Resolution

    Die Vertreter der Tierschutzvereine

    Laut den Tierschützern erhält kein Verein jemals mehr einen Euro an Beitrag, wenn er selbst nicht mehr als das Doppelte an Eigenmitteln aufbringt. Die Regelung sei auf Wirken des Leiters des Landestierärztlichen Dienstes so abgeändert worden. „Das bedeutet schlicht und einfach den Tod der Tierschutzvereine. Langfristig werden die Vereine ausbluten, denn auch die Spendengelder werden immer weniger“, betonen Pichler und Aufderklamm.

    EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL MIT EINEM INTERVIEW MIT LANDESRAT ARNOLD SCHULER LESEN SIE IN DER FREITAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

    Clip to Evernote

    Kommentare (16)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • ahaa

      Es sollten fixe Ärzte für Notfälle zur Verfügung stehen.Fixer Gehalt usw.
      Die Kosten dafür sollte das Land tragen.Wir.Einen Pfennig für ne arme Seele!
      Kosten für Verpflegung,Platz sollten Steuerfrei sein.
      Den Rest bitte durch Spendengelder organisieren!
      Wer gut arbeitet,dem gönnt man auch was.
      Ein guter Ruf ist alles,das schließt abzocken,und fragliche Aktionen aus!

    • kingkong1969

      Vor Jahren haben sich die Tierschutzvereine untereinander verstritten und sich untereinander von der Landesregierung gegeneinander ausspielen lassen. Dadurch ist die Dachorganisation vor die „Hunde“ gegangen und der Dienst der Tierschutzpolizei „kastriert“ worden.
      Anstatt damals zusammen zu halten, was sicher nicht einfach – aber machbar – gewesen wäre, haben sich die Vereine im Hintergrund gegeneinander ausgespielt. Das ist nun die Retour Kutsche und die Landesorganisationen lachen sich ins Fäustchen.
      Es ist traurig, dass die Politik dem Tierschutz so wenig Sensibilität entgegen bringt und ein so schmutziges Spiel mit ehrenamtlichen Organisationen spielt.

    • goggile

      wichtig ist jeden einzelnen fluechtling und die ueberwiegende Mehrheit der illegalfluechtlinge mit knapp 40 euro zu finanzieren, und Bevölkerung und unsere Tiere zu diskriminieren und unsere Heimat zu zerstören.
      vielen pensionisten wären froh nach einem arbeitsreichen leben ein solch tägliches salär zu bekommen!

    • kingkong1969

      >>> ahaa,
      Tierärzte gibt es jede Menge, siehe hauptberufliche Amtstierärzte usw. Diese würden keinen Cent mehr kosten! Wenn der Wille da wäre, dann wäre vieles möglich, nur wenn die Politik keine Interesse an der Lösung der Probleme zeigt …

    • richard

      Für den Jagdverband und somit für das Töten von anderen Lebewesen und zur Belustigung dieser Menschen stehen hunderttausende Euro zur Verfügung, für konsequenten und echten Tierschutz, Lappalien. Dies ist das Land in dem Honig für die Politiker, aber Almosen für die Anderen zur Verfügung stehen.

    • roberto

      Wer mit Tieren nicht respektvoll umgehen kann, der kann es mit Menschen ebenso nicht. Jede unterlassene Hilfeleistung an in Not geratene Tiere kommt der kulturellen Herabstufung der Menschen gleich. Haustiere sind nicht blos ein Hund oder eine Katze, sondern sie sind ein loiales Mitglied der Famile, die sie aufgenommen hat.

      Meine Aufforderung an Menschen mit Hausverstand, jeder möge etwas dazu beitragen, dass Tierschutzorganisationen die notwendige Unterstützung erhalten um diese verantwortungsvolle Arbeit weiter zu machen.

    • richard

      Robert! Ihr Kommentar ist sehr positiv zu bewerten! Wie steht es aber mit der Jagd, wofür diese Landesregierung jährlich X-Tausende Euro ausgibt, um Tier zu töten, wobei X-Hundert Tiere schlussendlich angeschossen und erst nach einer qualvollen Zeit sterben müssen.
      Hunde und Katzen sind für so viele Menschen Alles, doch für andere Tiere steht man nicht ein. Warum?
      Wir müssen die Tiere vor dem Menschen schützen und nicht den Menschen vor den Tieren. Tiere tun dem Menschen nichts; der Mensch tötet sie X-tausendfach.

    • yannis

      >>>denn auch die Spendengelder werden immer weniger<<<

      wenn man, gerade jetzt in der Vor-Weihnachtszeit mindestens einmal pro Woche jemand an der Haustür hat, der für IRGEND etwas bettelt, ist man früher oder später des ganzen MÜDE und schickt ihn weg, zumal die "Portokasse" auch nicht unerschöpflich ist.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen