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    Recht auf vegan?

    veganEine Meraner Mutter will für ihr Kind gerichtlich eine vegane Ernährung erwirken. Die Hintergründe.

    von Karin Gamper

    350.000 Mahlzeiten werden in Merans schulischen Einrichtungen pro Jahr verteilt. Dazu zählen alle Kinderkrippen, Kindergärten sowie die Mensen für Grundschulen, Mittel- und Oberschulen.

    Das Amt für Bildung und Schulen der Stadtgemeinde hat den Menüplan im Laufe der Zeit an die veränderten Erfordernisse angepasst. Es gibt Gerichte ohne Fleisch, Gerichte ohne Fisch und ohne Fleisch, Gerichte ohne Schweinefleisch und Gerichte ohne Kalbsfleisch.

    Dazu kommt eine ganze Reihe von Mahlzeiten, die aufgrund gesundheitlicher Erfordernisse der Kleinkinder bzw. Schüler getrennt zubereitet werden.

    Nicht auf dem Speiseplan stehen vegane Gerichte. Dies aus einem ganz bestimmten Grund: „Wir waren nach Absprache mit Ernährungsexperten der Ansicht, dass eine rein vegane Ernährung für heranwachsende Kinder nicht ausreicht“, sagt dazu Amtsdirektorin Alice Bertoli.

    Eine Meraner Mutter ist da anderer Ansicht. Sie ist dabei, das Recht auf vegane Ernährung für ihr Kind im Kindergartenalter gerichtlich zu erstreiten. Die Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht findet am 8. November statt.

    Für die Richter ist der Fall nicht neu. Sie haben sich bereits vor zwei Jahren damit auseinandergesetzt. Damals besuchte das Kind   eine Meraner Kinderkrippe, die Mutter forderte bereits damals eine vegane Ernährung für das Kleinkind. Im Amt für Bildung und Schulen reagierte man zunächst ratlos: „Es war die erste Forderung nach veganer Ernährung“, sagt Direktorin Alice Bertoli, „und ist es übrigens bis heute auch geblieben“.

    Zunächst versuchte es die Gemeinde im Guten: Gegen Vorlage eines pädiatrischen Attests war man bereit, dem Wunsch der Mutter nachzukommen. Als diese das kinderärztliche Gutachten drei Monate später noch immer nicht vorgelegt hatte, sollte das Kind aus der Kinderkrippe ausgeschlossen werden.

    „Wir sind für die Gesundheit der Kinder verantwortlich, solange sie in unserer Obhut sind“, rechtfertigt Bertoli die damalige Entscheidung, „wir hatten ernsthafte Zweifel an der veganen Ernährung für so ein kleines Kind und wollten auch nicht die Verantwortung dafür übernehmen“.

    Die Mutter zog vor Gericht – und bekam aufgrund eines Formfehlers Recht. Das Kind wurde daraufhin in der Kinderkrippe vegan ernährt. Der Speiseplan war allerdings mit einem Diätologen abgesprochen, den die Mutter privat bezahlte.

    Zwei Jahre später wiederholt sich nun der Ernährungsstreit. Das Kind besucht mittlerweile den Kindergarten, erneut steht die Forderung der Mutter im Raum. Vegane Ernährung ist vom Speiseplan jedoch weiterhin nicht vorgesehen, was der Mutter bereits im Sommer schriftlich mitgeteilt wurde. Diese hat diese Mitteilung nun angefochten. Der Fall wird am 8. November vor dem Verwaltungsgericht behandelt.

    Auf das Urteil wird aufgrund seiner Signalwirkung landesweit mit Interesse gewartet.

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    Kommentare (37)

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    • andreas

      Die Klage nicht zulassen und der Mutter das Sorgerecht entziehen.
      Man muss nicht jedes Hirngespinst ernst nehmen und vegan widerspricht dem momentanen Stand der Ernährungslehre und dies wird auch in Zukunft nicht anders sein.
      Über Vegetarier kann man diskutieren, über Veganer nicht, denn diese vertreten nur eine absurde Ideologie und wären bei einem Psychologen wohl besser aufgehoben.

      Die nächsten klagen wohl, weil sie der Religion des fliegenden Spaghettimonsters angehören und ihre Spaghetti nicht auf dem Teller, sondern zugeworfen haben möchten. 🙂
      (die Religion wurde 2005 in den USA als Parodie gegründet)

    • rota

      Einfache Lösung:
      Die Betroffenen müssen bei Sonderwünschen – Behandlungen für die Mehrkosten selbst aufkommen sofern nicht medizinisch verordnet. Punkt.
      Ansonsten Essen im Thermos mitgebebn.

      Ich muss mein Jod – freies Salz auch selbst überall mitnehmen.

    • einereiner

      @andreas
      Super geschrieben!
      In dem Artikel wird leider nicht geschrieben, ob die Mutter des Kindes auch das Trinkwasser im Kindergarten ablehnt. Das Trinkwasser kommt ja aus dem Hahn und wird somit von den Veganern abgelehnt. Dieses Dilemma könnte man mit der Montage eines Tränkebeckens lösen.
      Wenn eine erwachsene Person wie „ein Tränkebecken benutzendes Lebewesen, das auch viel auf der Wiese grast“ leben will, ist das ihre persönliche Sache. Aber ein Kind sollte man dazu nicht zwingen dürfen.
      Ich persönlich finde den Deal mit den Hühnern moralisch einwandfrei: ich gebe ihnen ein Dach über den Kopf, baue ihnen Nester, eine automatische Hühnerklappe (beschütze sie neben dem Fuchs auch noch vor anderen Raubtieren) und kriege dafür ein paar von ihnen in Zufriedenheit gelegte Eier.
      Muss ein vegan erzogener Säugling Sojamilch trinken oder darf er Muttermilch kriegen? Die kommt ja auch von einem Tier.

    • watschi

      armes kind. manche eltern sollten lieber keine kinder bekommen. wieviele speisen gibt es wohl, wo keine tierischen elemente darin vorkommen und gerade die wichtigen vitamine, proteine usw. enthalten? Der staat sollte die verantwortung über das kind übernehmen, wenn es dann volljährig ist, kann es selbst entscheiden langsam zu sterben

    • sogeatsnet

      Frage eines Unwissenden: Wie gut geht es einer Kuh, die nicht gemolken wird?

    • mairwalter

      „Bist Du Veganerin?“ „Absolut!!“ Erwidert die Angesprochene. „Liebst Du Tiere?“ „Absolut!“ „Warum isst Du dann den Tieren das Fressen weg???“ 🙂

    • markusgufler

      Mit das größte Problem unserer Zeit und Region sind diese Art von Problemen.
      In anderen Regionen dieser Welt hat man für derlei Luxus noch keine Zeit, und auch nicht das Geld und die Lebensmittel, und Kindergärten mit Küchen.

      Wie soll ein Kind, das schon auf so einem abgehobenen Level aufwächst da später einmal zurecht kommen? Für dessen Nachwuchs wird dann vermutlich Vegan mit zertifiziertem Wachstum unter Alu-hüten in Süd-ost-Hanglage das Kriterium für’s eigene Ego-Befinden sein.

    • facharzt

      Das Problem ist nicht die vegane Ernährung, sondern die ahnungslosen oder korrupten Ernährungs“experten“, die die Behörden verunsichern und in eine falsche Richtung beeinflussen. Denn eine richtig durchgeführte vegane Ernährung ist entsprechend den wissenschaftlichen Fakten auch für Kinder die gesündeste Kost, ja sogar die einzig gesunde Kost, weil Tierprodukte immer gesundheitliche Nachteile aufweisen. Selbst die Amerikanische Gesellschaft für Ernährung schreibt dazu: „Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschliesslich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Adoleszenz.“
      „Die American Dietetic Association ist der Ansicht, dass gut geplante vegetarische Ernährungsformen, einschliesslich komplett vegetarischer oder veganer Ernährungsformen, gesund sind, ernährungsphysiologisch bedarfsgerecht sind und gesundheitliche Vorteile in der Prävention und der Behandlung bestimmter Krankheiten bieten. Eine gut geplante vegetarische Ernährungsform ist für Menschen aller Altersstufen geeignet, eingeschlossen Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Kinder, Heranwachsende und Sportler.“
      Die Ärztekommission PCRM („The Physicians‘ Committee for Responsible Medicine“, Ärztekommission für verantwortungsbewusste Medizin) schreibt:
      „Vegane Ernährung, die keine tierlichen Produkte enthält, ist sogar gesünder als vegetarische Ernährung. Vegane Ernährung enthält kein Cholesterin und sogar weniger Fett, gesättigte Fettsäuren und Kalorien als vegetarische Ernährung, weil sie keine Milchprodukte und Eier enthält. Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass die gesundheitlichen Vorteile zunehmen, wenn die Menge der Nahrung aus tierlichen Quellen in der Ernährung verringert wird, was die vegane Ernährung zur gesündesten insgesamt macht.“

      • mairwalter

        @facharzt
        Aus IHRER Sicht voll kommen richtig! Dies ist auch nicht das Problem!! Wenn Sie Kinder beim Essen zusehen, bemerken Sie, dass die Kids eh schon Trennkost betreiben. Kinder, die noch dazu regelmäßig Bewegung haben, wählen ganz „spontan“ ihr Essen je nach Bedürfnis aus. Meines Erachtens, wenn man sie lässt, wird es ihnen nicht schaden. Das Krankhafte an der ganzen Problematik sind „alternative“ Eltern, ihre eigenen Wünsche und Bedürftnisse, auf Kinder übertragen und sie zu seelischen ,aber auch körperlichen Krüppeln machen könnten!

        • mairwalter

          Sorry: „Alternaiven Eltern“ 🙂

        • facharzt

          @mairwalter
          Sorry, aber Ihre Behauptung stimmt (leider) nicht. Kinder wählen gerade ungesunde zuckerhaltige und fettreiche industrielle Nahrungsmittel bevorzugt aus. Ein Kind wird immer Süssigkeiten usw. vorziehen, weil durch die zucker- und fetthaltige Industrienahrung die Geschmacksnerven bereits im Kindesalter verdorben sind und durch raffinierten Zucker und Fette eine echte Sucht erzeugt wurde. Genau deshalb fällt es ja auch Erwachsenen so schwer, sich auf gesunde Kost umzustellen. Ich zitiere den renommierten Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. T. Colin Campbell: „Der erste Monat kann eine Herausforderung sein, aber danach wird es viel leichter. Und für viele von Ihnen wird es ein wahrer Genuss werden. Ich weiss, dass es schwer zu glauben ist, bevor man es selbst erlebt hat, aber Ihr Geschmackssinn ändert sich, wenn Sie nur pflanzliche Nahrungsmittel zu sich nehmen … Im Endeffekt ist es so, dass Sie pflanzliche Nahrungsmittel mit grosser Freude und grosser Befriedigung geniessen werden können, wenn auch die Übergangsphase eine Herausforderung in psychologischer und praktischer Hinsicht darstellen kann. Es braucht Zeit und ein wenig Anstrengung. Vielleicht bekommen Sie von Ihren Freunden und von Ihrer Familie keinerlei Unterstützung. Aber der gesundheitliche Nutzen ist nichts Geringeres als ein Wunder. Und Sie werden überrascht sein, wie leicht es ist, wenn Sie einmal neue Gewohnheiten entwickelt haben.“

    • meintag

      In unserer heutigen Ernährungaphase wird den Leuten immer mehr aufgedrängt welche Probleme die Ernährung mit sich bringt. Beispiel Diabetes. Wenn der Arzt keine andere Lösung parat hat muss halt dieses Krankheitsbild herhalten. Auch die Frauenpresse trägt ihre Schuld bei. Da wird bei der Friseurin dem Inhalt eines Berichts über die Ernährung mehr Bedeutung gegeben als es die Wirklichkeit darstellt

    • flizzer

      Alter Schwede – für so eine Mami habe ich absolut kein Verständnis! Wenn sie nach freiem Willen entscheiden will, als hippy-bio-vegan-flexitarierin-whatsoever zu Leben ist das ihre Sache – einem Kind aber so einen Lettn schon im Vorschulalter aufzuzwingen finde ich sehr bedenklich!
      Aber mittlerweile gibt es ja alles – sie wird schätzungsweise das Kind auch nicht geimpft haben, und es darf nur Fair-Trade-Biowollsocken aus Brasilien tragen, Globuli werden nach sorgfältigem Auspendeln in Massen verabreicht…

    • ft

      Der Herrgott hat eben eine großen Tiergarten. Da gibt es alle Arten von Narren.

    • richard

      Es ist ein Recht eines jeden Menschen nicht diskriminiert zu werden. So muss es auch ein Recht sein, dass in öffentlichen und für die Allgemeinheit zugänglichen Strukturen eine Vegane Kost gefordert werden kann.
      Es kann nicht sein, dass ich Steuern zahlen muss, aber das Recht auf die Wahrnehmung von Ethik und Moral der Allgemeinheit anpassen muss.
      Jede Art an rassistischen Belangen gehört unter Strafe verboten; und einer Vegan lebenden Familie das Recht auf eine Vegane Kost in einer öffentlichen Struktur zu verweigern kommt dem gleich.

      • flizzer

        Da stimme ich dir nur bedingt zu. Kein Mensch soll aufgrund Religion, Hautfarbe, ethnischer Herkunft, Bildung, etc. diskriminiert werden! – gar kein Thema!

        Aber es fällt meiner Meinung nicht unter Diskriminierung, wenn man eine nachweislich ungesunde Lebensweise für ein Kleinkind in einem öffentlichen Bereich, wo dann auch die Verantwortung liegt, nicht nachgibt. Oder meinst du wenn ich jetzt meinem Kind nur Süßigkeiten geben möchte, dann muss das auch ein Kindergarten machen?! – Wohl eher nicht!
        Und eine vegane Lebensweise hat wohl eher nix mit Ethik und Moral zu tun!

        • unbequemewahrheit

          1. „…wenn man eine nachweislich ungesunde Lebensweise für ein Kleinkind…“! Bitte erst informieren, dann denken und erst dann schreiben, ansonsten sein lassen!

          2.„Und eine vegane Lebensweise hat wohl eher nix mit Ethik und Moral zu tun“! Auch hier gilt: Bitte erst informieren, dann denken und erst dann schreiben, ansonsten sein lassen!

          Womit denn dann, wenn nicht mit Ethik und Moral??? Gerade und INSBESONDERE stellt Ethik und Moral zwei Synonyme für Veganismus dar!!!

          Zur Vervollständigung, da zu vermuten ist, das Sie den unter “1.“ zitierten Unsinn nicht bei vollständigem Bewusstsein, oder nicht Vorhandensein notwendiger kognitiver Fähigkeiten formulierten, folgendes:

          „Kranke Kinder in den Kinderkliniken:
          An Diabetes mellitus (Typ I & II) erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Herz-/Kreislauf erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Arteriosklerose erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Aortenstenose erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Akne erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Adipositas erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Allergien erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Asthma erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An ADHS erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Neurodermitis erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Hypercholesterinämie erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Hypertonie erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Colitus Ulcerosa erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Morbus Crohn erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Pertussis erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Menigitis erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Migräne erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Mukoviszidose erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Spina Bifina erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An SIDS (Sudden Infant Death Syndrom) erkrankte (gestorbene) Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Rheumatische Erkrankungen erkrankte Kindern: 100% omnivor ernährt
          An Hypothyreose erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Zöliakie erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Pfeiffersches Drüsenfieber erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Stenosierende Laryngitis erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Parotitis epidemica erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Pneumonie erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Poliomyelitis erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Rubella erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Erythema infectiosum erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Influenza erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Poliomyelitis erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An Leukämie erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An allen anderem Krebs erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt
          An XY & Z erkrankte Kinder: 100% omnivor ernährt

          Und die Kinder- und Kinderkrebsstationen der Kliniken sind übervoll von Kindern, die derweil um ihre Gesundheit, ja tausendfach um ihre Leben kämpfen!

          All das Vorerwähnte wäre doch – so sollte man meinen – eher und dringlicher einen (beinahe nicht endenden) Artikel wert! Leider wäre es allerdings – die Dekadenz der Gesellschaft macht es möglich, ja verlangt es regelrecht – eine wohl nicht so fundamentale Schlagzeile, wie die, das eine Mutter nichts anderes als eine nicht krank machende Ernährung für ihr Kind einfordert! (Das täglich tausende Kinder verhungern, soll an dieser Stelle hier und ausnahmsweise nur „nebenbei“ Erwähnung finden – dies, aufgrund Nahrungsentzug, weil stattdessen „Nutz“tiere mit Nahrung versorgt werden, welche diesen verhungernden Kindern vorenthalten, entzogen, gestohlen wird!). Das tausende Kinder durch omnivore Ernährung schwer und schwerst krank gefüttert werden, erfährt in ERSCHRECKENDEM Maße gesellschaftlich höchste Akzeptanz! Dies alles zeigt somit die Dekadenz, Oberflächlichkeit und letztlich auch in erschreckendem Maße, wie es, auch intellektuell und moralisch, um diese Gesellschaf steht!

          • flizzer

            dann drehe ich den Spieß mal um:

            WARUM, wenn Veganismus die einzig gesunde, wahrhaftig geniale, superüberdrüber Ernährungweise ist, sieht das der Staat und die dazugehörigen Gremien nicht?
            Denn – keine Kranke (die ja nur wegen dem Nichtveganismus kommen) – keine Kosten – keine Krankheitstage – erhöhte Arbeitsleistung – höheres BIP – höherer Wohlstand!

            Zu Ethik & Moral: Solange die Ethik den Anspruch der Allgemeingültigkeit beinhaltet wird dieses Argument auch hier scheitern!

            Aber um das geht es mir auch nicht – sondern um dieses sinnfreie und unbedingte Verlangen, der ganzen Welt erklären zu müssen, dass nur die Veganer wissen was gesund ist.

            Ich bin ein Allesfresser (sehr ausgewogen, nachhaltig) und habe/hatte keine der in der Liste angeführten Krankheiten!

            Und wenn sie mir jetzt noch immer erklären wollen, dass man Krankheiten nur aufgrund des NICHTVEGANISMUS bekommt bzw. Kinder, die sich vegan ernähren nie krank sind, dann sind wohl sie nicht bei vollständigem Bewusstsein, oder nicht Vorhandensein notwendiger kognitiver Fähigkeiten!

      • meinemeinung

        wir leben in einer Demokratie ,da endscheiden Mehrheiten , wenn der Gemeinderat nach Anhörung von Fachleuten sprich Ärzten ein nein zur Veganen Kost beschließt ,dann muss sich Herr/ Frau Vegan um etwas anderes umsehen und nicht die Gemeinde .sprich Allgemeinheit für Ihren Lebensstil aufkommen ,klaro ,wäre logisch !!
        meiner Meinung gehören solche Menschen in die Therapie

      • mairwalter

        @richard
        In öffentlichen Einrichtungen Forderungen zu stellen, die das Maß jeder Einrichtung zum Verzweiflung bringt, ist eine bodenlose Frechheit !! Und das in Südtirol, wo eh schon das Maß des Verwöhnen überschritten wird! Solche Menschen, wie Sie sollten Ihre Kinder DAHEIM nach Strich und Faden verköstigen müssen , ABER nicht auf Kosten der Allgemeinheit!! Aber Sie nehmen diese in Anspruch und werden noch anspruchsvoll!! Gott sei Dank, sind wir noch noch in einem Land, wo die Meisten NORMAL sind und großzügig in jeder Art und Weise verköstigt werden! Und das auch schätzen! Sie haben das Wort Diskriminierung in den Mund genommen? Schönes modernes Wort ! Gell!! Den Sinn dieses Wortes liegt Ihnen aber sehr sehr fern! Sind Sie noch bei Sinnen? Wo kämen wir dahin ,wenn jeder Rotzlöffel täglich, sein viel geliebtes Wiener Schnitzel mit Preiselbeeren und Pommes Frites, in der Mensa fordern kann! Bleiben Sie gefälligst mit Ihrem verwöhnten Fratz für immer daheim, geben Sie ihm was er“ bestellt“, fordern Sie aber nicht auf Kosten der Allgemeinheit, ihren Fratz alle Wünsche zu erfüllen! Und respektieren Sie Menschen, die gelernt haben, sich der Gemeinschaft an zu passen!!! So sollte es auch bei Veganer, Vegetarier, Islamisten, Inder usw usw sein. Das Problem liegt NICHT bei den Kits! Alles spielt sich in einem kranken Gehirn des Erwachsenen ab, die nach dem Mainstream nur das“ Beste für ihrem Kind“ wollen und es damit ausgrenzen! Auf solche „Menschen“ kann ich persönlich auf alle Fälle verzichten…
        Fazit: Passt Euch das Essen in der Mensa nicht? Bleibt DAHEIM….

        • facharzt

          @mairwalter
          Sorry, aber die „bodenlose Frechheit“ besteht darin, dass nicht alle Kinder die gesündeste, also eine vegane Ernährung erhalten. Wir haben die Verpflichtung, unseren Kindern die besten Startchancen mit ins Leben zu geben. Etwa 80 % aller Kinder haben schon im Alter von 12 Jahren die Anfangsstadien von Arteriosklerose in ihren arteriellen Blutgefässsen. Wie kann es da noch verwundern, dass die koronare Herzkrankheit die Todesursache Nr. 1 in den westlichen Industrienationen ist! Dass dies so einfach ignoriert wird und die Kinder mit ungesunden Fleisch- und Milchprodukten vollgestopft werden, genau das ist die „bodenlose Frechheit“! Schon vergessen, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO Ende 2015 nach Auswertung von über 800 Studien Fleischprodukte als „krebserregend“ einstufte? Und dann wird hier darüber diskutiert, dass eine verantwortungsvolle Mutter sich mit Ernährung auseinandergesetzt hat und nur die beste, also vegane Ernährung für ihr Kind möchte?! Diese Verantwortung sollten doch eigentlich alle für ihre Kinder haben!

        • richard

          mairwalter! die öffentlichen Einrichtungen sind mit den Steuergeldern – auch von vegan lebenden Menschen mitfinanziert. Wir „Vegane“ arbeiten so wie ihr; daher können wir, auch als Minderheit die Grundrechte einfordern. Fleischkonsum ist der Schuldige, dass Menschen hungern, erkranken, die Umwelt zerstört, ausgenützt, geplündert wird und die Vielfalt der Arten von Gräsern und Lebewesen schwinden. Diktaturen gehören der Vergangenheit an, das Recht eines jeden Menschen auf eine gesunde, umweltfreundliche, hungerstillende, Mensch- und Tierachtende Lebensweise ist ein Prinzip, das ich mir nicht nehmen lasse; auch dann nicht, wenn es den Menschen nicht passt, die aus der Tierquälerei Profit schlagen und sich eigentlich nur um ihre Interessen und ihren Geldbeutel kümmern. VEGAN ist VERNUNFT und ZUKUNFT; Fleisch ist TIERQUÄLEREI, UNVERNUNFT und ein Irrtum das den Menschen in den Ruin treiben wird.

    • facharzt

      Wir haben alle die Verpflichtung, unseren Kindern die besten Startchancen mit ins Leben zu geben. Etwa 80 % aller Kinder haben schon im Alter von 12 Jahren die Anfangsstadien von Arteriosklerose in ihren arteriellen Blutgefässsen. Wie kann es da noch verwundern, dass die koronare Herzkrankheit die Todesursache Nr. 1 in den westlichen Industrienationen ist! Dass dies so einfach ignoriert wird und die Kinder mit ungesunden Fleisch- und Milchprodukten vollgestopft werden, ist der eigentliche Skandal! Offenbar haben alle schon vergessen, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO Ende letzten Jahres nach Auswertung von über 800 Studien Fleischprodukte als „krebserregend“ einstufte. Und dann wird hier darüber diskutiert, dass eine verantwortungsvolle Mutter sich mit Ernährung auseinandergesetzt hat und nur die beste, also eine vegane Ernährung für ihr Kind möchte?! Diese Verantwortung sollten doch eigentlich alle für ihre Kinder haben!

      • andreas

        Ein Skandal ist, dass wir Kinder verhungern lassen und es uns egal ist und sie von einem Skandal sprechen, wenn ein Kind ein Keks kriegt. Zynischer geht es wohl nicht mehr.

        • richard

          Genau: täglich sterben zwischen 6.000 und 43.000 Kinder an Hunger. 40% der weltweit gefangenen Fische, 50% der weltweiten Getreideernte und ca. 90% der weltweiten Sojaernte werden an die sogenannte „Nutztiere“ der Fleisch- und Milchindustrie verfüttert. 80% der hungernden Kinder leben in Ländern, die einen Nahrungsüberschuss produziert, doch die Kinder bleiben hungrig und verhungern, weil der Getreideüberschuss an Tiere verfüttert bzw. exportiert wird. Für die Erzeugung von nur 1 kg Fleisch sind ja nach Tierart bis zu 16 kg pflanzlicher Nahrung und 10 bis 20 Tausend Liter Wasser notwendig.
          Und Sie wollen die Vegane Gesellschaft anprangern. Fleischkonsum verursacht Leiden, Hunger, Tod.
          Denken, dann handeln müsste für den Menschen gelten und nicht entgegengesetzt.

    • mairwalter

      @facharzt
      Wenn Sie die Studien der WHO als Parameter einstufen, dann ist jegliche Diskussion des Weitern überflüssig.! Sie wissen selber, wer die Studien in Auftrag gibt und wer kassiert! Jeder Hausverstand auch so „niedrig“ er von Seiten Ihres Blickpunktes auch sein mag,bewirkt mehr für Gesundheit des Einzelnen als Ihre „KRANKHEITSMEDIZIN“ Seien Sie mir nicht böse,aber a priori solche Feststellungen zu machen,und nicht die jeweils gegeben Umstände nicht zu berücksichtigen, ist gerade DAS was eine Krankheit ausmacht: Nämlich, pauschal zu entscheiden, was für Jeden Einzelnen richtig oder falsch ist! Gerade dort liegt der Schwachpunkt der traditionellen Medizin.Dass zuviel Fleisch konsumiert wird, da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Nichts desto Trotz vergessen wir den Ausgangspunkt unserer Diskussion nicht : Ich habe nichts gegen Veganer Vegetarier, Körnerfresser!! Jeder soll nach seinem Ermessen sein Leben gestalten und glücklich werden!! Aber NICHT auf Kosten der Allgemeinheit.JEDER Mensch muss auch akzeptieren können, dass Andere anders denken. Und DIE bestimmen heute noch, wo es lang geht! Sollten die Veganer einmal in Überzahl sein, „ben venga“…

      • facharzt

        @mairwalter
        Wenn Du so auf die „Kosten der Allgemeinheit“ bedacht bist, dann solltest Du etwas gegen Fleisch(fr)esser haben. Denn es ist ja mittlerweile bekannt….
        …dass der Konsum von Fleisch, Milch und Eiern für mindestens 51 % der weltweiten von Menschen ausgelösten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist und somit den Klimawandel bzw. die Klimakatastrophe massgeblich auslöst und damit die Existenzgrundlagen nachfolgender Generationen zerstört,
        … dass täglich ca. 6.000 – 43.000 Kinder an Hunger sterben, während ca. 40 % der weltweit gefangenen Fische, ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 – 98 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ verfüttert werden, was zum grossen Teil sogar aus den „Hungerländern“ stammt,
        … dass jeder Tod eines Tieres und die systemimmanente Tierquälerei in der Tierhaltung und Schlachtung wegen eines banalen ungesunden Geschmackerlebnisses ein unerträgliches und zum Himmel schreiendes Unrecht darstellt,
        … dass sich die Menschen durch den Konsum von Fleisch, Milch, Milchprodukten, Eiern und Fisch die schwersten Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes, Alzheimer, Demenz, Adipositas usw. an(fr)essen, weil sie von korrupten „Experten“ vorsätzlich über den Zusammenhang von Ernährung und Krankheit irreführend informiert werden.

        • mairwalter

          @unbequemewahrheit
          @facharzt
          Dann erklären Sie uns bitte einmal, wieso gerade die ländliche Bevölkerung ( zB Bauern) im Gegensatz zur anderen Berufsgruppen ein höheres Alter, in vollster Gesundheit erreichen, obwohl sie wenigstens 2 Mal am Tag (Halbmittag und Marende nicht nicht einmal mitgezählt, wo auch Speck Wurst und Käse gegessen wird) eigene produzierte Fleischwaren zu sich nehmen….

      • unbequemewahrheit

        “Jeder Mensch hat das Recht für SICH zu entscheiden! Wohlgemerkt: für SICH!!“

        Für SICH zu entscheiden, somit auch…

        a) das JEDEN Tag 6.000-43.000 Kinder verhungern?

        Was interessieren „uns“ andere Kinder, zumal wir sie nicht mal persönlich kennen und es – zum Glück – weit weg ist WO sie für „unsere“ Gier verhungern!

        Wen interessiert es?

        b) das die Gesamtkosten für’s Gesundheitssystem in Deutschland bei rund 320Mrd. € liegen, davon für allein durch omnivore Ernährung entstehende Erkrankungen rund 200Mrd. € aufgebracht werden?

        Wen interessiert es?

        c) das omnivore Ernährung ja so gesund ist (siehe unter „b“). Und wenn mal doch nicht, das Solidarprinzip (auch durch solidarische VeganerInnen finanziert) des Gesundheitssystems wird’s dann schon irgendwie richten! Ist ja schließlich bequemer, und war ja auch schon immer so?

        Wen interessiert es?

        d) das die „Lebensmittel“-„Produktion“ tierlichen Ursprungs folgende „Effizienzen“ aufweisen:

        1. Geflügel: von 100 pflanzlichen Kalorien bleiben 13 tierliche Kalorien über! Verlust: 87% ( S I E B E N U N D A C H T Z I G)!

        2. Schwein: von 100 pflanzlichen Kalorien bleiben 10 tierliche Kalorien über! Verlust: 90% (N E U N Z I G)!

        3. Rind: von 100 pflanzlichen Kalorien bleiben 3 tierliche Kalorien über! Verlust: 97% (S I E B E N U N D N E U Z I G)!

        Und wofür? Für „unsere“ Gier nach „Nahrung“ tierlichen Ursprungs!

        Wen interessiert es?

        Weiterhin guten Appetit mit der Nahrung, welche den verhungernden Menschen dieser Welt erst „gestohlen“ wird/wurde um sie dann als Futter in die etwa 900.000.000 (Deutschland) geschundenen Tiere stopfen zu können, damit „wir“ sie, bzw. ihre Reste (sowie ihre Ausscheidungen, hier Milch/Milchprodukte, Eier, etc.) in „uns“ stopfen können!

        Wen interessiert es?

        e) das Mrd. € als Subventionen Jahr für Jahr gezahlt werden (auch finanziert durch VeganerInnen), damit Reste, Sekrete, Eier, etc. der geschundenen Tiere, sowie Reste von Fischen in Massen preiswert verfügbar sein können, damit „wir“ dies in „uns“ in Massen stopfen können?

        Wen interessiert es?

        f) das SÄMTLICHE Lebensgrundlagen ALLEN Lebens in NIE dagewesener Dimension und Geschwindigkeit, seit Existenz der Menschheit, zerstört werden, das s. g. 6. Artensterben?

        Wen interessiert es?

        g) das JEDES Jahr Regenwald, welche der Fläche Griechenlands entspricht, unwiderbringlich vernichtet wird?

        Wen interessiert es?

        h) das JEDES Jahr etwa 1000 (T A U S E N D) Arten aussterben?

        Wen interessiert es?

        i) …….

        Wen interessiert es?

        j) …..

        Wen interessiert es?

        k) …

        Wen interessiert es?

        l) .

        Wen interessiert es?

        Ergänzung zu Ihrem: “Jeder Mensch hat das Recht für SICH zu entscheiden! Wohlgemerkt: für SICH!!“: und über das Leben, Lebensgrundlagen ALLER anderen und ALLEN anderen Lebens!

        Wen interessiert es?

        Tipp: ALL das Vorerwähnte für SICH ignorieren, leugnen, verdrängen! Oder wie es die „drei Affen“ pflegen zu handhaben: „nichts hören – nichts sehen – nichts sagen“!

        Oder: wen interessiert es? „Mich“ nicht!, denn es könnte ja „für SICH“ noch unbequem werden, und DIES interessiert dann!

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