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    Alk-Kontrolle bei der Arbeit

    alkoholLaut einem Entwurf zum Abkommen der Staat-Regionen-Konferenz müssen Arbeitgeber sicherstellen, dass der Alkoholspiegel des Mitarbeiters bei gefährlichen Arbeiten unter 0,3 Promille liegt.

    „Sicherheit für die eigenen Angestellten zu garantieren, ist oberstes Gebot für jeden Unternehmer. Doch die Auflagen, die Unternehmen in diesem Bereich absolvieren müssen, haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das nicht mehr gerechtfertigt werden kann“, stellt Leo Tiefenthaler, Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings, klar.

    Als neuestes Beispiel nennt er der Entwurf eines Abkommens im Bereich der Arbeitssicherheit, das den Konsum von Alkohol und Drogen in gefährlichen Berufen betrifft und im Rahmen der Sitzung der Staat-Regionen-Konferenz am 20. Oktober behandelt werden soll. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass Arbeitgeber vor jedem Arbeitseintritt und auch während der Arbeitszeit sicherstellen müssen, dass der Alkoholspiegel des Arbeitnehmers unter 0,3 Promille liegt.

    Leo Tiefenthaler

    Leo Tiefenthaler

    „Ein Arbeitgeber hat jedoch weder die Ausbildung noch die Befähigung, den Alkoholspiegel eines Arbeitnehmers zu überprüfen. Zudem würde die Einführung eines genauen Wertes voraussetzen, dass in jedem Unternehmen ein entsprechendes geeichtes Messgerät zur Verfügung steht“, meint Tiefenthaler.

    Weiters sieht der Entwurf vor, dass der Arbeitgeber in Erwägung ziehen muss, Sensibilisierungsmaßnahmen in Bezug auf den Alkohol- oder Drogenkonsum zu organisieren. Mögliche Inhalte dieser, so der Wirtschaftsring, würden jedoch bereits bei den verpflichtenden Arbeitssicherheitskursen vermittelt. Zusätzliche Schulungen seien deshalb nicht notwendig.

    Ebenso sollte der Arbeitgeber laut Entwurf prüfen, ob er eine Kontrolle des Arbeitsmediziners für die Feststellung eines Alkohol- oder Drogenmissbrauchs bei einem Angestellten für notwendig erachtet. „Dies bedeutet jedoch im Umkehrschluss, dass der Arbeitgeber bei einer eventuellen Kontrolle durch das Arbeitsinspektorat nachweisen muss, warum er eine entsprechende Kontrolle durch den Arbeitsmediziner nicht für notwendig erachtet hat – im Umkehrschluss wiederum eine bürokratische Auflage mehr für den Arbeitgeber“, so Leo Tiefenthaler.

    Der Wirtschaftsring, der der Auffassung ist, dass auch die Arbeitnehmer für die Sicherheit am Arbeitsplatz verantwortlich sein müssen, hat bereits mehrmals bei den politischen Entscheidungsträgern interveniert und sich gegen die Zustimmung zum Abkommen in der vorliegenden Form geäußert.

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    Kommentare (20)

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    • meintag

      Die Bedenken kommen von einem Weinwirt. Alles klar oder?

      • franz

        meintag
        Was hat ein Weinwirt mit Drogen zu tun ?

          • franz

            Meine Frage war, Was hat ein Weinwirt mit Drogen zu tun ?
            Niemand bestreitet, dass Alkohol in Übermaß nicht auch eine Art Droge ist .Was aber nichts mit den sogenannten Drogen wie Cannabis -Marijuana crystal meth usw. zu hat.
            Abgesehen davon, dass ein Glas Wein oder ein Bierchen nicht abhängig macht und zum Essen gesund und daher Sinn macht, macht es wohl wenig Sinn zum Essen zu kiffen. oder sich Heroin zu spritzen.
            Übrigens beim Lenken eines Fahrzeuges unter Einfluss von Alkohol oder Drogen wie Cannabis
            ( THC ) crystal meth usw. gibt es im “Codice della Strada “ & legge “Omicidio stradale“ keinen Unterschied. (La legge sull’omicidio stradale è finalmente realtà. Pubblicata alle 20,30 del 24 marzo sulla Gazzetta Ufficiale, è entrata in vigore dopo la mezzanotte. Si tratta della legge n°41 del 23 marzo 2016, , ed è significativo che un provvedimento così importante ( “sotto l’effetto dell’alcool o in condizione di alterazione per l’uso di sostanze stupefacenti“. )

            • flizzer

              Aha, und EIN Joint nach dem Essen macht abhängig?
              Und wo steht bitte dass täglicher Alkoholkonsum gesund ist?

              Und ein Weinwirt handelt per Definition ja mit Suchtmitteln- denn Alkohol ist ja auch Droge/Suchtmittel…#

              Bissl scheisse so ohne Argumente, oder? Und coole Links gibt es auch keine…

            • franz

              Ein Joint macht abhängig unabhängig ob nach dem Essen oder vor dem Essen.
              Wo habe ich geschrieben dass täglicher Alkoholkonsum gesund ist. ( ein Glas Wein oder ein Bierchen zum Essen – Alkohol in Maßen ist gesund und macht Sinn. im Gegensatz zu Drogen wie Cannabis.) vorausgesetzt, dass jemand nicht ein Fahrzeug lenkt.
              Zum Thema coole Links: extra für Dich.
              http://www.vice.com/de/read/welche-ist-die-coolste–droge

            • flizzer

              Du verstehst ja nicht mal deine eigenen Sachen:

              „…dass ein Glas Wein oder ein Bierchen nicht abhängig macht und zum Essen gesund und daher Sinn macht, macht es wohl wenig Sinn zum Essen zu kiffen…“ – die meisten von uns Essen mind. 2x am Tag was warmes – somit würde das doch implizieren, dass man auch jedesmal ein Gläschen trinkt, oder nicht?

              Die Behauptunt dass ein Joint abhänging macht ist schlicht und ergreifend FREI ERFUNDEN! – Hetze, Lüge! Franzl-style halt!

              http://www.vice.com/de/read/drei-rassisten-werden-wegen-totaler-dummheit-beim-gewaltverbrechen-ueberfuehrt

              Vice kann ich auch! :*

            • franz

              Macht Kiffen geisteskrank?
              Cannabiskonsum kann Wahnvorstellungen und Halluzinationen hervorrufen. In der Hanfpflanze erblicken Forscher aber neuerdings auch das Potenzial, Psychosen vorzubeugen. Wie ist das zu verstehen?
              Im weichen Nebel des Joints lauert die Gefahr von Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Sie sind die Hauptsymptome von Psychosen, schweren psychischen Erkrankungen, unter denen die Schizophrenie die häufigste ist.
              frizzer ist anscheinend ein Opfer des Nebel des Joints geworden .
              http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/cannabis-und-psychosen-macht-der-joint-geisteskrank-1.1774940

            • flizzer

              Franz kann nicht den ganzen Artikel lesen:

              „Cannabis ist dabei höchstwahrscheinlich nicht der einzige Faktor, der zur Entstehung von Psychosen beiträgt. Gefährdet sind vor allem auch junge Menschen, die genetisch und durch ihre Lebensgeschichte anfällig sind. Wer eine sehr starke genetische Anfälligkeit für Psychosen hat, erkrankt früher, ergab eine umfangreiche Analyse aus dem Jahr 2011. Im Schnitt setzten die Symptome unter den Haschischrauchern 2,7 Jahre eher ein. Wer an einer Schizophrenie erkrankt ist und regelmäßig dem Joint frönt, erlebt häufigere Krankheitsschübe.“

              „In einer Übersichtsarbeit kam Roser 2012 zu dem Schluss, dass das isolierte Cannabidiol eine vergleichbare Wirksamkeit wie die gängigen Psychosemedikamente aufweist. Es scheint zudem weniger Nebenwirkungen zu haben. Allerdings ist noch nicht abzusehen, ob und wann dieser Inhaltsstoff auf den Markt kommt.“

              BITTE WENN SCHON DANN ALLES SAGEN LÜGENFRANZ!

      • jennylein

        Lieber meintag, Tiefenthaler hat nicht dss Alkoholverbot kritisiert, sondern die Absurdität des Gesetzes, das den Arbeitgeber die Verantwortung zur Kontrolle überträgt die er in der Praxis nicht durchführen kann. Capito?!

    • issy

      Ich denke, dass das ein schönes Beispiel von struktureller Gewalt ist.

      Eine Berufsgruppe, die unter Politikern stark vertreten ist, drückt den Unternehmern ein Gesetz auf, von dem genau diese Berufsgruppe am meisten profitiert.
      Denn so ein Gesetz führt ja unweigerlich zu vielen Gerichtsprozessen. Und das ergibt wieder eine gute Einkommensmöglichkeit für Anwälte.

      Das Problem ist, dass es in Italien viel zu viele Anwälte gibt.

      Wie es aussieht hat diese Berufsgruppe dermaßen an Macht gewonnen, dass sich nicht mal mehr Unternehmer dagegen wehren können…

    • andreas

      Das Problem Alkohol am Arbeitsplatz existiert, ob es sich so lösen lässt, bezweifle ich aber.
      Die Verantwortung lag auch jetzt schon beim Unternehmer, nur kenne ich keinen, der jemanden gemeldet hätte.

    • ahaa

      Find ich gut.Zuerst die Politiker,Redaktöre,Polizisten,Pfarrer,Kindergärtnerinnen,Ärzte…und natürlich auch die Lehrer. 🙂 Ok ein Pfarrer kommt sowieso in den Himmel. 😉
      Ich wette es würde die Arbeitslosenquote ziemlich steigen.

      Wer hat diesen Quatsch eigendlich unterschrieben?Die Martha?

    • franz

      Für einige Kategorien gibt es bereits regelmäßig solche Kontrollen, daher muss das nicht unbedingt jemand melden @andreas.
      Wie z. B für Busschaffeure Zugführer Taxischaffeure usw.
      Und anscheinend sind auch schon welche vom Dienst suspendiert worden.
      Il limite per l’alcol è di 0,3 g/l.
      Le sostanze stupefacenti e i relativi cut-off sono:
      Oppiacei: 40 ng/ml
      Morfina, codeina, diidrocodeina 40 ng/ml
      6-MAM 4 ng/ml
      Idrocodone e ossicodone 40 ng/ml
      Cocaina, benzoilecgonina 30 ng/ml
      Cannabinoidi (TCH) 25 ng/ml
      Straßenbahnfahrer war im Drogenrausch
      unterwegs: 71er-Linie wurde gestoppt
      Wien: Mann fuhr ohne zu halten durch eine Station Passagiere alarmierten schließlich die Wiener Linien
      Die Wiener Linien mussten am Dienstag einen ihrer Straßenbahnfahrer aus dem Verkehr ziehen. Der Chauffeur der Linie 71 stand unter Drogeneinfluss. Er wurde fristlos gefeuert.
      http://www.news.at/a/strassenbahnfahrer-drogenrausch-71er-linie-278197

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