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    „Im Interesse der Sache“

    „Im Interesse der Sache“

    Obmann Philipp Achammer reagiert auf die Parteikrise im Wipptal: Die Anliegen der Peripherie seien fester Bestandteil der Volkspartei.

    SVP-Obmann Philipp Achammer reagiert auf die Entscheidung des SVP-Bezirkes Wipptal, die Zusammenarbeit mit der Landespartei vorerst einzustellen: „Es wird nun an Partei und Landesregierung liegen, dem Bezirk Klarheit in Bezug auf die weitere Entwicklung des Krankenhauses zu geben. Die fortdauernde Unsicherheit muss ein Ende haben“, so Achammer.

    Die Enttäuschung des Bezirkes und der Wipptaler Ortsgruppen sei verständlich, so Achammer. „Die Landespartei ist in der Frage der Geburtenabteilungen selbst an ihre Grenzen gestoßen. Denn über die parteipolitische Grundausrichtung hinaus waren Aspekte für die mehrheitliche Entscheidung der Landesregierung ausschlaggebend, die nicht von der Partei bewertet werden konnten“, so der SVP-Obmann, dazu hätten etwa die Einhaltung der staatlichen Standards und die Aufrechterhaltung des Gesamtsystems gezählt.

    „Gerade weil dieser Rückschlag für das Wipptal aber vielfach als Abkehr von einer bisherigen politischen Linie ausgelegt wird, wird es nun mehr denn je an der Landesregierung liegen zu beweisen, dass die Anliegen der Peripherie nach wie vor ein fester Bestandteil der Politik der Südtiroler Volkspartei sind.“

    In den vergangenen Monaten sei es der SVP-Bezirk Wipptal gewesen, der innerhalb der Partei wesentliche Punkte zugunsten des Sterzinger Krankenhauses erreicht hätte, unter anderem die Sicherung der bettenführenden Abteilungen, die Besetzung des Primariates für Innere Medizin oder die Weiterentwicklung der Neuroreha. „Daher hoffe ich, dass die Parteiführung im Bezirk weiter dran bleiben wird, im Interesse der Sache“, so Achammer. Insbesondere Bezirksobmann Karl Polig habe am Verhandlungstisch Entschlossenheit gezeigt und immer wieder mit Nachdruck die Forderungen des Wipptales auf den Tisch gebracht.

    Den bereits zurückgetretenen Parteifunktionären will Achammer mit weiterführenden Gesprächen begegnen: „Indem wir unseren Wipptaler Ortsgruppen deutlich machen, dass ihr Bemühen nicht vergebens ist, im Gegenteil.“

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    Kommentare (61)

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    • andreas

      Achammer ist zu schwach.
      Er sollte der Peripherie klar machen, dass sie nicht benachteiligt wird, sie haben Strom, fließend Wasser und ein paar anderen Annehmlichkeiten, was wollen sie eigentlich noch mehr?
      🙂 🙂 🙂

      • bf

        @andreas
        Weißt Du was, spar es Dir einfach in Zukunft über dieses Thema irgendeinen Kommentar abzugeben. Deine Argumentation, dass die Peripherie mit Strom und fließend Wasser zufrieden sein soll, ist die pure Provokation.
        Anstatt sachlich zu bleiben, wirst Du immer wieder beleidigend!
        Da gibt es Leute die um etwas kämpfen und Du stellst sie immer wieder als Dorftrottel hin. Was hast Du eigentlich für ein Problem??

        • franzbach

          Ich denke, dass dem Andreas seine „Wasserpistole“ zu klein geraten ist 😉

        • andreas

          Du hast die paar Annehmlichkeiten vergessen…. 🙂

          Es war richtig die Geburtenabteilung zu schließen.
          Wenn sich jetzt die Wipptaler in die Operrolle begeben und so tun als würde es ihnen so schlecht gehen und sie immer benachteiligt werden, ist dies wohl maßlos überzogen.
          Wenn ich sachlich meine Meinung schreibe, werden doch alle gleich persönlich, deshalb provoziere ich gleich, dann weiß ich wenigstens warum mich Leute wie du, die wenig bis keine Argumente haben, beschimpfen.

          Und wenn du wegen so etwas beleidigt bist, liegt das Problem wohl nicht bei mir.

          • jonny_house

            Naja, der gute Andy, ganz in Zündler-Manier und frei nach dem Motto: wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

            Bin aber überzeugt, dass es genug Parteigetreue gibt, die derselben Meinung wie Du sind – traut Euch mal was und pflichtet diesem sinnvollen Kommentar bei…

            • roadrunner

              Ich stimme Andreas bei diesem Thema zu.
              Es ist aber schon bezeichnend, wenn man eine Meinung immer mit einer Partei in Verbindung bringt. Ich schreibe ja auch nicht, du folgst ganz der Linie der mov 5 stelle…

            • guyfawkes

              Ich stimme andreas auch zu. Leider stimmt es auch dass Sie und einige andere gegen Argumente völlig immun seiid.
              Bin ich deshalb jetzt ein „Parteigetreuer“? Von welcher Partei eigentlich? SVP Mitglied bin jedenfalls nicht, gewählt habe ich Sie auch nicht regelmässig.

            • jonny_house

              …siehste: da gibts ja doch ein paar, die derselben Meinung sind. Die Peripherie hat ja „Strom, fließend Wasser und ein paar anderen Annehmlichkeiten, was wollen sie eigentlich noch mehr?“

              Das ultimative Killer-Argument: Ja was wollen die Neandertaler in der Peripherie eigentlich noch alles?

            • andreas

              @jonny_house
              Eben, du sagst es, aber Einsicht ist der beste Weg zur Besserung. 🙂

              Ihr begebt euch in eine Opferrolle und argumentiert, gut, ihr schimpft wie Rohrspatzen, Argumente habt ihr fast keine, aus dieser heraus.
              Man kann euch doch nicht ernst nehmen, deshalb macht es ja so Spaß euch zu provozieren, ihr fühlt euch dann darin bestätigt, dass die ganze Welt nur böses von euch will und dass ihr überall zu kurz kommt.

            • jonny_house

              Naja, die Opferrolle würdest Du uns gerne zuschreiben und wenns Dich freut, spielen wir gerne mit – provozieren in dem Sinne, tut Deine Foren-Gonorreah eigentlich nicht wirklich. Geb Dir ja eh gern recht, wenn ich lese, wie es Dich freut..

              Während wir für Dich (und Konsorten) also gerne diese Opferrolle einnehmen – damit Du auch was zum bashen hast -, gehts bei Dir auch ganz ohne Rolle, Du Opfer!

      • meintag

        Der TZ LHMann Anfreas könnte dafür sorgen dass das Wipptal sich von Südtirol abspalten muss und zu Tirol zurück muss. Dabei wäre das Wipptal vereint und Südtirol und Andreas hätten wieder mehr Zeit Wasser zu verteilen.

    • jonny_house

      „…wird es nun mehr denn je an der Landesregierung liegen zu beweisen, dass die Anliegen der Peripherie nach wie vor ein fester Bestandteil der Politik der Südtiroler Volkspartei sind.“
      Hätte da schon eine Idee: teilt den Zurückgetretenen oder jenen, die kurz vor dem Rücktritt stehen, am Besten einen schönen Nebenverdienst zu (um nicht zu sagen: versorgt sie mit irgendeinem Posten) – damit kauft man sich zumindest ein paar Leutchen zurück! Und die paar Wähler im Bezirk werden es auch mit der Zeit vergessen haben…

      • leitnerandreas

        Damit haben sie ja schon begonnen: die Aussicht nach Änderung des Wahlgesetzes als erster Nichtgewählte doch noch für das Wipptal in den Landtag einzuziehen wird sicherlich einige zum Verräter werden lassen…

    • ahaa

      Es war falsch die Geburtenabteilung zu schließen,weil Kinder die Opfer werden können!Kinder gilt es maximal zu schützen!
      Da der Andreas keine Einblicke in die Geburtenabteilungen hat und seine Worte auf Begründung von Zahlen sprechen,kann man diese Meinungen nicht ernst nehmen!
      Solange Fußball,Eishokey,Fahrsicherheitszentrum,Flughafen,privater Staßenbau,Abholzungen………vom Steuergeld mitfinanziert weden muß auch Geld für die Kinder da sein.
      Es ist nicht italienweit ein Problem sondern europaweit.Die Amererikanisierung wird anscheinend von unseren Vollpfosten noch verteidigt .
      Stocker macht nur was sie vorgeschrieben bekommt.Selbständig denken fehl am Platz.Darum auch die Unschuldmiene von einer Gleichgültigkeit begleitet.!
      Wichtig ist das jemand der sich gegen die Riesen getraut die Stellung übernimmt!
      Also mach den Platz frei,Martha!

      • roadrunner

        Du sagst es, es geht um die Sicherheit der Kinder. Das ganze Thema ist hier viel zu komplex um es mit den von dir genannten anderen Themen zu vergleichen. Schon mal, dass die Zuständigkeiten, bez. die Vorgaben vom Staat und der EU kommen. Man kann nicht einfach alles in einem Topf werfen. Wenn ihr es mal schafft, dies zu differenzieren, dann könnte man auch mal sachlich diskutieren…

        • jonny_house

          Differenzier besser Du mal, dass es nie und nimmer um Rom geht, sondern um Entscheidungen in Bozen, die – obwohl eigentlich Brixen die Vorgaben nicht erreicht – Sterzing mit seiner vollen Härte treffen.

          • roadrunner

            Sterzing erreicht sie auch nicht. Wäre dir Brixen recht gewesen? Hättest du da nicht so laut protestiert? Wäre dann alles in Butter gewesen?

            • jonny_house

              Nein, nix ist in Butter!
              Weder Innichen, noch Schlanders, noch Brixen und schon gar nicht Sterzing müssen geschlossen werden.

              Niederträchtig ist aber, wer behauptet, dass es in Sterzing nicht funktioniert! Lächerlich ist, wenn die Schuld für die Schließung auf Rom gschoben wird! Und dumm ist, wer trotz aller Fakten nicht verstehen will – oder bist Du einfach nicht informiert genug?

            • roadrunner

              Hab ich geschrieben, dass es nicht funktioniert? Funktionieren tun alle Geburtenabteilungen. Doch gilt auch abzuschätzen, wo das höchste Risiko besteht, wie die Einugsgebiete sind, wie die Verteilung am besten funktioniert, wo die Anschlussverbindungen bzw. Nahverkehr am besten angebunden ist, und und und. Dies sind nur Dinge, die mir spontan einfallen. Hast du auch mal daran gedacht? Ehrlich gesagt kann ich das nicht beurteilen, glaube jedoch, dass sich die Landesregierung sicher darüber und anderen Fakten Gedanken gemacht hat.

              Zum wiederholten Mal. Ich schiebe nicht die Schuld auf Rom, sondern es gilt Richtlinien einzuhalten (europäische), welche das Land umsetzen muss.

              Da schreibst etwas von Fakten, welche Fakten meinst du?

            • jonny_house

              Beschäftig Dich mal ein Weilchen damit, nur zum Beispiel: http://www.tageszeitung.it/2016/07/19/im-interesse-der-sache/#comment-330031

              …dann reden wir eventuell weiter!

            • roadrunner

              Na schau zum Glück hat jemand etwas Sachliches geschrieben auf das du verweisen kannst.
              Ich streite die Studie nicht ab, muss aber anmerken, dass es auch andere Studien gibt, die nicht so urteilen.
              Eine Entscheidung zu fällen, die nur auf einer wissenschaftlichen Studie, die auf allgemeingültigen Paramentern und Hypothesen basiert, ist höchst fahrlässig. Man muss immer schauen, ob sie auch dem gegebenen Umfeld hinein passt.
              Ich habe selbst wissenschaftliche Studien geschrieben und weiß daher selbst, dass man diese nicht überall „eins zu eins“ übertragen kann.
              Demzufolge verweise ich gerne wieder auf die oben genannten Bedenken.
              Ich bin immer noch der Meinung, dass das Gegen großteils emotionale Gründe hat.
              Es geht ja schließlich nicht mehr um die Schließung einer Geburtenabteilung selbst, sondern um die Schließung der Geburtenabteilung in Sterzing. Dass die Landesregierung jetzt genau Sterzing ausgewählt hat, wird schon seine Gründe haben, oder glaubst du echt, sie haben die Schließung beschlossen, nur um den Wipptalern eins auszuwischen?

            • jonny_house

              blablabla…

              Aber echt, Deine wissenschaftlichen Studien begrenzen sich wahrscheinlich auf eine Masterarbeit, höchstens Diplomarbeit. Schick doch mal Dein Büchlein ausm Dr.-Müller-Verlag, wette es hat nicht mal für ein Z-Journal gereicht.

              Wahrscheinlich sitzt Du jetzt aber mit doppeltem Doktor in einem Provinz-Amt und hast nichts besseres zu tun, als bullzushitten…

            • roadrunner

              Diese Konter kenne ich zu genüge. Ich hoffe, dass deine „Wahrscheinlichkeiten“ über mich dein Ego stärken werden und du dadurch besser schlafen kannst.

      • … weil Kinder die Opfer werden können?
        glaubst du das wirklich? Hier geht es doch nur um Bequemlichkeit der Eltern.
        Und vielleicht noch um den Dickkopf in ihnen.

    • besserwisser

      Das Thema ist der SVP mit ihrem Obmann schon längst entglitten. Und in Wirklichkeit ist es den Herren und Damen vollkommen wurscht, es geht ja schon lange nicht mehr um die paar Ärzte die es vielleicht bräuchte.
      Das Wipptal hat wenig mehr als 2000 eingeschriebene Mitglieder, dementsprechend ist es den Verantwortlichen vollkommen wurscht was passiert weil sie denken dass der Wähler bis zu den nächsten Wahlen eh schon wieder alles vergessen hat.
      Dem Wipptal geht es jetzt genau so wie beim Flughäfchen dem politisch unbedeutenden Unterland und Überetsch.
      Und wen sollen sie auch schon wählen? Die nichtvorhandene Opposition? Das ist es was sie denken die Herren und Damen!

    • Zitat Achammer:
      „Daher hoffe ich, dass die Parteiführung im Bezirk weiter dran bleiben wird, im Interesse der Sache“, so Achammer.

      ehmm…entschuldigt meine unwissenheit, aber da ich nur klatschzeitungen lese,
      weiss ich zwar, wer der lover von miss südtirol ist und welches fussball trickot er trägt.

      aber kann mit bitte jemand verraten, wer svp obmann und folglich bestandteil der parteiführung der Spital Vernichtungs Partei ist?

    • andreas

      @ahaa
      Wenn du eine risikoreiche Operation ausführen lassen müsstest, würdest du in das Krankenhaus mit den Einzelzimmern mit schönen Bädern gehen oder dort wo die beste medizinische und personelle Ausrüstung gegeben ist?
      Geburten ist so das Risikoreichsten was ein Krankenhaus machen kann, bei Fehlern oder mangelnder Ausrüstung können die Folgen für das Baby und auch wirtschaftlich fatal sein. Dies ist jetzt nicht meine Meinung, sondern allgemein bekannt.

      Ob du meine Meinung ernst nimmst oder nicht ist mir eigentlich recht egal.
      Aber versuche mal die Frage zu beantworten und wenn du dies gemacht hast, hast du die Antwort für die Geburtenabteilungen….

    • ahaa

      Ich gehe dort hin wo ich am meisten Positives höre.Mundwerbung ist die beste Werbung.E in guter erfahrener Arzt ist mir lieber wie die neueste Technik die von Studenten betrieben wird.
      Sterzing ist nur positiv aufgefallen.
      Wieso glaubst du hatten sie so einen Andrang?
      Ich spreche auch aus meiner Erfahrung.
      Bruneck hat öffters Schwierigkeiten.Ob es der Personalmangel,Kompetenz,……ist will ich nicht beurteilen.
      Du würdest sicher bei Stiftung Warentest nachfagen. 🙂
      Ernst nehmen tue ich jede Meinung sollange ich nicht spüre das sie vorgelegt wurde.
      Ob ich sie immer so teile,nein.
      Ansätze sind oft gut aber Teils auch einseitig verwischt.

    • leitnerandreas

      Lieber Philipp das glaubst Du doch selbst längst nicht mehr!
      Oder sind seit Neuestem die „Anliegen der Pheripherie“ das Schließen vieler Ämter (Arbeitsämter, Steuerämter, Abteilungen in den Krankenhäusern usw.) und alles was geht auf Bozen zu konzentrieren?
      Freue mich schon auf den Landtagswahlkampf wen Du, Amhof und Konsorten Euch erinnert dass es das Wipptal gibt und wieder (!) allen versprecht, das Wipptal zu vertreten.
      Ihr fährt die Partei gerade an die Wand – Magnago würde sich im Grabe umdrehen!

      • andreas

        Wipptal sind 4% der Bevölkerung, was 20.000 Einwohner entspricht.
        Hochgerechnet auf das restliche Südtirol, brauchen wir 25 Geburtenstationen oder steht dies deiner Meinung nach den anderen nicht zu? .

        • jonny_house

          boah, toll gerechnet und noch tolleres Argument für die Streichung einer funktionierenden und über viele Jahrzehnte gewachsenen Geburtenstation!

          Wo Du aber leider Recht hast ist, dass es max. nur 20.000 Stimmen sind, die die SVP hier verlieren würde. So gesehen kann’s Leuten wie Dir, denen andere Bezirke schnurz sind und die das allgemeine Wohl ihrem eigenen unterordnen, nur recht sein… Aus Deiner Sicht also ein guter Grund, der SVP die Troie zu halten…

          • andreas

            Mit Messer und Gabel essen haben wir euch auch beigebracht, ich verstehen deshalb nicht, warum ihr immer noch so unzufrieden seit, etwas Genügsamkeit würde euch gut zu Gesicht stehen. 🙂
            Treue schreibt man so oder sollte das ein etwas einfältiges und primitives Wortspiel sein?

            • jonny_house

              Ja, lieber Andy, das klingt gut, irgendwie faschistoid! Erinnert mich an: „Hinc ceteros excoluimus lingua legibus artibus.“ Sind ja auch alles Barbaren in der Peripherie…

              Und ja, Du hast Recht: es war Absicht und ein ganz primitives Wortspiel, damit Du und Konsorten es auch verstehen kannst/könnt… 😉

    • andreas

      @ahaa
      Warum wird jede Geburt, bei welcher es absehbar zu Problemen kommen kann, von vornherein in Bozen durchgeführt?
      Und auch wenn BZ alle komplizierteren Fälle hat, warum ist die Fehlerquote von Sterzing und BZ trotzdem auf einem ähnlichen Wert?

      Es sind nicht alles nur Metzger in BZ und wenn jemand ein Problem damit hat sich von einem Walschen und einer Schwarzen als Assistentin behandeln zu lassen, liegt das Problem sicher nicht beim Walschen oder der Assistentin.

      • jonny_house

        jaaaa, Andy, jetzt hast Du Sie ausgepackt, die Nazi-Keule! Die fehlte noch, eindeutig…

        • roadrunner

          Schwaches Gegenargument. Beim lesen ist mir zuerst etwas anderes aufgefallen.
          Nehmen wir doch mal an, Andreas hat recht. Die „Fehlerquote“ der Geburtenabteilungen in Bozen und Sterzing sind gleich auf, doch alle schweren Fälle würden in Bozen ausgeführt werden, wie würde da die Fehlerquelle ausschauen?

          • andreas

            Das habe ich nicht erfunden, es ist so.
            Die Befürworter der Geburtenabteilung ignorieren dies nur konsequent, Einzelzimmer, großes Bad und 4 Leute die jeden Tag auf 1,5 Geburten warten und um sie rumtanzen sind ihnen wichtiger.

            • ahaa

              Und wenn es 5 Leute sind die rumsitzen!
              Zumindestens haben sie einen Job der auch Leistung bringen muss.Manchmal brauch es mehr und manchal weniger.
              Oder regst du dich auch auf wenn ein Kellner zuviel ist?
              Rege dich lieber über Jobs auf die eigendlich gar keine sind und nur wegen der Bürokratie endstanden sind!
              Die Fehlerquote hängt nur davon ab wieviel durchsickert!
              Wieviel Prozent machen eine Anzeige?
              Ich kenne einige „Fehler“, aber kenne keine Beanstandung!
              .

    • ft

      Streiten wie die Kinder. Ich will es haben, sonst schreie ich. Argumente, Daten, Experten kümmern mich doch nicht. Warum müssen wir eine Geburtsabteilung
      für hunderte Frauen aus anderen Regionen finanzieren ? Interessiert mich nicht, wir wollen sie haben. Das typische Verhalten der Beitragsverwöhnten, die es nicht verwinden können, dass man nicht mehr um 6 Uhr in der Früh alles erhält wenn man mit dem Parteikartl winkt. Nichts als schäbig auch die Tour Kleinkinder aufzuhetzen. Ich warte darauf dass die Malser nun auch eine
      Geburtenstation fordern. Warum denn bis nach Schlanders fahren.

    • sepp

      Herr lachhammer möcht amol wissen wieviele mitglieder die SVP noch hat dauert nimmer lang noa hat sie keine mehr

    • Wie kann man sich nur wegen so einem sch… aufregen.
      Vor 30 Jahren war es schon sinnvoll, weitere Strecken zu fahren war damals noch eher ein Abenteuer. Aber heutzutage mit den tollen Infrastrukturen und Fahrzeugen die uns zur Verfügung stehen ist es doch nur noch ein Katzensprung von Sterzing nach Brixen.
      Andere wohnen auch 30 Auto-Minuten oder sogar Weiter von jeglichem Krankenhaus entfernt. Dann können die Sterzinger schon auch mal 30 Minuten fahren. Es geht hier wohl eher um Bequemlichkeit auf Kosten der Steuerzahler – und ich glaube fast, jene die jetzt auf die Barrikaden steigen, zahlen womöglich nicht mal Steuern oder zumindest so wenig, daß es nicht mal der Rede wert ist. Wie ist es sonst möglich, daß sie Zeit zum Protestieren finden, wohl keine Arbeit – oder noch nicht genug…

    • Nun, Andreas, Roadrunner, ft usw…: Sachargumente, aber gerne! Vermisse auch die sachliche Diskussion. Ihr tut immer so, als ob Sterzing bzw. kleine Geburtenabteilungen für Mutter und Kind gefährlich wären. Ok, schauen wir mal, was die wissenschaftliche Fachliteratur dazu sagt.
      Hemminki et al. (2011). Should births be centralized in higher level hospitals? Experiences from regionalized health care in Finland. BJOG: An International Journal of Obstetrics & Gynecology, 118,
      Grytten, J. et al. (2014). Regionalization and local hospital closure in Norwegian maternity care – The effect on neonatal and infant mortality. Health Services Research, 49.
      Sally K Tracy, Elizabeth Sullivan, Hannah Dahlen, Deborah Black,Yueping Alex Wang Mark B Tracy (2005). Does size matter? A population – based study of birth in lower volume maternity hospitals for low risk women.General obstetrics.

      usw….

      Ergebnis: Unter Berücksichtigung des Komplikationsgrades (aufgepasst Andreas!!) gibt es keine erhöhte Risiken bei Geburt in kleineren Einrichtungen, sofern eine Überweisung von Frühgeburten und ähnlichen Risikofaktoren in einem abgestuften System stattfindet. Das ist in Südtirol gegeben. Übrigens: das von Interessenverbänden unabhängige NICE (National Institute for Health and Clinical Excellence) hat dieses Thema vor nicht allzu langer Zeit ausführlich analysiert und kommt zum gleichen Schluss! Sachlich genug?

      Weitere sachliche Fragestellungen?? Bin gerne für eine solche Diskussion zu haben! Ach ja, hätte fast vergessen: es gibt tatsächlich zwei größere Studien, die einen negativen Zusammenhang von Größe der Geburtenstation und Komplikationsrate aufzeigen (d.h. je größer, desto besser)… Vielleicht findet sie jemand. Danach können wir gerne auch über diese diskutieren oder über Andreas‘ Schlussfolgerung, dass die Komplikationsrate in Bozen trotz komplizierterer Fälle gleich hoch ist wie in Sterzing..oder Innichen (war) oder Schlanders! Freue mich darauf!

      • guyfawkes

        Man kann zu so ziemlich jeder These die man vertritt eine wissenschaftliche Studie finden die einem in den Kram passt. Anderslautende Studien werden einfach unterschlagen. Das ist zwar besser als irgendwelche Behauptungen aufzustellen (Dr.Ploner: „KH Sterzing ist 10x sicherer als andere“), objektiv ist es aber auch nicht.
        Beantworten Sie bitte eine ganz einfache Frage: bei welchem Chirurgen(team) würden Sie sich lieber unters Messer legen – bei jenem mit einer erheblichen Routine bei genau dem Eingriff um den es geht oder bei jenem dessen Daseinsberechtigung darin besteht, dass sich die Bevölkerung aus der unmittelbaren Umgebung sich „nichts wegnehmen lassen will“?

      • roadrunner

        Ich streite die Studie nicht ab, muss aber anmerken, dass es auch andere Studien gibt, die nicht so urteilen.
        Eine Entscheidung zu fällen, die nur auf einer wissenschaftlichen Studie, die auf allgemeingültigen Paramentern und Hypothesen basiert, ist höchst fahrlässig. Man muss immer schauen, ob sie auch dem gegebenen Umfeld hinein passt.
        Ich habe selbst wissenschaftliche Studien geschrieben und weiß daher selbst, dass man diese nicht überall „eins zu eins“ übertragen kann.
        Demzufolge verweise ich gerne wieder auf die oben genannten Bedenken.
        Ich bin immer noch der Meinung, dass das Gegen großteils emotionale Gründe hat.
        Es geht ja schließlich nicht mehr um die Schließung einer Geburtenabteilung selbst, sondern um die Schließung der Geburtenabteilung in Sterzing. Dass die Landesregierung jetzt genau Sterzing ausgewählt hat, wird schon seine Gründe haben, oder glaubst du echt, sie haben die Schließung beschlossen, nur um den Wipptalern eins auszuwischen?

      • andreas

        @versuch
        Die Fehlerquote der beiden KH ist ein statistischer Wert, welchen nicht ich erfunden habe und schon etwas über die Leistung der beiden KH aussagt.
        Wenn BZ bei einem höheren Schwierigkeitsgrad die Fehlerquote auf demselben Niveau wie Sterzing halten kann, spricht das doch sicher für die Qualität des Krankenhauses von BZ.

        Ich habe nicht behauptet, dass Sterzing unsicher ist, da wenn man unsicher nur auf Sterzing bezieht, es nichts aussagt, sondern dass es unter dem Niveau von Bozen liegt, da dieses personell und technisch besser ausgestattet ist.

        Ich habe keine Ahnung wie hoch der Prozentsatz von Problemen bei Geburten ist, welche vorher nicht absehbar waren. Doch wenn er auch nur bei 0,01% liegt garantiere ich dir, dass wenn Probleme auftreten diese eine Frau froh wäre, wenn sie zufällig in BZ und nicht in Sterzing liegt, trotz des Einzelzimmers und des schönen Bades.

        Erkläre du mir doch mal um was es den Wipptalern überhaupt geht.
        Geht es da wirklich nur um die Geburtenstation oder gäbe es diesen Tam Tam auch bei jeder anderen Infrastruktur, welche man ihnen wegnehmen würde?
        Ich habe mehr den Eindruck, dass sie den subjektiven Eindruck haben benachteiligt zu werden und meinen sich jetzt auf diese Art wehren zu müssen.

    • @gufawkes: erlauben Sie bitte eine Gegenfrage: würden Sie lieber einen weit reichenden Eingriff über sich ergehen lassen, der von einem Arzt täglich vorgenommen wird, aber dessen Auswirkungen nicht wissenschaftlich untersucht wurden oder einen, dessen Wirksamkeit wissenschaftlich untersucht wurde, aber vielleicht nur einmal wöchentlich von Chirurgen vorgenommen wird? Und nun zu Ihrer Frage: Der Erwerb von Routine obliegt einer Gesetzmäßigkeit: zunächst ist die Lernkurve steil, dann verflacht Sie recht schnell. Bei jenen komplizierten chirurgischen Eingriffen, die darauf hin untersucht wurden (z.B. Pankreas, Ösophagus, Transplantationen) verflacht sich die Kurve bereits nach sehr wenigen Eingriffen. Also was heißt Routine… und beziehen wir uns dabei auf den Chirurgen, die Abteilung…
      Uns zu Roadrunner: wir können und sollen gerne auch über Studien reden, die ein höheres Risiko bei den kleinen Abteilungen aufzeigen. Das haben vor uns allerdings schon unabhängige Leitlinien gemacht. Wir können das gerne wiederholen (müssten dann aber sagen, auf welche Studien Sie sich beziehen). Es wurden immer Sachargumente eingefordert. Nun, wenn nicht mal internationale Leitlinien dazu zählen, dann kann ich mich nur ergehen. Fachdiskussionen sind das dann keine mehr! Recht hat dann, wer lauter schreit. Auch gut…

      • andreas

        Bozen ist schon wegen der umfangreicheren Ausstattung besser aufgestellt, dafür braucht es doch keine Studie, das sind unbestreitbare Fakten.

        Was sagst du eigentlich zu der Aussage von Dr. Ploner, dass Sterzing 10x sicherer ist als andere Krankenhäuser?
        Ich verstehe zwar seine Verärgerung, doch wie kann sich ein Mann in dieser Position so lächerlich machen?
        Wobei ich hoffe, dass er das Interview nicht zum Gegenlesen bekommen hat, da wäre diese maßlose Übertreibung noch peinlicher.

    • @Andreas: Die ist genauso aus dem Bauch heraus wie die Aussage, dass eine Geburt ohne vorbestehende Risiken in Sterzi
      g gefährlicher ist als in Bozen. Alles Andere wäre Besserwisserei und jenseits aller Wissenschaft.

      • andreas

        Wenn du 1.000 x ohne Helm mit dem Motorrad fährst und ich 1.000 x mit Helm und keinem passiert dabei etwas, ist das Fahren ohne Helm laut deiner Logik gleich sicher.
        Du solltest vielleicht deine Logik mal überdenken….

    • Wenn groß angelegte Studien mit in Summe Millionen Radfahrern keinen Unterschied ergeben würden, so würde ich mich zumindest anfangen zu fragen, welche Interessen hinter einer Helmpflicht liegen…

    • andreas

      Du weichst aus, du kennst den Unterschied zwischen Fahrrad und Motorrad?
      Bist immer noch der Überzeugung, dass ihr Befürworter die besseren Argumente habt? Wenn ja, wäre es angebracht sie zu bringen. 🙂

    • Diese Logik gilt für Radfahrer, Motorradfahrer, wenn Du willst auch für Fußgänger, für Cauchsurfer, Böhmer, Sterzinger, Marsmenschen… Sie gilt für die Beurteilung der Wirksamkeit von Medikamenten, chirurgischen Eingriffen usw…. Können wir uns zumindest darauf einigen, dass es wissenschaftlich keineKlarheir bezüglich unterschiedlicher Outcomes gibt? Falls ok, kann ich zu fachlichen Argumenten GEGEN eine Schließung kommen. Dauert vermutlich noch bis morgen, weil ich bis spät jetzt noch arbeiten muss! Sorry.

    • andreas

      Aus eigener Erfahrung im vorigen Jahr kann ich dir sagen, dass ich froh war den Helm aufgehabt zu haben, als ich recht hart mit dem Kopf auf dem Asphalt aufschlug, auch eine Studie hätte den Aufprall nicht abgemildert.
      Er hat das gemacht, für was er konstruiert wurde, er hat genau in dem Moment, wo ich ihn unbedingt gebraucht habe, funktioniert, auch wenn ich ihn vorher 25.000 km nutzlos rumgetragen habe und er lästig ist.
      Höhere Sicherheit ist kostspielig und wird seltenst gebraucht, doch wenn die Notwendigkeit besteht, ist man froh, dass sie da ist, auch wenn es vorher auf Kosten des Komforts geht.

      • ahaa

        Und wenn der Unfall am Brenner gewesen wäre und du wärst am verbluten gewesen,wärs du nicht froh gewesen nur bis nach Sterzing zu müssen?
        Eine schwangere Frau zu schoffieren kann die Hölle sein! 😉
        Dein helm konnte die Geburtenabteilung sein!
        Du sagst ja selbst 1000mal nix passiert und dann.
        Die Geburtenabteilung ist doch wie ein Helm.Sicherheit!
        Wiedersprichst du dir nicht selbst?
        Merkst du es nicht?
        .
        Kennst du die Wartezeiten vom Brunecker Spital?
        Sicher auch nicht!
        Diejenigen die es nicht betrifft meinen öffters die Weisheit über andere gepachtet zu haben.

      • jonny_house

        Hast Du wirklich den Helm aufgehabt? Lass Dich besser nochmal durchchecken, könnte was hintengeblieben sein… 😉

    • Wie versprochen nun die Argumente gegen die Schließung:

      Ravelli, A.C.J., Jager, K. J., Erwich, J. J. H. M., Rijninks-van Driel, G. C., Tromp, M., Eskes, M., Abu-Hanna A. & Mol, B. W. J. (2010). Travel time from home to hospital and adverse perinatal outcomes in women at term in the Netherlands. BJOG.
      Beatrice Blondel, Nicolas Drewniak, Hugo Pilkington, Jennifer Zeitlin. Out-of-hospital births and the supply of maternity units in France.. Health & Place, 2011, 17 (5), pp.1170-3.
      Kildea S1, McGhie AC2, Gao Y3, Rumbold A4, Rolfe M5 Women Birth. Babies born before arrival to hospital and maternity unit closures in Queensland and Australia. 2015 Sep;28(3):236-45.

      Ergebnis der ersten beiden Studien an mehr als 2 Millionen Geburten: je größer die Entfernung von der Geburtenstation, umso größer die Komplikationsrate. Bei der ersten Studie an über 750.000 Krankenhausgeburten in Holland ist ein linearer Anstieg der Risiken ab 20 Minuten Fahrtzeit bemerkbar, die zweite fanzösische Studie zeigt bei über 1.340.000 Geburten einen messbaren Unterschied bei 45 km Distanz. Die letzte Studie zeigt für Australien einen Zusammenhang zwischen Schließung von kleineren Geburtenstationen und Zunahme der BBA (born before arrival, also Geburten auf dem Weg zur Geburtenstation) je nach Bundesstaat zwischen ca. 40% und über 200%. Alle drei hinterfragen die Entwicklung bezüglich Zentralisierung (Regionalisierung). Die Kanadische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hat sich 2002 klar dagegen ausgesprochen.
      Ja, auch diese Studien sind nicht frei von methodologischen Schwächen, aber sie stimmen nachdenklich und mahnen zur Vorsicht.
      Andreas‘ Helmargument zur Schließung der Geburtenabteilung könnte man vielleicht zum neuen Standard der Forschungsmethodik erheben. Nur: da gibt es unzählige statistische Vergleiche, die eben klar für einen Motorradhelm sprechen. Kann ich gerne bei Bedarf zitieren, um den Hausverstand nicht gänzlich zu ignorieren.Und wie wäre es mit einer Ganzkörperpolsterung, mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 km/h….??

      Zurück zu den Geburtenstationen: was macht eine Frau um den Geburtstermin im mitten im Winter im Ridnauntal (oder Pfitsch), wenn sie um 23 Uhr abends ein Ziehen verspürt? Geht die Geburt los, sind es Übungswehen, fährt sie möglicherweise umsonst nach Brixen und dann wieder zurück? Was macht sie in der Zwischenzeit mit dem kleinen Brüderchen/Schwesterchen (wecken und mitnehmen, nachts eine Tante organisieren, manchmal für Wochen)? Wieviele werden lieber abwarten (vielleicht auch einmal zu lange)? Wird sie nach einem „Fehlalarm“ auch ein zweites Mal diesen Aufwand auf sich nehmen? usw….
      Und bitte nicht antworten, dass man jederzeit von Sterzing nach Brixen 20 Minuten maximal braucht.Ja, es gibt auch die Grödner, die Ultner usw…. Wenn es dort eine Geburtenstation gäbe und die Einwohnerdichte vergleichbar ist, dann würde ich mich auch hüten, diese sorglos zuzusperren. Da wird es dann ein ökonomisches Argument. Auch darüber können wir diskutieren! Würde mir hier eine möglichst fachliche und sachliche Diskussion wünschen, nicht „Bauchgefühl“. Das ist bei jedem anders!
      .
      .

      • andreas

        Mir ging es gar nicht darum wie sinnvoll es ist einen Helm auf zu haben oder nicht, sondern um das Thema Sicherheit.
        Wenn eine Wahrscheinlichkeit besteht, dass etwas schief geht, und das ist bei Geburten gegeben, verstehe ich nicht, warum der Komfort der Sicherheit vorgezogen wird.
        Zum Thema Distanz, in Sterzing waren von ca. 500 Geburten nur 150 von Wipptalerinnen, der Rest kam von weiter weg.
        Diese haben also freiwillig eine längere Distanz in Kauf genommen um den Komfort von Sterzing in Anspruch zu nehmen auf Kosten der Sicherheit, welche z.B. in BZ größer wäre.
        Das verstehe wer will, ich jedenfalls nicht. Wenige und bestens ausgerüstete öffentliche Krankenhäuser sind meiner Meinung nach besser als viele, welche nur einige Abteilungen haben.

    • 1, die Risiken bei nicht absehbaren Komplikationen (z.B. Frühgeburt) sind dermaßen gering, dass Sie selbst beim Vergleich ganzer nationaler Geburtenregister mit Millionen Geburten nicht eindeutig interpretierbar sind (im Unterschied zu Motorradfahrern mit und ohne Helm).
      2. Es gibt ernsthafte Hinweise darauf, dass die Entfernung zur nächsten Geburtenstation das Risiko erhöht (wahrscheinlich mehr als der evtl. Sicherheitszugewinn durch Geburt in einer größeren, aber entfernteren Abteilung).
      3. Eine entscheidende Neugeborenenintensiv bei ernsthaften Komplikationen (Dein Helm) hat nur Bozen. DObie Geburt in einer anderen Abteilung bringt nur einen weiteren Weg, aber keinen Zugewinn an Sicherheit! Komplikationen müssten trotzdem nach Bozen transferiert werden. Wo ist der Zugewinn an Sicherheit?
      4. In Summe werden mehr Säuglinge sterben, die Statistik wird irgend wann die Politiker einholen.
      Die Zahl 150 wipptaler Geburten ist falsch. Selbst aber bei Zahl würde aber nichts an der Logik ändern. In der Regel kann man sehr weit für eine Geburt fahren. Manchmal aber…. leider! Und das ist dann auch sehr traurig.
      5. Verona ist noch besser ausgestattet (hat einen besseren Helm). Schließen Sie auch Bozen?

    • andreas

      1) Dermaßen gering ist relativ, kennst du Zahlen? Warum haben dann z.B. Hebammen in Deutschland so große Schwierigkeiten eine Versicherung zu finden? Eine Bekannte von mir aus München hat z.B. als Hebamme eine Klage von 1,5 Millionen bekommen, da das Kind nicht grad ein Einstein wurde, was aber an den Eltern liegt, ihr aber Vorwürfe gemacht wurden, dass bei der Geburt Fehler passiert sind.
      2) Daß eine größere Entfernung ein Risiko sein kann ist klar, warum nehmen Frauen dann aber freiwillig dieses Risiko in Kauf? Wenn es so hoch wäre, warum wird ihnen dann nicht unmißverständlich nahegelegt in der Nähe zu entbinden?
      3) Wie geschrieben, wenige und optimal ausgestattet.
      4) Deine Aussage, dass mehr Säuglinge sterben ist eine reine Vermutung. Wie hoch ist eigentlich die jetztige Sterberate in BZ und Sterzing?
      5) Verona ist nicht in Südtirol.

    • Ad 1.) „dermaßen gering“ heißt, dass es bei 100.000 Geburten keinen sichtbaren Unterschied gibt, vielleicht auch nicht bei 1 Million oder mehr. Wenn eine Hebamme in München keine Versicherung findeet, dann ist das nicht vergleichbar mit einer Geburtenstation mit Gynäkologen, Anästhesisten, Pädiater und Hebamme. Abgesehen davon, wird das bei der Entwicklung von Schadenersatzforderungen im Gesundheitswesen bald auch für alle anderen Leistungen der Fall sein (auch für Bozen!). Solche Klagen gibt es nicht nur bei Hebammen.
      2.) Fein, dass die Entfernung als Argument gesehen wird. Dass manche Frauen große Wege auf sich nehmen, steht damit gar nicht im Widerspruch. Das Risiko besteht nämlich bei sehr schnellen, zweit, dritt, viert-Geburten (pluriparae) zu einem nicht vorhergesehenen Zeitpunkt. Es gibt auch in Sterzing Frauen, die eine Geburt auf der dortigen Geburtenabteilung planen, letztlich aber in die nächstgelegene Geburtenabteilung müssen (die hoffentlich noch nicht zugesperrt wurde). Manche nehmen ein Hotelzimmer und warten, warten… Nicht alle sind aber in dieser glücklichen (finanziellen und/oder zeitlichen) Lage.
      Zu 3.) Die entscheidenden Unterschiede liegen in der Neugeborenenintensivstation.Eine optimale Ausstattung ist nur damit gewährleistet. Die wird es immer nur in Bozen geben. Durch die Schließung von Sterzing ändert sich an der Ausstattung der anderen Abteilungen überhaupt nichts, es fällt nur eine weg. Vom Personal her übrigens hat Sterzing mit Univ. Prof. Giuliani einen exzellenten Facharzt.
      Zu 3.) Das besagen die oben aufgelisteten groß angelegten Studien, nicht einfach nur mein Bauchgefühl. Nachdem das Geburten-Volumen einen kaum messbaren Einfluss hat, „eine große Entfernung (klar) ein Risiko sein kann“, wie Du selbst schreibst, ist das ein naheliegender logischer Schluss.
      Und ein Vergleich der Sterberate in BZ und Sterzing ist wegen der zu geringen Fallzahlen nicht machbar. Wieviele davon waren schon vor der Geburt tot? Wieviele davon wollten ihr totes Baby in Sterzing wegen der angenehmeren Atmosphäre in einer derartigen Stresssituation gebären (ganze 2 Fälle in 10 Jahren reichen, um die Statistik bei diesen kleinen Zahlen völlig durcheinander zu bringen). Ist das Alter der Gebärenden vergleichbar, sind die genetischen Risikofaktoren vergleichbar, wieviele wären tatsächlich vermeidbar gewesen, wieviele Komplikationen werden überhaupt gemeldet? Nach dieser Logik dürfte in Südtirol einzig und allein Innichen offen bleiben. Dort gab es meines Wissens über Jahre die weitaus wenigsten Todesfälle (wenn ich mich nicht irre nämlich gar keine). Und natürlich muss man für Bozen all jene von Außerhalb wegrechnen, die wegen tatsächlicher oder möglicher Komplikationen in Bozen gebären (und auch die Bozner zu erwartenden Komplikationen). In den von mir zitierten Studien wurden viele dieser Variablen beim Vergleich von groß und klein konstant gehalten, und das bei Fallzahlen, die Süddtirol vielleicht innerhalb 500 Jahren erreicht, damit evtl. Unterschiede überhaupt sichtbar werden.
      Zu 5.) Die Bedeutung von Menschenleben darf nicht an Provinzgrenzen enden.

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