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    „Stocker hat keinen Finger gerührt“

    „Stocker hat keinen Finger gerührt“

    Der SVP-Abgeordnete Albrecht Plangger gibt die Geburtenstation von Sterzing noch nicht auf und kündigt eine Gegenoffensive an: „Sonst wird Schlanders auch noch zugesperrt.“

    Tageszeitung: Herr Plangger, die Parteispitze fordert Sie auf, damit aufzuhören, in Rom gegen die Landesregierung zu arbeiten …

    Albrecht Plangger: Die Landesregierung hat sich dazu entschieden, bei der Schließung der Geburtenstationen alleine durchzumarschieren. Das lassen wir uns nicht gefallen. Ich bin der festen Überzeugung, dass hier noch längst nicht alle Mittel ausgeschöpft wurden.

    Das heißt?

    Ich bin gerade im Zug auf den Weg nach Florenz. Noch heute (am Donnerstag, A.d.R.) treffe ich mich mit dem Generaldirektor des Sanitätsbetriebs der Toskana, um die Situation zu besprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wir müssen uns mit den Regionen zusammenschließen, die dasselbe Problem wie wir haben: mit dem Trentino, der Lombardei, dem Veneto und mit der Toskana. Alle diese Regionen finden keine Doktoren.

    Und müssen deshalb einige Ihrer Geburtenstationen schließen?

    Dabei haben wir kein Sicherheitsproblem. Diese Regionen sind nicht mit Sizilien zu vergleichen, wo 90 Prozent der Kinder per Kaiserschnitt geboren werden. Es ist die Aufgabe der Politik, im Interesse der Bevölkerung zu arbeiten. Bei den Geburtenstationen wurde viel zu wenig getan. Nur der Landeshauptmann hat etwas getan – Martha Stocker aber hat keinen Finger gerührt. Die Unsicherheit wird weiter zunehmen. Wenn wir jetzt nichts unternehmen, dann wird mit demselben Argument auch Schlanders zugesperrt. Denn in drei, vier Monaten haben wir dort das gleiche Problem mit den Ärzten. 

    Die Richtlinien der Staat-Regionen-Konferenz sehen den 24-Stunden-Dienst von vier Fachärzten vor …

    In Sterzing und Schlanders wird dieser Dienst gewährleistet. Ich sehe das Problem, das jetzt ins Feld geführt wird, also gar nicht. Die Fachärzte stehen bei uns rund um die Uhr auf Abruf bereit. Es kann sein, dass sie sich zu bestimmten Stunden im Labor oder in einer anderen Abteilung aufhalten. Aber wenn sie gebraucht werden, sind sie sofort zur Stelle. Das müssen wir gegenüber Rom auch klar zum Ausdruck bringen – dafür haben wir die Autonomie. Wir können uns nicht mit der Region Sizilien vergleichen, wo es eine hohe Sterblichkeit gibt, weswegen diese Kriterien überhaupt erst eingeführt wurden. Bei uns hat es bei den Geburten nie gehapert. Wir setzen die Kriterien zu 120 Prozent um. In Sizilien fehlen die Ärzte auch – aber man behauptet einfach, dass man sie hat. Wenn wir die Geburtenstationen schließen, dann kostet uns das ein Schweinegeld. Nehmen Sie nur das Krankenhaus Cavalese als Beispiel: Die Menschen in den Talschaften sind zwei Stunden vom nächsten Krankenhaus entfernt. Wenn wir die Geburtenstation in Cavalese schließen, kostet uns das unterm Strich mehr, als wenn wir sie offenlassen.

    Interview: Matthias Kofler

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    Kommentare (59)

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    • andreas

      Herr Plangger, sie benehmen ich wie ein kleines störrisches Kind, welchem man im Sandkasten das Schäufelchen weggenommen hat.

      Die Sanitätsreform war schon seit langem überfällig und es war Zeit, dass Stocker sie angeht, sie persönlich anzugreifen zeigt eigentlich nur, dass sie wenig Argumente haben.

      Wenn sie sagen wir haben kein Sicherheitsproblem, haben sie eigentlich die Kinder berücksichtigt, welche beeinträchtigt in Sterzing auf die Welt gekommen sind? Fragen sie doch mal deren Eltern ob sie es auch so sehen.

      Die Quote der Vorfälle bei Geburten ist in Bozen und Sterzing ca. gleich hoch, doch wenn man berücksichtigt, dass bei kleinsten absehbaren Problemen die Geburten in BZ durchgeführt werden, ist die in Sterzing unverhältnismäßig hoch.

      Wenn der anscheinende Superstar aus Sterzing, Dr. Ploner in einem Interview in der gestrigen Dolomiten sagt, dass die Sicherheit in Sterzing 10x höher ist als in anderen Krankenhäusern, lässt sich seine Übertreibung auch nicht mit seiner Verärgerung erklären, er scheint anscheinend etwas an Selbstüberschätzung zu leiden, was in diesem Bereich nicht zielführend ist.
      Ein Mann in seiner Position sollte sich etwas mehr unter Kontrolle haben und nicht so einen Unsinn reden.

      Es gibt in der Sanität weit gravierendere Baustellen um welche sie sich kümmern könnten.
      Die Insellösungen im psychologischen Dienst, welche nicht ineinandergreifen, wären ein Beispiel dafür.
      Es würde ihnen sicher weniger Aufmerksamkeit bringen und auch mehr Mühe erfordern, in diesem Bereich geht es aber um existenziellere Dingen und nicht nur darum, ob eine Gebärdende lieber in einem Einzelzimmer mit 4 Leuten die den ganzen Tag um sie herumtanzen ist oder in einem Doppelzimmer, mit vielleicht einer Schwarzen und italienischen Ärzten die nur dann da sind, wenn sie benötigt werden.

      Nebenbei, es gibt genügend Frauen, welche nie nach Sterzing gehen würden, da ihnen die Sicherheit für das Kind wichtiger ist als das eigene Wohlbefinden.
      Aber der Zeitgeist will es anscheinend so, dass die eigenen Befindlichkeiten über die Sicherheit für das Kind gestellt werden, auch mit dem Wissen, dass bei einer Geburt viel schief gehen kann und Sterzing dafür ganz einfach nicht ausgerüstet ist.
      Keine Ahnung ob man das als Egoismus oder Naivität oder weiß ich was bezeichnen kann, auf jedem Fall ist es nicht zum Wohle des Kindes es nicht an einem Ort auf die Welt zu bringen, wo die bestmöglichen medizinischen Bedingungen vorhanden sind.

      • jennylein

        Bravo Andreas! Genau so ist es.

      • einereiner

        Und der SVP-Senfomat Andreas hätte auch mal wieder eine Chance gehabt die Pappn zu halten.

      • jonny_house

        „..er scheint anscheinend etwas an Selbstüberschätzung zu leiden, was in diesem Bereich nicht zielführend ist.“ — Zitat Ende —

        Als Seriengucker von Grey’s Anatomy hast Du natürlich Insider-Wissen, da schätzst Du Dich natürlich ganz richtig ein, gelle? ..da haben Deine Aussagen natürlich mehr Wahrheitsgehalt, als jene eines Primars..

      • bf

        @Andreas
        Wos zohlten Dir die SVP, dass Du solche Kommentare unter jedem Artikel wos is KH Sterzing betriffen druntersetzsch? Ha?
        Gonz nebenbei sogor no Unwohrheiten zu verbreiten….zu schreiben dass in Sterzing Kinder beeinträchtigt auf die Welt kemmen sein. Scham Di!

        • andreas

          Es ist in Krankenhäusern üblich, unabhängig jetzt von Südtirol, gröbere Vorfälle zu verschweigen um die Patienten nicht zu verunsichern.
          Das kann man jetzt ignorieren, ist aber so. Das habe aber nicht ich erfunden, es gibt einige Dokumentationen dazu. Wo Menschen arbeiten passieren halt Fehler, das lässt sich leider nicht vermeiden.

          Der Egoismus, sein eigenes Wohlbefinden über die Sicherheit des Kindes zu stellen, ist auch ein Umstand, den man nicht wegdiskutieren kann.
          Dem Kind ist es voraussichtlich egal ob da ein walscher unsympathischer Arzt und eine schwarze Hebamme oder ein sympathischer deutschsprachiger Arzt bei der Geburt anwesend sind.

          Ich denke es gibt Frauen die sich dort wohler fühlen, wo die bestmögliche ärztliche Versorgung für ihr Baby gewährleistet ist und nicht dort, wo ihnen die Umgebung, welche in Sterzing sicher angenehmer ist, besser gefällt.
          Wer von den Beiden handelt deiner Meinung nach verantwortungsvoller?

          • jonny_house

            „Ich denke es gibt Frauen…“ @andreas: …Du denkst eindeutig zu viel, überlass das doch lieber Anderen 😉

            • andreas

              Dann stelle doch mal werdenden Eltern die Frage ob ihnen ihr eigenes Wohlbefinden oder die Sicherheit für das Kind wichtiger ist, du wirst erstaunt über die Antworten sein, alle werden dir Letzters nennen.
              Wenn möglich nicht grad im momentan in Hysterie verfallenden Wipptal, da denen anscheinend die Objektivität etwas abhanden gekommen ist, gut, auch diese würden sich trotz aller Hysterie für die Sicherheit des Kindes entscheiden.

              Man kann ja eine andere Meinung zu einem Thema haben, nur sollte man dann wenigstens etwas argumentieren können, um nicht andauerd solche Kommentare wie du schreiben zu müssen.

            • jonny_house

              Achtung, diese Information wiederholt sich nun, aber speziell für Dich nochmals in groß (bitte lese es Dir selbst nochmal laut vor, dann merkst Du es Dir): STERZING ERFÜLLT ALLE QUALITÄTSKRITERIEN UND HAT GENUG PERSONAL! SEIT EINIGER ZEIT SCHON GIBT ES PERSONALNOTSTAND AUF DER GEBURTENSTATION IN BX!

              So ganz nebenbei: wir sind gerade werdende Eltern und wir wünschen uns keinen anderen Geburtsort als das Sterzinger KH – hier ist es nachweislich gleich sicher, als anderswo! Welche Interessen verfolgst Du also, Sterzing als unsicher zu verschreien? Auch wenn für uns Brixen näher wäre, dahin möchten wir nicht, ich fürchte um das Wohl meines Ungeborenen!

              Ich akzeptiere Deine Meinung, das ist nun Mal aber nur Deine Meinung und eben deshalb falsch. Mit Verlaub, so wie ich Deine Kommentare oft mit Genuss gelesen habe, bei diesem Thema solltest Du Dich mal ausklinken und den Mund nicht so voll nehmen – es sei denn, Du willst Dich weiter lächerlich machen und Hetze betreiben!

            • andreas

              Dann wünsche ich euch mal alles Gute, was ich jetzt wirklich so meine.

              Die technischen und personellen Voraussetzungen von BZ hat Sterzing nachweislich nicht, sich selbst zu belügen ändert daran aber auch nichts.

            • jonny_house

              Kann nicht anders, als Deinen Wunsch ehrlich aufzufassen: Vielen Dank!

              Dann würde das im Umkehrschluss heißen: alle Geburtsstationen südtirolweit schließen (bei Brixen angefangen) und jede Geburt findet in Bozen statt??? Nicht im Ernst…

              Btw.: Bozen hat die technischen und personellen Voraussetzungen der Krankenhäuser von München auch nicht…?! Na und?

              Lügen und Verunsicherung über das KH Sterzing zu verbreiten ist die wohl niederträchtigste Form eine Fehlntscheidung irgendwie zu rechtfertigen!

            • roadrunner

              Letztes Jahr gab es in Sterzing 360 Geburten. Das Quorum liegt bei 500. Die Statistik is online abrufbar.

            • jonny_house

              @roadrunner: schick mal den Link!

            • roadrunner

              http://www.provinz.bz.it/eb/gesundheitsbericht/schwangerschaft-geburt-rate.asp
              360 + 99 Ausländer und ca. 150 Geburten von ansässigen Wipptalern! Der Rest kommt von außerhalb.

            • jonny_house

              Also, roadrunner, was ergibt das nach Adam Riese in Summe?

            • roadrunner

              Sorry, falsch geschrieben. Davon, also nur 150 Geburten von den insgesamt 460 Geburten sind von den Wipptalern selbst.

              Man könnte jetzt viel rein interpretieren…

            • jonny_house

              Du kannst anscheinend doch rechnen… Fällt Dir ein Unterschied auf zwischen 360 u d 460?

        • @Andreas, bin ganz deiner Meinung. Klar ist es toll, ein Einzelzimmer zu haben, ein schönes Bad und eine Hebamme nur für sich alleine, aber meiner Meinung nach sind diese Sachen 1. sekundär (eine sichere Geburt ist wichtiger als eine sogen. „schöne“ Geburt) und 2. nicht realistisch zu finanzieren (schon gar nicht flächendeckend in ganz Südtirol).

          • jonny_house

            @silviah:
            ad1) das ist sehr richtig! Was aber, wenn – und Sterzing hat das vorgemacht – sowohl „sicher“ als auch „schön“ möglich ist?
            ad2) nur zur Erinnerung: rote Zahlen schreiben andere Krankenhäuser, nicht die Geburtenstation in Sterzing!

            Was wolltest Du sonst noch loswerden?

            • Stimmt, sicher und schön müssen sich nicht ausschließen, nur habe ich manchmal den Eindruck, dass der Faktor Sicherheit des Kindes bei der Diskussion hier etwas in Vergessenheit gerät. Und zu Punkt zwei: Ich denke, man muss keine Bilanzen sehen, um sich ausrechnen zu können, dass es sich wohl nicht ausgeht, jeder werdenden Südtiroler Mami ein Einzelzimmer (mit Doppelbett) zur Verfügung zu stellen. Das ist m. M. m. ein Luxus, der aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss.

            • jonny_house

              Da behaupte ich doch glatt: man muss Bilanzen sehen, um behaupten zu können, dass sich das nicht ausgeht! Hattest Du Einsicht in die Bilanzen?

              Ist gar kein Luxus, nur eben das Resultat einer Station, die nicht überrannt ist, wie jene in Brixen oder in Bozen.. Patienten oder Mütter in Bozen liegen sogar am Gang, wenn die Zimmer überfüllt sind! Wäre Dir das lieber?

            • andreas

              Ich würde mal sagen, dass wenn Komplikationen bei der Geburt auftreten, was statistisch belegbar ist, dass dies bei Geburten nicht mal so selten passiert, jede Frau dafür dankbar ist, wenn sie an dem Ort liegt, wo die besten technischen und personellen Voraussetzungen vorhanden sind, auch wenn sie dabei im Keller liegen muss.

            • Dass es so wenige Geburten gibt, ist gerade der Luxus, von dem ich spreche. Wie gesagt, ich denke nicht, dass es finanziell möglich ist, jeder Südtirolerin diesen Luxus zur Verfügung zu stellen, auch wenn das natürlich toll wäre, aber die Prioritäten sind andere.

              Und bitte hört doch mit der Verbreitung von diesen Schauermärchen über das schlimme, schlimme KH Bz auf.

            • jonny_house

              yepp… da hast Du wohl Recht, lieber Andy!
              Eine Geburt ist aber nun mal kein Wunschkonzert (so gesehen kann immer und überall etwas schiefgehen) und solange die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden, sehe ich keinen Grund freiwillig in den Keller zu gehen!

            • jonny_house

              @silviah: das Bozner KH ist nicht böse-böse, es ist sogar sehr gut! Leider habe ich aber schon selbst derlei Erfahrungen gemacht, insofern weiß ich, wovon ich schreibe… wie sieht es da bei Dir aus?

              Was sind Deiner Meinung nach die Prioritäten? Sparen um jeden Preis? Sterzing abwürgen um Brixen zu retten?

              Was für Dich Luxus ist, war bei den Kleinspitälern bis vor kurzem finanzierbarer Standard – ist nicht die Schuld der Sterzinger Geburtenabteilung, wenn Deine Definition von „Luxus“ von einer geringeren Geburtenzahl als jener in Bozen ausgeht.

            • Wie’s der Zufall will, habe ich vor kurzem selber in Bozen entbunden und ich muss sagen, mir wären keine Betten auf dem Gang (oder gar im Keller ) aufgefallen. Auch sonst hätte ich nichts auszusetzen.

              Absolute Priorität hat die Gesundheit von Mutter und Kind. Alles andere ist Nebensache und ja, ich bleibe dabei, Luxus.

            • jonny_house

              Das ist erfreulich, gratuliere von Herzen!
              Und wies der Zufall will sind wir glückliche Eltern eines im LuxusKH geborenen Kindes.. Wird Dein Neid nun noch größer?

            • Mein lieber jonny_house, mit Neid hat das herzlich wenig zu tun. Mir wäre es ja freigestanden, nach Sterzing zu gehen, aber ich habe mich bewusst für Bozen entschieden. Und wie gesagt, die fetten Jahre sind vorbei und der demographische Wandel ist auch nicht gerade hilfreich beim Eindämmen der Kosten für die Sanität. Irgendwo muss der Rotstift angesetzt werden.

            • jonny_house

              Würde an Deiner Stelle auch in Bozen entbinden, bist ja von da unten irgendwo..
              Leider sind ähnliche Klemmseckl wie Du hier am Werk, die Null unternehmerisches Gespür oder strategische Weitsicht haben, und einfach mal sinnlos streichen…

      • finele

        Ich finde einige Ihrer Argumente dermaßen überspitzt und an den Haaren herbeigezogen! Sie tun gerade, als ob jede Mutter, die sich nicht für Meran, Bozen, Brixen oder Bruneck entscheidet, gewissermaßen das Todesurteil über ihr Kind spricht.
        Und was spricht dagegen, dass eine werdende Mutter sich die Geburtsstation aussucht, weil sie sch dort wohlfühlt? Das ist ihr gutes Recht – oder ist das so unwichtig, ob es der Mutter gutgeht?
        Sie hatten wohl noch keine Frau an Ihrer Seite, die Ihr Kind auf die Welt gebracht hat?

    • meinemeinung

      die Strategie der PD geht voll auf , alle Krankenhäuser die hauptsächlich von Italienern geführt werden bleiben so wie sie sind und bekommen noch mehr dazu ,als brauch keiner um seinen Arbeitsplatz zu bangen oder irgend wo zur Arbeit fahren .
      das Schlimmere dabei ist das unter der Deutschen Bevölkerung eine Missstimmung und ein Hass geschürt wird der für die SVP tödlich ist ,es gehen Stimmen verloren und Entscheidungen werden Monate bis Jahre dauern ,bis etwas weiter geht.
      Eine Ehrliche Haltung von LH und Stocker wäre schon seit 2014 angebracht gewesen und auch jetzt noch bringen Sie keine klare Haltung zu den restliche Krankenhäuser .
      Die Leitner schon sagte ,das Sparpotenial liegt bei den großen Krankenhäuser das ist meinemeinung

    • ahaa

      Ich selbst kann nur darüber berichten was Frauen erzählen über Sterzing,Wassergeburt usw.
      Haben nur positives gehört.Freundliches Personal,super Behandlung…..
      Im Gegensatz zu Bruneck!
      Kenne viele Fälle wo die Frauen einen Gulo mitgemacht haben und das 2.mal Sterzing fuhren!Vom hintersten Ahrntal!
      Nur in meiner Verwantschaft gab es 3 mal Probleme weil sie zulange warten mussten.Das ist keine Unterstellung sondern Fakt.Die Kinder zahlen den Preis,für diese Sparmaßnahmen!
      Ich kann nicht verstehen das bei solchen lebenswichtigen Einrichtungen Profit herauskommen muss und beim Transportwesen Milliarden und Abermilliaren investiert werden.

    • Lieber Andreas, es freut mich jedesmal deine geballte Kompetenz mitzuverfolgen. Es gibt selten Personen mit einem solchen Wissen wie Deinem, welche in ALLEN Bereichen Fachwissen aufweisen und dieses auch gewillt sind mit uns allen Südtirolern zu teilen. Ich fühle mich geehrt einen solchen Mitbürger in Südtirol zu haben! Ich würde dich auch bitten, aufgrund des akuten Personalmangels zu uns nach Sterzing zu kommen. Ein paar kleine Korrekturen an diesen deinen letzten Kommentar erlaube ich mir dennoch anzumerken. Ich hoffe dein allwissender Geist verzeiht mir meine impertinenz:
      – Das gesamte Krankenhaus Sterzing (inklusive Geburtenstation) kostet dem Steuerzahler 2% des gesamten Sanitätshaushaltes
      – Im Wipptal leben und arbeiten 4% der gesamten Südtiroler Bevölkerung, das heißt wir Wipptaler zahlen uns unser Krankenhaus selber und haben das GUTE RECHT unser GUT FUNKTIONIERENDES System zu behalten!
      – Alle Sicherheitsstandards werden eingehalten. Es sind rund um die Uhr ALLE Dienste gedeckt. In Brixen nicht! Wieso schließen wir also nicht Brixen? Die Eisacktaler haben es gleich weit wie wir bzw. Sie können sich sogar aussuchen nach Bozen zu fahren.
      – Die 500 Geburten werden bei weitem übertroffen (wenn es nicht über 600 werden)! Zu Deiner Information letztes Jahr waren es 470 Geburten, und diese Standards waren aber noch nicht in Kraft.
      – In Südtirol kann sich jede werdende Mutter Ihr Krankenhaus aussuchen. Das heißt die werdende Mutter entscheidet wo sie denkt die bestmögliche medizinischen Bedingungen zu erhalten. Nicht DU, nicht unser LANDESVATER und nicht unser #EXITSTOCKER!
      – Die Landesregierung will eine gut geführte zwar kleine aber international anerkannte Geburtenstation schließen. Welcher Unternehmer schließt einen gut funktionierenden Zweig. Ich kenne nur 2 Typen: Betriebsauflösungen weil der Chef in Pension geht (bei #exitmartha wird es nicht lange dauern), oder KAMIKAZE!
      – Du hast Recht, die Reform soll schon lange angegriffen werden. Normalerweise wird eine Bestandsanlage erstellt und dann sollte ein guter Manager dort den roten Stift ansetzten, wo am meisten zu hohlen ist. Glaube mir, das ist sicherlich nicht die Geburtenabteilung von Sterzing!

      Also Bitte du sprichst von Argumenten – SAG MIR BITTE EIN ARGUMENT WIESO DIE GEBURTENSTATION DES KRANKENHAUSES STERZING geschlossen werden soll- ich sehe kein keines, DU?

      Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag, und hoffe dass ich deine Allwissenhaftigkeit nicht beleidigt habe.

      • andreas

        Lieber fetino33,
        bei keiner meiner Aussagen ist Fachkompetenz notwendig, es sind bekannte Daten oder Fakten.
        1) die Kosten waren bei mir nie ein Thema
        2) die 4% hochgerechnet auf Südtirol wären 25 Geburtenstationen
        3) ein Mindeststandard ist, wie es das Wort schon sagt, ein Mindeststandard, also nicht das Optimale
        4) meines Wissens waren es 2015 ca. 150 Geburten von Wipptalerinnen
        5) natürlich steht es jeder werdenden Mutter frei zu entscheiden wo ihr Kind geboren wird, ich habe auch nie etwas anderes behauptet, dass das größere Bad dem technisch und personell besser ausgestatteten Krankenhaus vorgezogen wird, ist nüchtern betrachtet zwar etwas befremdlich, muss man aber akzeptieren.

        Wenn jemand eine etwas schwierigere Operation vor sich hat, bei welcher es einen statistischen Wert gibt, wie oft unvorhersehbare Komplikationen auftreten, würde ich sagen, dass die Meisten die technisch und personell besser besetzte Klinik, der mit den Einzelzimmern und eigenen Bädern, vorzieht.
        Warum es bei Geburten anders ist, ist mir nicht recht verständlich, wahrscheinlich eine Frage der eigenen Prioritäten.

        Es ist aber auffallend, dass jeder meint, wenn er mich angreift, dies Fakten verändert.

        Warum Sterzing schließen? Nennen wir es mal Risikominimierung, um mehr Ressourcen für die Optimierung der verbleibenden Abteilungen zur Verfügung zu haben. Für den den es trifft, ist es natürlich nicht optimal, für die, welche davon profitieren, ist es andersrum.

    • george

      Es geht hier anscheinend nicht um Sterzing. Sterzing opfert man nur um andere Krankenhäuser zu retten, wobei Sterzing wesentlich besser aufgestellt ist, als die anderen, die man retten will. Wenn es z. B. in Brixen fehlt, schiebt man Sterzing vor, um dort das Personal (Ärzte u. a.) für Brixen abzuziehen. Uns wird vonsieten Martha Stocker, LH Kompatscher, Achammer u. co. nicht die Wahrheit gesagt. ‚andreas‘ soll hier nicht so weit sein Mundwerk aufreißen und in Sterzing einmal selber vor Ort erscheinen und mit den Leuten reden. Gestern hätte er z. B. die Gelegenheit gehabt, anstatt lauter oberflächliche Behauptungen bestimmter SVP-Größen und deren Klientel zu schüren.
      Es ist beschämend wie man mit der Peripherie, welche Jahrzehnte lang auch mit Unterstützung vom deutschen und österreichischen Ausland optimal entwickelt hat und jetzt, wo das Geld selber im Lande da wäre, lässt man sie fallen und zwingt sie zum Zentralismus (d. h. Abwanderung und verlassen der hintersten Ortschaften und Täler) und zum Aufgeben jener naturgegeben Welten, die sonst immer so als ein aktives und lebendiges Beispiel Südtirols vorgezeigt und vorgepriesen werden, im Gegensatz zu anderen bergigen Regionen der Alpen.
      All die künstlichen Organigramme und künstlich am Schreibtisch gemachten Planinhalte können sich diese parteipolitischen Richtungsgeber in den zentralen Ämtern in Bozen und darüber hinaus sparen, wenn sie damit jegliche Menschlichkeit in der medizinischen und gesundheitlichen Betreuung und somit die Förderung motivierten Wirkens und Zusammenwirkens für die Gesundheit und starken Lebenswillen zerstören und untergraben.

    • criticus

      Fehler der heutigen Politiker ist der Kampfeswille. Unsere Politiker gehorchen bereits, wenn sie eine Nachricht von Rom oder Brüssel hören und das ist falsch. Man muss das was man gut aufgebaut hat in erster Linie verteidigen und dazu gehört Verhandlungsgeschick und auch eine Portion Sturheit. Leider haben unsere Landespolitiker nur die Sturheit wenn es gegen das eigene Volk geht. Frau Stocker kann einen Leid tun, aber sie hätte sich vorher in Rom einsetzen sollen, dann wäre diese Entscheidung jetzt sicherlich verständlicher. Aber dem Volk ein Beschluss durch ihren Vasallen mitteilen lassen und dann evtl. noch mit Rom verhandeln war wohl der falsche Entschluss.

    • andreas

      @george
      Ich habe so gut wie möglich jede meiner Aussagen erklärt.
      Sonderlich viele Gegenargumente scheinst du aber nicht zu haben, da du es bei einem pauschalen „alles ist falsch“ belässt.
      Dein emotionales Geschwafel nützt nur keinem Kind etwas, welches die beste medizinische Versorgung brauchen würde, diese aber in Stertzing nicht vorhanden ist.

      • jonny_house

        @andreas: …sorry, aber weil wir gerade beim Thema Geburt und Kinder sind: vermute, dass Du zu dieser Kategorie von Kinder gehört hast -> https://www.youtube.com/watch?v=_CN8mvBTi_I

      • george

        @andreas
        Behauptungen und nicht viel anderes, nur um recht zu behalten? Das bringt uns nicht weiter. Was ich gesagt habe, sind Fakten und nicht emotionales Geschwafel. Welches andere KH in Südtirol hat „beste medizinische Versorgung“. Sind Sie den Sterzingern etwa neidisch, weil sie so tüchtig sind? Diese Frage können Sie nun als emotional bezeicnen, wobei ich gar kein Wipptaler bin, als dass ich im eigenen Interesse mich miteinbringen müsste. Ach ‚andreas‘, lassen Sie es doch sein, etwas als Geschwafel zu bezeichnen, das Sie vielleicht erst gar nicht verstanden haben, weil es ihn zu mühsam war, auch einmal in die Tiefe der dargelegten Gedanken zu gehen. Ich habe längst schon gemerkt, dass Sie Menschlich-Philosophisches nicht mögen und ein purer Materialist sind.

        • andreas

          Und du machst weiter mit dem pauschalen Geschwafel.

          Warum wird eigentlich jede Geburt bei der es vorhersehbar auch nur zu kleinsten Problemen kommen kann in BZ durchgeführt?
          Warum liegt die Quote der Vorfälle trotzdem gleich hoch, auch wenn in BZ jeder Problemfall landet?

          Lässt sich dieses subjektive Gefühl, dass die Peripherie ausgeblutet werden soll, eigentlich mit Zahlen belegen oder ist es halt nur so ein Gefühl und die Peripherie meint sie muss sich dagegen wehren?

          Wenns geht bitte klare Antworten, dein sozialromantisches Geschwafel kenne ich ja schon.

          • george

            Es ist das Geschwafel von ‚andreas‘, so zu antworten, dass er sich selbst widerspricht. Wozu Zahlen, wenn ein Beschluss der Landesregierung vorhanden ist, das die Geburtenabteilung geschlossen wird? Oder ist für ‚andreas‘ ein solcher Beschluss auch nur „Geschwafel“. Schließen ist radikaler als „ausbluten“. Wer hat hier von „ausbluten“ gesprochen? Das Wort ‚ausbluten‘ haben doch Sie ‚andreas‘ verwendet, Sie Schwafler oder Schwefler, oder wie Sie das immer nennen mögen. Sie iwssen wohl selbst nicht mehr, wann etwas als Geschwafle bezeichent werden kann.
            Wenn in der Peripherie Strukturen geschlossen werden oder fehlen, beginnt auch die Abwanderung, das ist doch Tatsache und kein Geschwafle. Aber was kümmert das einen reinen Materialisten, der nur sich selbst in den Mittelpunkt stellt.

            • roadrunner

              Im Grunde sollte die Geburtenstation für 150 Wipptalerinnen erhalten bleiben. Es ist klar, dass wenn Frauen von anderen Gegenden anfahren, von vllt. BX, BK, deren Abteilungen entlastet werden. Doch stellt sich schon die Frage der Sinnhaftigkeit eine solche Struktur am Leben zu erhalten, für so ein geringes Klientel? Eine Veränderung ist nicht immer schlecht, es kann auch eine Chance sein, Dinge in Zukunft besser zu machen.

    • tiroler

      Die nächsten Parlamentswahlen kommen bald. Und Plangger will ja wiedergewählt werden. Da macht es ihm auch nichts aus, plötzlich einer anderer Meinung zu sein wie im Parteigremium. Heckenschütze aus purem Opportunismus nennt man so etwas.

    • saustall_kritiker

      Plangger hat ja wohl Recht. Aber warum er dann gestern im Landtag wie ein Schaf mit der Mehrheit gegen die Geburtenstation gestimmt hat, ist wohl nicht nachzuvollziehen. Ebenso diese „Arbeit-Nehmerin“ Magdalena Amhof“, die noch vor ein paar Tagen sagte, wie sehr sie sich für die Geburtenstation in Sterzing einsetzen würde. Ich habe dieser Mercedes fahrenden Pseudo-Sozialdemokratin auch nicht geglaubt, als sie sagte, sie würde an soviel Sitzungen teilnehmen, „eine Sitzung jage die andere“. Es kommt aber eben bei den Sitzungen auf die Qualität, nicht Quantität an. Diese Leute sind für mich alle nicht mehr glaubwürdig, wenn sie zwar groß reden, aber dann bei der ersten Gelegenheit – im Landtag – wie die Schafe mit der Mehrheit laufen und umfallen. In solchen Dingen braucht es Aufrichtigkeit und Anstand, diese zwei Dinge sind weit höher zu bewerten als irgendwelche von irgendwem, der nix versteht, erlassene so genannte Fraktionsdisziplin…. Ich pfeife auf solche Disziplinen…. und werde niemals einen Politiker mit so wenig Rückgrat wählen…..

    • Das Problem an der ganzen Santitätsreform ist dass es noch keine gibt. Es gibt zwar einzelne Programme für verschiedene Bereiche jedoch keinen Gesamtplan wie wir ihn vielleicht aus der Privatwirtschaft kennen. Klar ist es in der Privatwirtschaft einfacher aber auch die Politik muss ihr Denken und Handeln in diese Richtung ändern. Auch muss der Bürger über das Gesamte informiert werden und wenn nötig auch mit klären Statements und Entscheidungen begründet werden und sich nicht hinter Gutachten usw. zu verstecken. In Sterzing wird die Geburtenabteilung geschlossen. Das eigentliche „Warum?“ wollte/konnte man dem Bürger nicht mitteilen deshalb ist die Protestwelle verständlich. LH Kompatscher möchte jetzt nach seiner Niederlage beim Referendum (und es war eine herbe Niederlage) Macht demostrieren und verknüpfte die Abstimmung mit der „Vertrauensfrage“ (hat er wohl von seinem Freund Renzi gelernt) obwohl er damit noch mehr seine Führungsschwäche bestätigt. Persönlich enttäuscht bin ich von den SVP-Arbeitnehmervertreter die meiner Meinung nach gar nicht mehr wissen wer ihre Wähler sind/waren. Leider ist die SVP keine Sammelpartei mehr (vielleicht kurz vor den Wahlen), sobald dann jeder seinen Posten hat sind es alle Mitläufer ohne eigenen Kurs und Meinung. Meine Besorgnis ist wo unser Land so hinsteuert. Es gibt wirklich viele Baustellen (nicht nur Sanität) die bearbeitet werden sollten. Und was macht die SVP. Es wird eine interne SVP Arbeitsgruppe eingesetzt um das Wahlgesetz zu ändern. Das ist für mich ein Beweiss dass jetzt bereits die Landtagswahlen 2018 der wichtigste Punkt in deren Agenda ist. Hoffe dass die Konstellation SVP/PD dann nicht mehr die absolute Mehrheit erreicht, vielleicht ist dann ein Neustart möglich!

    • sepp

      Mrs rigth die SVP ist dabei ein wahlgesetz zu schmiden was ihnen passt die wollen nur ihre macht erhalten man kann nur hoffen das das der wähler das bis zu den wahlen nett vergisst

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