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    Schulers Jahrbuch

    Landesrat Arnold Schuler hat den „Agrar- & Forstbericht 2015″ vorgestellt. Die wichtigsten Daten und Fakten im Überblick.

    „Der Agrar- und Forstbericht“, unterstrich der für Landwirtschaft wie Forstwirtschaft zuständige Landesrat Arnold Schuler, „ist nicht nur ein Schaufenster auf Südtirols Land- und Forstwirtschaft und ein Rechenschaftsbericht, sondern auch ein Hilfsmittel für Politik und Verwaltung, um Herausforderungen und Probleme in diesen Bereichen zu erkennen“.

    Im Rückblick berichtete Landesrat Schuler über das Ländliche Entwicklungsprogramm und das Maßnahmenpaket zum nachhaltigen Pflanzenschutz, den Aktionsplan Berglandwirtschaft und die Holz-Charta, die Reorganisation der Laimburg und das Großraubwildmanagement sowie das Spannungsfeld Landwirtschaft und Gesellschaft. Für die Zukunft stehen die soziale Landwirtschaft ebenso auf dem Programm wie die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Waldbilanz und Klimawandel, Lebensmittelentwicklung und Lebensmittelforschung sowie Almerschließungen und Schutz der Biodiversität.

    „Ein sehr europäisches Jahr“, nannte Martin Pazeller, Direktor der Abteilung Landwirtschaft, das vergangene. Galt es doch, das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum 2007-2013 abzuschließen und das neue für den Zeitraum 2014-2020 einzuführen. Fast 100 Prozent – genau 99,7 – der Ziele konnten erreicht werden; die Summe der von EU, Staat und Land kofinanzierten Beiträge betrug 330 Millionen Euro, die Top Up-Mittel (nur Landesmittel) 109 Millionen Euro (weitere Details in der PowerPoint-Präsentation im Anhang). Im Hinblick auf die Pflanzenschutzmittel hob Abteilungsdirektor Pazeller die kontinuierliche Kontrolle der Geräte hervor, die alle fünf Jahre erfolgt, sowie auf die rund 10.000 Befähigungsnachweise, über die verfügen muss, wer Pflanzenschutzmittel ausbringt, und die mit ständiger Aus- und Weiterbildung verknüpft sind.

    Paul Profanter, Direktor der Abteilung Forstwirtschaft, ging auf die drei Schwerpunkte Waldbewirtschaftung, Waldgesundheit und Anspruch der Bevölkerung und der Touristen ein. Probleme, erklärte er, ergeben sich aus der Kleinstrukturiertheit, die eine gemeinsame Holznutzung erschwert. Der Waldzustand, wies er hin, sei sehr gut, über 90 Prozent des Waldes in Südtirol, der über die Hälfte der Fläche bedeckt, weisen keine Schäden auf. Seit 40 Jahren erfolgt ein Monitoring. Was den Lebensraum Wald betrifft, unterstrich er, nehmen die Probleme zu. Auch durch eine Zunahme der Freizeit- und Sportaktivitäten im Wald, die von immer mehr Menschen zu jeder Jahreszeit ausgeübt werden. Damit steigen auch die Interessenskonflikte an, mit den Waldeigentümern und -bewirtschaftern wie auch mit den Jägern.

    Michael Oberhuber, Direktor des Versuchszentrums Laimburg, wies auf die vier Forschungsschwerpunkte Höhenlage-Berg, Sorten und Agrobiodiversität, Qualität und Pflanzengesundheit hin. Im Berichtsjahr wurden am Versuchszentrum Laimburg 321 Projekte und Tätigkeiten durchgeführt, 294 laufen seit mehreren Jahren, und zwar in den Kompetenzfeldern Obstbau, Weinbau und Kellerwirtschaft, Pflanzenschutz, Berglandwirtschaft und Sonderkulturen.

    Martin Unterer, Schulleiter der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch, berichtete in Vertretung des geschäftsführenden Abteilungsdirektors Paul Mair über den maturaführenden Lehrgang, der im Vorjahr zum ersten Mal an den Fachschulen Laimburg, Fürstenburg und Kortsch abgeschlossen wurde: 33 Maturantinnen und Maturanten sind erstmals zur staatlichen Reifeprüfung angetreten und haben alle bestanden; auch heuer sind 33 Maturantinnen und Maturanten dabei, die Abschlussprüfung abzulegen. Die Abteilung Land-, forst- und hauswirtschaftliche Berufsbildung gehört mittlerweile zum Ressort für Deutsche Bildung und Kultur.

    Der Agrar- & Forstbericht 2015 mit 184 Seiten ist in gedruckter Form im Landhaus 6 in der Brennerstraße 6 und im Landhaus 1 am Slivius-Magnago-Platz 1 in Bozen erhältlich und steht auch zum Download bereit, als vierter Punkt unter „Zahlen zu Land- und Forstwirtschaft“ im unteren Drittel der Homepage:

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    Kommentare (3)

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    • richard

      Wo immer das Wort „Jagd“ fällt, ist Gewalt, Terror und Mord an den Tieren im Spiel.

      • meintag

        Zu erwähnen dass der alte Jäger den Jungen ohne Befähigung mitnimmt und diesen schiessen lässt weil er selbst zu schlechtes Augenlicht hat. Wäre gut wenn auf Gesetzesbasis nachgebessert würde denn auch hier geht es um Leben.

    • meintag

      Nicht zuvergessen das selbe gilt auch in der Obstwirtschaft. Der Alte füllt den Sprüher und der Führerscheinneuling(oder auch Ohne) sprüht ohne dass der befähigte Landwirt kontrolliert.

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