Du befindest dich hier: Home » Kultur » Im Morast von Idomeni

    Im Morast von Idomeni

    Bildschirmfoto 2016-03-31 um 09.20.56Die Situation in den Flüchtlingscamps an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien wird von Tag zu Tag dramatischer.

    Die Situation in den Flüchtlingscamps an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien wird von Tag zu Tag dramatischer. Mindestens 12.000 Menschen harren dort in notdürftigen Unterkünften im Morast und Schlamm aus, ohne zu wissen, wie es weiter geht. 4.000 von ihnen sind Kinder. Die Südtiroler Caritas hat 50.000 Euro bereitgestellt, um die Flüchtlinge mit dringend notwendiger Babynahrung, Windeln, Hygieneartikeln und Gummistiefeln zu versorgen.

    Während die griechische Regierung die Räumung des Flüchtlingscamps in Idomeni plant, spitzt sich dort die Situation für die 12.000 Flüchtlinge mehr und mehr zu. Innerhalb April sollen sie in andere Auffanglager im Land gebracht werden, doch in der Zwischenzeit wird die Lage an der Grenze immer dramatischer. Die notdürftigen Zelte bieten kaum Schutz vor dem ständigen Regen.

    Überall ist es kalt und feucht, die Luft ist schwer vom Rauch und vom Gestank der Abfälle und Abwässer. Hunderte Menschen, darunter viele Kinder, leiden an Bronchitis, Durchfall und Entzündungen der Atemwege. Falls es wärmer werden sollte, steigt die Gefahr, dass sich Infektionskrankheiten wie Typhus und Cholera ausbreiten.

    Katastrophenhelfer und Freiwillige des internationalen Caritas-Netzwerkes sind in allen Flüchtlingscamps an der Balkanroute im Einsatz, um die Menschen mit überlebenswichtigen Gütern zu versorgen. Die Südtiroler Caritas hat 50.000 Euro für die Nothilfe in Idomeni bereitgestellt. Damit werden vor allem Babynahrung, Windeln, Hygieneartikel und Gummistiefel verteilt, die derzeit dringend gebraucht werden.

    Clip to Evernote

    Kommentare (8)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • franz

      Die Zustände an der Grenze zu Mazedonien in Idomeni sind sicher schlimm, besonders beeindruckend natürlich Bilder mit Kindern.
      Bilder mit aggressiven jungen Männer die auf Polizisten einschlagen bzw. versuchen den Zaun niederzureißen, werden ehr selten gezeigt.
      So schlimm es ist, aber man muss den Flüchtlingen in Idomeni klar machen und zwar unmissverständlich, dass die Balkanroute dicht ist. Es darf nicht soweit kommen, dass die Unruhestifter ihren Willen durchsetzen.
      Im Landesinnern von Griechenland stehen ja Auffanglager zur Verfügung die Platz für Flüchtlinge bieten.
      Es fahren täglich Busse die Flüchtlinge dort hin bringen würden, lieber bleiben viele an der Grenze und warten auf ein Wunder . Wohl auch ausgelöst durch Fehlinformationen.
      Die Lösung könnte die Kanadische sein.
      Unter der Überschrift „Sponsor a refugee“ können Privatpersonen die Flucht eines Menschen nach Kanada bezahlen und ihn ein Jahr lang sponsern. Zwar privat bezahlt, aber organisiert über Regierungsstrukturen. Staatlich organisierte Flüchtlingshilfe also. Insgesamt sind bisher beinahe 10.000 Syrer nach Kanada gekommen. Bis zu 50.000 sollen es im Jahr 2016 werden.
      http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2705938/Kanada-nimmt-syrische-Fluechtlinge-auf#/beitrag/video/2705948/ZDF-heute-Sendung-vom-30-M%C3%A4rz-2016
      Bei uns könnten das Linke -Grüne – Caritas und andere Gutmenschen Organisationen mit deren Willkommenskultur sein die sich als Sponsor a refugee“ einbringen könnten.

    • yannis

      >>>>Bei uns könnten das Linke -Grüne – Caritas und andere Gutmenschen Organisationen<<<<

      KÖNNTEN sie, aber dabei müssten sie in die eigene Brieftasche greifen und da hört auch bei denen die Freundschaft auf.
      Vielmehr fordern sie latent die Hilfe aus der Brieftasche der Allgemeinheit, manche nennen es auch Steuerzahler.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen