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    Wenig Innovation

    In Südtirol erreichen die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung gemessen am Bruttoinlandsprodukt 0,56 Prozent, gesamtstaatlich wurde ein Prozentsatz von 1,25 erreicht.

    Produkt-, Dienstleistungs- oder Prozessinnovationen, aber vermehrt auch organisatorische Innovationen werden als unverzichtbare Voraussetzungen für den Fortschritt gehandelt. „Innovation bedeutet für einen Betrieb, sich ständig zu erneuern. Auch für Südtirols Unternehmen ist dies eine zentrale Herausforderung und vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung besteht noch Nachholbedarf“, so Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen.

    Laut Landesinstitut für Statistik ASTAT erreichen die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung gemessen am Bruttoinlandsprodukt für Südtirol 0,56 Prozent, gesamtstaatlich wurde ein Prozentsatz von 1,25 erreicht.

    Damit liegt Südtirol sowie Italien weit hinter den von der EU bis 2020 geplanten drei Prozent des Bruttoinlandproduktes und unter dem gesamteuropäischen Durchschnitt von 2,03 Prozent. Nur rund die Hälfte der befragten Südtiroler Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten sind innovationsaktive Unternehmen.

    Es sei Aufgabe der Politik, die Weichen für eine erfolgreiche unternehmerische Zukunft zu stellen: „Es muss vermehrt in Forschung und Entwicklung investiert werden, und die Zusammenarbeit zwischen Firmen, Forschungsinstituten und Einrichtungen, die für den technologischen Wissenstransfer zuständig sind, muss gestärkt werden“, unterstreicht Ebner.

    Nur 42 Prozent der innovierenden Unternehmen hätten bisher Innovationsförderungen in Anspruch genommen. So sei es auch ein zentrales Anliegen der Handelskammer Bozen, die Unternehmen eingehend über die Möglichkeit von Hilfestellungen und Fördermitteln zum Thema Innovation zu informieren.

    Der Bereich Innovation und Unternehmensentwicklung der Handelskammer biete hierzu verschiedene Dienstleistungen.

    „Jedes Unternehmen braucht langfristig Innovation, will es am Markt bestehen und dem Wettbewerb standhalten“, unterstreicht Irmgard Lantschner, Leiterin des Bereichs Innovation und Unternehmensentwicklung.

    Der Bereich der Handelskammer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Südtiroler Unternehmen in ihrer Innovationsbereitschaft und Innovationsfähigkeit zu stärken und sie zu ermutigen, die stetige Weiterentwicklung ihrer Betriebe voranzutreiben.

    Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bereichs bieten den Unternehmen eine umfangreiche Innovationsberatung, Hilfe bei Recherchen sowie bei Fragen zu gewerblichen Schutzrechten wie Patenten und Marken. Die Unternehmen können des Weiteren Informationen zu finanziellen Innovationsförderungen einholen.

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