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    Die Brennerkundgebung

    Die Brennerkundgebung

    200 Menschen haben am Brenner an der Kundgebung der Süd-Tiroler Freiheit teilgenommen. Im Zentrum stand die Forderung nach einem Doppelpass für die Südtiroler.

    In einer Aussendung lässt die Bewegung den Tag so Revue passieren:

    Über zweihundert Menschen aus allen Teilen Tirols nutzten am heut Sonntag die Gelegenheit, direkt an der Brennergrenze ein Zeichen für die doppelte Staatsbürgerschaft und die Selbstbestimmung zu setzen. Höhepunkt der Veranstaltung, die von der Süd-Tiroler Freiheit und dem Andreas-Hofer-Bund Tirol organisiert wurde, war das symbolträchtige Zusammentreffen zweier großer Transparente mit der Aufschrift „doppelte Staatsbürgerschaft“ direkt am Grenzstein. Die Bewegung will den ganzen Monat Oktober intensiv nutzen, um über die doppelte Staatsbürgerschaft aufzuklären und die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.

    In seiner Begrüßung konnte Hauptausschussmitglied Cristian Kollmann nicht „nur“ zahlreiche Landsleute aus allen Teilen Tirols begrüßen, sondern auch eine Abordnung der lombardischen Unabhängigkeitsbewegung „Pro Lombardia Indipendenza“, welche wie die Süd-Tiroler Freiheit der „Europäischen Freien Allianz“ (EFA) angehört und den langen Weg auf den Brenner nicht scheute.

    Für die Junge Süd-Tiroler Freiheit ergriff Christoph Mitterhofer, Mitglied der Landesjugendleitung und Gemeinderat in Meran, das Wort. In seiner Rede fand er deutliche Worte: „Die Völker Europas rufen nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung. Gemeinsam schreien wir nach Freiheit und ein Europa der Regionen. Die Zeiten, wo man sich als Patriot verstecken musste, sind vorbei. Wir sind die Sperrspitze einer neuen Generation und irgendwann wird auch in Süd-Tirol die Zeit für die Selbstbestimmung reif sein!“

    Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, erinnerte in seiner Rede daran, dass Süd-Tirol vor genau 95 Jahren von Italien annektiert und den Süd-Tirolern damit durch Zwang die österreichische Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Mittlerweile gäbe es kaum einen EU-Staat mehr, in welchem nicht in der einen oder anderen Form eine zweite Staatsbürgerschaft möglich sei: „Dadurch ist es auch nie zu einer Spaltung der Gesellschaft gekommen, wie oft behauptet wird. Die einzige Spaltung die es heute gibt, ist die Spaltung die durch die Unrechtsgrenze hervorgerufen wird. Heute gibt es Tiroler mit österreichischer Staatsbürgerschaft und Tiroler ohne diese!“ Die Rezentralisierung Italiens sei eine gefährliche Entwicklung und die doppelte Staatsbürgerschaft nicht „nur“ ein Herzensanliegen, sondern die beste Absicherung der Autonomie, so Knoll. Der Landtagsabgeordnete fordert die Landesregierung zum Handeln auf: „Es gibt in Bozen genug Politiker, die in Sonntagsreden die ‚Europaregion Tirol‘ hochleben, aber am Montag keine Taten folgen lassen. Es braucht endlich konkrete Schritte!“

    „Die doppelte Staatsbürgerschaft ist nichts das trennt, sondern etwas das verbindet. Es soll zusammenkommen was zusammengehört!“ Diese Botschaft ging von der abschließenden Aktion aus: Getragen von Menschen aus allen Tiroler Landesteilen und unter den Klängen der Dorfmusikanten von St. Jodok, „vereinten“ sich jeweils aus Süden und Norden kommend zwei riesige Transparente mit der Aufschrift „doppelte“ und „Staatsbürgerschaft“ direkt am Grenzstein.

    Die Süd-Tiroler Freiheit wird in den nächsten Wochen unermüdlich weitere Schritte zum Thema doppelte Staatsbürgerschaft setzen. Bereits am Freitag findet eine in dieser Form nie dagewesene wissenschaftliche Tagung zur doppelten Staatsbürgerschaft statt. Auch die Landesversammlung der Süd-Tiroler Freiheit am 24. Oktober auf Schloss Maretsch, wird die doppelte Staatsbürgerschaft, zusammen mit der Unabhängigkeitswahl in Katalonien, in den Mittelpunkt stellen.

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