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    Aus dem Schneider

    Aus dem Schneider

    Der Schuldspruch gegen Christian Egartner und Peter Paul Mader in der Causa Teissl-Hof wird vom vom Oberlandesgericht aufgehoben. Wegen eines Formfehlers.

    (tom) Zwei Jahre und sechs Monate Haft wegen Übervorteilung einer wehrlosen Person beim Kauf des Teissl-Hofes in Pflersch im Jahr 2008. So lautete im Jänner dieses Jahres das Urteil von Einzelrichterin Maria Christina Erlicher gegen die beiden Wipptaler Unternehmer Christian Egartner (früher SVP-Landtagsabgeordneter und Bezirksobmann) und Peter Paul Mader.

    Ein Schuldspruch, der am Donnerstagvormittag vom Oberlandesgericht Bozen aufgehoben wurde. Wegen eines Formfehlers. Die Verteidigung hatte darauf hingewiesen, dass die Ausweitung der Anklage im erstinstanzlichen Prozess den beiden Angeklagten nicht brieflich mitgeteilt worden war. Das Oberlandesgericht entschied in der Folge, dass das gesamte Verfahren nichtig ist. Die Rechte der Angeklagten seien verletzt worden.

    Die Akten gehen nun zurück an die Staatsanwaltschaft beim Landesgericht, das Verfahren müsste neu aufgerollt werden.

    Das Problem: Die vermeintliche Straftat verjährt in wenigen Wochen.

    Kurz gesagt: Egartner und Mader sind strafrechtlich aus dem Schneider.

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    Kommentare (22)

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    • Hubert

      und wer ist nun für diese Fehler verantwortlich? natürlich niemand, oder?

      • Walter Mair

        Gerechtigkeit: Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen! Come volevasi dimostrare….
        „Pfui Teifel“

      • der eine

        doch, sowohl die staatsanwaltschaft als auch die erstinstanzliche richterin. entweder beide glauben unantastabar zu sein und sich an keine gesetze halten zu müssen, oder sie haben extrem!!!! schlampig geanrbeitet. falls letzteres zutrifft, spricht es bände darüber, wie sta und richter mit den ihnen zugewiesenen verfahren und wie sie mit den angeklagten umgehen: schusselig. wenn dem so ist, muss man sich vor dieser sta und diesen richtern fürchten.

    • Honecker

      das war eh alles so geplant und ausgemacht

    • Einereiner

      Scheiss Staat, der solche Gesetze macht.

    • Politikverdrossener

      Wieder amol an Orsch ghobt!

    • Nappi

      wie sagt man in Italien : il mondo è fatto per i furbi !

    • Zero

      Do sog i lai mear : BRAVO !

    • Andi

      Schweinerei ……. mir isch schlecht …. scheiss Bananenstaat

    • hans

      ober unsere SVP Vertreter bringen jetzt neue Gesetzesvorschläge ein , dass solche Sachen nicht mehr vorkommen

    • Stephan Mair

      Welch ein Zufall schon wieder ein Formfehler und immer trifft es die „Fetten“.

      Da wird der Egartner mit dem Rainer wohl einen heben gehen in der Bar im Flughafen, während seine Firma Wipptalerbau den ABD ausbaut, äh Instand hält.

      Langsam wird das aber etwas paradox.
      Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau bei SVP-Granden immer ein Formfehler eine Verurteilung verhindert = 100% ?

      Einmal mehr zeigt sich was wirklich wichtig ist in diesem Land.
      Das richitge Parteibüchlein und die richtigen Kontakte, dann kann man tun und lassen was man will.
      Für diese Damen und Herren sind Bauleitpläne nur Schnick-Schnack, Europ. Ausschreibungen etwas lästiges das man getrost ignorieren kann.

    • tottele

      Darf nicht zu viel sagen , aber es ist wirklich zum kotzen . Die geschädigten Personen sind machtlos und die die hinter Gitter gehören laufen herum und möchten ihre Unschuld lang und breit legen und die Zeit läuft . Traurige italienische Gesetze !

      • Walter Mair

        @tottele
        Es mögen italienische Gesetze sein, so viel Sie wollen!!° Wenn es geht zu, seinem Vorteil Etwas heraus zu holen , dann ist der ach so böse Staat wieder einmal gut genug! Solche Menschen gehören hinter Gittern, auch wenn ihnen die Jurisprudenz Recht gibt. Berlusconi hat es ihnen ja vor gemacht! Alles verjährt! Die Mühlen des Rechts mahlen absichtlich langsam.So kommen auch die größten Gauner frei! Wer nu rein bisschen „Grips“ im Kopf hat, dem ist diese Aktion so durchsichtig, dass auch ein „normal Sterblicher“ nur mehr den Kopf schüttelt.Dem italienischen Staat die Schuld zu geben ist zu billig und banal noch dazu! Gerade diejenigen, die sich GEGEN diesen Staat am meisten in Szene setzen, sind die welche daraus profitieren..

      • Inge

        Warum diese kurzen Verjährungsfristen?
        Wegen eines Formfehlers kann der Prozess dennoch wieder aufgerollt werden. Ein Formfehler macht aus einen Schuldigen noch lange nicht einen Unschuldigen.

    • Linda

      tat der Foll an „normalen“ Bürger betreffen, noar sitzat derjenige schun long in Kastl. Mir fahln die Worte. Olm die fettn wearn bevorteilt und wearn nebenbei olm nou awie fetter…

    • BatMan

      Der Politiker und der Bauer. I KENN MI NIMMER AUS! Wer nimmt jetzt wem aus? Wahrscheinlich der Bauer den Politiker, denn Bauern zahlen in Südtirol ja keine Steuern. Also muß es umgekehrt sein? ODER? Oder im Interesse der „Allgemeinheit“ wird der Hof (Existenzgrunglage) enteignet.

    • bergbauer

      einem Normalbürger würde man wohl den hals umdrehn aber die großkopfaten……
      ganz nach dem Motto

      TÖTE EINEN MENSCHEN UND DU BIST EIN MÖRDER
      TÖTE EINE ARMEE UND DU BIST EIN HELD

    • xy

      Kann dem volle Beipflichten.
      Ein Staatsanwalt mūsste eigentlich schon wissen, was er machen muss, um nicht in einen Formfehler zu tappen, ausser es ist so ausgemacht.

    • Franz I

      Ganz einfach, wenn der Angeklagte am Prozesstag nicht erscheint, das heißt er hat kein Interesse, verurteilen und Basta!
      Diese Verjährungstermine sind eine Idiotie, die seinesgleichen sucht!

    • Franz I

      … ach ja, er könnte sich als nächster Landeshauptmann versuchen, wenn er früh genug in der Brennerstrasse – der Parteizentrale – vorspricht.
      In einigen Wochen ist er ein unbescholtener Bürger, welch Schande für die it. Justiz!

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