Du befindest dich hier: Home » Sport » Die Tabellenführung

    Die Tabellenführung

    Die Tabellenführung

    Der FC Südtirol setzt sich nach einem 2:1-Sieg gegen Mantova einstweilen an die Tabellenspitze der Lega Pro.

    Trotz einer fast schon erdrückenden Überlegenheit gelingt es den Weißroten erst zum Ende der 2. Halbzeit, gegen Mantua den entscheidenden Treffer zu erzielen. Die Gegner gehen zuerst sogar völlig überraschend in Führung, bevor es Tulli gelingt, der Ausgleichstreffer zum 1:1 zu erzielen. In der 87. Minute dann kann Gliozzi den Sack zu machen und den Siegestreffer zum 2:1 erzielen.

    In der Meisterschaft setzt sich der FC Südtirol alleine an die Tabellenspitze, nachdem es keiner weiteren Mannschaft gelungen ist, davon zu ziehen.

    Das Spiel im Drususstadion wird unter der Flutlichtanlage angepfiffen und entwickelt sich rasch zu Gunsten des FC Südtirol. Bereits in der vierten Minute setzt Fink mit dem Ball an seinen Füßen zum Sturmlauf an und knallt das Leder dann aber rechts am Pfosten vorbei.
    Das Spiel verläuft in den ersten zwanzig Minuten fast ausschließlich in eine Richtung. Der FCS greift an, stürmt, schafft es aber nicht, das Verteidigungsbollwerk von Mantua zu durchbrechen.

    In der 22. Minute setzt Tait eine Flanke in den Strafraum zu Tulli, der mit einer Scherenbewegung der Beine den Ball an die Querlattte knallt.

    In der 29. Minute spielt Bertoni zielsicher in den Lauf von Fink, der in der Mitte eine breite Lücke findet, die er mit hoher Geschwindigkeit überwindet und dann gezielt zum Schuss ansetzt. Diesmal ist es Torhüter Bonato, der den Ball im Sprung abwehren kann.
    Zwei Minuten später bringt wiederum Fink einen weiten Pass in den Strafraum unter Kontrolle und gibt den Ball umgehend zurück an Maritato, der an der Strafraumgrenze den Schuss verstolpert.

    In diesem Ton verläuft die ganze 1. Halbzeit, mit Mantua, das sich nur selten und sehr zaghaft aus der Verteidigung heraustraut und sich dann rasch wieder einigelt. So schickt denn auch der Schiedsrichter die Mannschaften mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

    Nach der Pause setzen die Weißroten ihre gezielten Angriffe fort und kommen in der 49. Minute auch zum Erfolg. Doch der Schiedsrichter erkennt das Kopfballtor von Tait wegen einer Abseitsposition nicht an.
    Dafür kracht es in der 52. Minute auf der anderen Seite und Mantua geht völlig überraschend in Führung. Scalise flankt von rechts in den Strafraum zu Ruopolo, der mit einem sicheren Köpfler Mantua 1:0 in Führung bringt. Der FC Südtirol muss nun erst recht reagieren und geht fast schon rabiat in den Angriff, öffnet daher aber die Flanke für einen schnellen Konter von Caridi, dessen linker Diagonalschuss aber das Tor verfehlt.

    In der 67. Minute stellt Tulli die richtigen Verhältnisse auf dem Platz wieder her. In einer beherzten Aktion passen sich Tait und Furlan auf dem Weg in den Strafraum den Ball zu und geben im entscheidenden Moment ab. Tulli kriegt den Ball aufgelegt und netzt aus unmittelbarer Nähe zum mehr als verdienten 1:1 ein.

    Bereits eine Minute später hat Maritato den nächsten Treffer auf den Füßen. Er wird im Strafraum aber von hinten gehalten, so dass der Torhüter Bonato den Ball entschärfen kann. Der Pfiff des Schiedsrichters für dieses offensichtliche Foul bleibt jedoch aus.
    In der 74. Minute erfolgt eine Schrecksekunde für die Fans des FCS im Stadion. Dalla Bona bringt einen Freistoß direkt aufs Tor und im ersten Moment scheint er die Linie zu überschreiten – doch es ist nur eine Täuschung.

    Die Weißroten wollen die Entscheidung zu ihren Gunsten erzwingen und greifen pausenlos an. In der 80. Minute flankt Tulli auf Maritato der direkt zu Tait spielt. Dessen Köpfler aber fehlt die nötige Kraft, sodass Bonato mühelos entschärfen kann.

    Das Tor für den FC Südtirol liegt aber merklich in der Luft und die Mannschaft wird in der 87. Minute endlich für ihre Beharrlichkeit belohnt. Der erst eingewechselte Gliozzi rutscht fast noch in eine Flanke von Crovetta hinein und verwandelte diese zum 2:1 Führungstreffer für den FCS.

    Die verbleibenden Spielminuten sichern sich die Weißroten das Ergebnis und siegen am Ende verdient 2:1. Dadurch setzen sie sich alleine an die Tabellenspitze.

    FC SÜDTIROL – MANTUA 2:1 (0:0)
    FC SÜDTIROL (3-5-2): Coser; Mladen, Tagliani, Bassoli; Tait, Furlan (74. Girasole), Bertoni, Fink, Crovetto; Maritato (86. Gliozzi), Tulli (90. +1 Kirilov).
    Auf der Ersatzbank: Miori, Brugger, Bandini, Melchiori, Cia, Spagnoli, Tessaro
    Trainer: Giovanni Stroppa
    MANTUA (3-4-1-2): Bonato; Trainotti, Gavazzi, Carini; Scalise (65. Gonzi), Dalla Bona, Raggio Garibaldi, Fogli; Caridi (62. Sereni); Ruopolo, Momentè (72. Di Santantonio).
    Auf der Ersatzbank: Albertoni, Scrosta, Longo, Anastasi, Beretta, Lombardo, Ungaro, Gottardi, Zammarini
    Schiedsrichter: Alessandro Meleleo aus Casarano (Scarpa-Colinucci)
    Tore: 52. Ruopolo 0:1, 67. Tulli 1:1, 87. Gliozzi 2:1.
    Gelbe Karten: Tait FCS, Caridi MAN, Mladen FCS, Carini MAN

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (4)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Helmuth

      Bravo Präsident Walter Baumgartner. Er hat einfach immer den richtigen Riecher. Nur gut, dass er nicht mehr bei den Bozner SVP-Sesselklebern im Landtag sitzt. So kann er für Südtirol mehr tun als diese schlimmen Seilschaften. Die Bezeichnung „Sudtirol“ ist heute in allen italienischen Zeitungen zu lesen. Das ist die beste Werbung und ein starkes Bekenntnis zum Tiroler Land. Es lebe der heimatbewusste FC Südtirol.

    • PROF:

      @Helmuth
      Wie bitte? Der FC Südtirol ist Heimatbewusst? Hannes Kiem hat als einer der Besten Südtiroler Spieler keinen Vertrag mehr bekommen und ist noch immer
      Vereinslos.
      Aber den Einheimischen Hockey Spielern des HC Südtirol geht es nicht besser,denn sie wurden auch „abgesägt“. Zisser ,Hell, und andere lassen grüssen.

      • Nappi

        das Niveau ist für unsere Südtiroler Spieler einfach zu hoch, Brugger war einma Kiem war einmal, das ist vorbei, jetzt ist der Fink und Teit an der Reihe, Bei Bayern sind auch nur Müller und Lahm echte Bayern. Was soll das, immer nur kritisieren und blöd redn. Gehts doch mal ins Drususstadion zuschauen. Apropo Hockey, wenn Zisser und Hell „abgesägt“ wurden wird es schon einen Grund geben oder ?

    • Benjamin

      Was soll dieses ganze sinnlos Geschwafle? In der letzten Saison hatte man doch alle Nörgler zufrieden gestellt und man hatte so viele Einheimische wie fast nie zuvor. Und dennoch blieben die Zuschauer aus. Weil die Erfolge fehlten…

      Hier zählt einzig und allein, dass der FCS eine gute Mannschaft hat, die oben mitspielt und wenn möglich auch noch attraktiven Fußball spielt. Dann kommen die Leute, egal woher die Spieler kommen.

      Jeder Amateurclub hat mittlerweile 3/4 Auswärtige, dort scheint das kein Problem zu sein. Bei einem Profiverein hingegen schon.

      Die Einheimischen, die gut genug sind und die sich der FCS finanziell leisten kann, spielen dort. Mehr ist momentan nicht drin. Um Kiem hat es mir auch Leid getan, er hätte als Alternative anstelle von Brugger gehalten werden sollen.

      Um zum eigentlichen Thema zu kommen: der FCS hat eine interessante und diesmal auch endlich etwas erfahrenere Truppe. Die momentane Tabellensituation ist eine schöne Momentaufnahme und nicht mehr. In dieser Liga hängt ganz viel von der Motivation und vom Teamgeist ab.

      Der FCS ist gut gestartet, ist aber noch weit von der Top-Form entfernt. Also immer am Boden bleiben und hart arbeiten

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen