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    Tödlicher Absturz

    Tödlicher Absturz

     

     

    Tödlicher Absturz bei der Ratschingser Weiße: Der 74-jährige Hans Wiehl verlor dabei sein Leben. Rund 100 Meter unterhalb des Gipfels stolperte er und stürzte rund 300 Meter das felsige Gelände hinab.

    von Erna Egger

    Es sollte eine herrliche Bergtour werden. Der 74-jährige Hans Wiehl, der schon seit Jahren in Südtirol Urlaub machte, war ein passionierter Bergwanderer. Die Berge in der Ratschingser Gegend kannte der aus Weilheim in Oberbayern stammende Mann gut. Wieder verbrachte er ein paar Tage in einer Ratschingser Pension.

    Am Donnerstag hatte er sich die Ratschingser Weiße als Gipfelziel ausgesucht. Die Tour ist mit rund 6,5 Gehstunden angeschrieben.

    Es sollte seine letzte Gipfeltour werden. Er kehrte nicht mehr lebend ins Tal zurück.

    In den frühen Morgenstunden brach er mit dem Besitzer der örtlichen Pension zur Wanderung auf. Gegen Mittag erreichten sie den Gipfel auf 2.822 Metern. Zum Unglück kam es beim Abstieg gegen 13.10 Uhr: Nach rund zehn Minuten Fußmarsch, rund 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels stolperte der Mann. Er dürfte über seine Wanderstöcke gestürzt sein. Für ihn gab es bei der ausgesetzten Stelle keinen Halt mehr. „Er fiel rund 300 Meter das abschüssige und felsige Gelände hinab“, schildert Josef Vantsch, Rettungsstellenleiter-Stellvertreter der Bergrettung Ridnaun Ratschings.

    „Erst auf einer Steinplatte auf der Höhe von 2.500 Metern blieb der Körper liegen“, so Vantsch, der bei der Bergung selbst dabei war. Der Mann dürfte sofort tot gewesen sein.

    Sein Begleiter verständige die Notrufzentrale. Diese alarmierte die Bergrettung Ridnaun-Ratschings und den Rettungshubschrauber Pelikan 2.

    Der Notarzt konnte am Unfallort nur mehr den bereits eingetretenen Tod des Mannes feststellen. Zuerst flog der Rettungshubschrauber den Begleiter zu Tal, der unter Schock stand.

    Dann wurde der leblose Körper des Mannes geholt. Der Leichnam musste noch rund zehn Meter hinabgetragen werden, bevor er per Seilwinde geborgen werden konnte. Der Pelikan 2 zwei flog den verstorbenen Mann nach Flading, im Talschluss von Ratschings, wo er dem Bestattungsunternehmen übergeben wurde

    Im Einsatz standen auch die Carabinieri, die Finanzwache und die Notfallseelsorge.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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