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Angekündigtes Verfahren

Die CONI-Staatsanwaltschaft eröffnet gegen Carolina Kostner wegen ihrer Show-Auftritte, wie erwartet, ein Verfahren.

Handelt es sich bei einem Show-Auftritt um einen Wettkampf oder nicht? Oder anders ausgedrückt: Ist Carolina Kostner derzeit für jegliche öffentliche Darbietungen auf Eisflächen gesperrt? Auch dann, wenn sie von einem Amateursportverein, in diesem Fall Ghiacco Spettacolo, organisiert wurden?

Das sind die entscheidenden Fragen in einem Verfahren der Staatsanwaltschaft des Nationalen Olympischen Komitees, das gestern offiziell gestartet wurde.

Es geht um die drei Auftritte der gesperrten Eiskunstläuferin aus Gröden, die vergangene Woche im Rahmen der Italien Summer Tour 2015 stattfanden. Kostner trat zusammen mit anderen Athleten in Wolkenstein, Asiago und Pinzolo auf. Die Anti-Doping-Staatsanwaltschaft vermutet darin eine Verletzung der 16-monatigen Wettkampfsperre nach den WADA-Richtlinien, die gegen Kostner zum Dopingfall ihres Ex-Freundes Alex Schwazer verhängt wurden. Dagegen hat Kostner zwar Berufung eingelegt, die Sperre läuft aber seit Jänner.

Sollte das CONI-Sportgericht zum Schluss kommen, dass Kostner nicht auftreten durfte (was wenig wahrscheinlich ist), müsste sie eine zweite Dopingsperre von ebenfalls 16 Monaten absitzen.

Bereits im Vorfeld der Show-Auftritte hatte es Polemiken, aber auch sehr viele Solidaritätsbekundungen für Kostner gegeben. Der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder (BürgerUnion) sprach gestern von einer „Hetzkampagne“ des CONI gegen Kostner – „und die Landesregierung schaut zu“, kritisiert Pöder.

(tom)

 

 

 

 

 

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