Du befindest dich hier: Home » Chronik » Die Manal-Klage

    Die Manal-Klage

    Die Manal-Klage

    Im Oktober 2009 starb die Bozner Grundschülerin Manal nach einem Zusammenprall mit einer Mitschülerin. Das Strafverfahren gegen die Lehrerin wurde eingestellt. Nun verklagen die Angehörigen das Land auf Schadenersatz von 2,7 Millionen Euro.

    von Thomas Vikoler

    Straf- und Zivilgerichtsbarkeit entscheiden nicht immer nach gleichen Kriterien und ein strafrechtlicher Freispruch schließt eine zivilrechtliche Verantwortung nicht zwangsläufig aus. Auch darauf stützen die Angehörigen von Manal und ihre Anwälte Paolo Corti und Christian Dorigatti ihre Klage-Hoffnungen.

    Der Adressat ihrer Zivilklage: Das Land Südtirol als Arbeitgeber der Lehrerin der Martin-Luther-King-Grundschule in der Bozner Parmastraße, in der Manal bis zu jenem fatalen 20. Oktober 2009 zur Schule ging.

    Manal, sieben Jahre alt, starb wenige Tage nach einem Zusammenprall mit einer Mitschülerin während der Pause. Gleich nach Bekanntwerden des Falles geriet die Klassenlehrerin in den Verdacht, nicht angemessen auf den Vorfall reagiert zu haben. „Die Lehrerin hat durch ihr Verhalten verunmöglicht, dass die Schülerin rechtzeitig ins Spital eingeliefert und operiert wurde“, heißt es nun in der Schadenersatzklage gegen die Landesverwaltung.

    Nachdem das Strafverfahren gegen die Lehrerin eingestellt wurde, fordern Manals Angehörige nun stattliche 2.703.830 Euro vom Land.

    ALLE WEITEREN DETAILS LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (28)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • iPinktl

      Spar dir deinen dummen Kommentare, wie kannst du behaupten, dass sie ihre Tochter nicht geliebt haben?

    • sirgawain

      Die haben den unfall sicher geplant, oder? So ein schwachsinn!!

      • Mann

        Das behauptet niemand und sie haben sicher sehr unter den Tod des Mädchens gelitten. Aber jetzt aus ihrem Tod Kapital zu schlagen und auf biegen und brechen Schuldige zu suchen um Millionen zu kassieren ist ein Frechheit ohne Gleichen und gegenüber dem Gastgeberland, der die Familie damals gut aufgenommen hat, undankbar und ungerecht. Mit 2,7 Millionen Euro kònnte die Familie bis an ihr Ende in Saus und Braus auf Kosten des Steuerzahlers (der sicher nicht schuldig am Unfall war) leben und bräuchte nie mehr arbeiten zu gehen. Sicher keine schlechte Lòsung.

        • Geldfordern

          in Zukunft wird es bei jeder Kleinigkeit um Geldforderung,
          anstatt zu vergeben bzw untersich ohne Gewalt auszumachen …
          für alles sollte man dann versichert sein …

        • Walter Mair

          @Mann
          @MarkaP
          Wären da nicht Anwälte, die sich an dieser Tragödie eine goldene Nase verdienen möchten, wären die traurigen Hinterbliebenen jetzt ganz allein!. Die Geldgier dieser Gilde kennt keine Moral ….

          • Walter Mair

            Abgesehen davon, dass eine Lehrerin NIEMALS imstande ist, auf einem Sack Flöhe, rund um die Uhr auf zupassen, finde ich die Forderung seitens der Betroffenen als geschmacklos und eine absolute Frechheit. Dieser tragischen Ergebenheit liegt weder Mutwilligkeit,noch Absicht zugrunde, sondern ist ein nicht mehr gut zumachendes Unglück, das von NIEMANDEM zum Grund verleiten dürfte, Profit daraus zu schlagen.

        • lousamol

          @Mann. Schon mal was von Versicherung gehört? Von wegen auf Kosten des Steuerzahlers. Ach ja noch eine Frage: Gelten Ihrer Meinung nach die Gesetze für alle? Lg

    • Claudia

      Klaus ist ein dummer Parteisoldat der SVP. Nicht ernst nehmen solche Leute!!

    • Mann

      Ich frage mich welche Schuld das Land in diesen Fall trägt? Nur weil es eine Schule zur Verfügung stellt? Das Strafverfahren gegen die Lehrerin wurde eingestellt und somit wurde die Schuldfrage geklärt. Aber da es sich eh nur um Steuergelder handelt………………………….Aber ist ja nur meine Meinung.

      • MarkaP

        Moralisch hast du komplett Recht und das ist auch meine Meinung.

        Aber die Herren Anwälte, die nicht nur in Krisenzeiten an Geld kommen wollen, versuchen auf Biegen und Brechen soviel rauszuschlagen wie möglich. Wegen, daß jemand vor dem Strafgericht freigesprochen wird, heißt das nicht immer automatisch, daß man auch vom Zivilgericht vor Schadenszahlungen gefeit ist. Und wenn die Lehrerin nicht verantwortlich ist, dann sucht man halt nach einem anderen Verantwortlichen. Und wenn es auch nicht das Land ist, vielleicht war es der rutschige Untergrund.

        Manche können halt einfach nicht akzeptieren, daß es auch Schicksale und Unfälle gibt, wo keiner was dafür kann, die nunmal – so schrecklich sie auch sind – passieren.

      • lousamol

        @Mann. Die Gerichte sind für die Klärung einer eventuellen Schuld zuständig und DIE VERSICHERUNG (des Landes) für eventuelle Geldforderungen.Punkt!

    • Puschtrabui

      Im Arabischen bedeutet Manal „Erlangung“, d.h. ein gewünschtes Ziel zu erlangen bzw. zu erreichen oder „Hoffnung“, d.h. hoffen, dass Träume wahr werden!

    • krakatau

      Ausländer mit Hilfe (oder Hetze) von Gutmenschen stellen immer dreistere Forderungen

    • Politikverdrossener

      Ich bestehe darauf,das Land soll mir meine Rente verhundertfachen.

    • DerGerechte

      Ich finde eine solche Forderung eine Frechheit und unverschämt!!! Die Familie von Manal ist in der Meinung, dass Südtirol eine Melchkuh ist und das man unser Land bis ins unendliche aussaugen kann. Wenn mir so etwas in Marokko (Ursprungsland der Eltern von Manal) passieren würde, würde ich einen Fußtritt bekommen und sicherlich keine 2,7 Millionen Euro Schadenersatz. Den Ausländern wird viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt und was passiert mit uns Südtirolern, wo bleiben unsere Rechte? Politiker bitte aufwachen!!!
      Zudem finde ich es sehr traurig, dass man sich auf Kosten der Steuerzahler so bereichern will.
      In den 90er Jahren gab es in Naturns einen ähnlichen Fall. Die Tochter meines Nachbarn ist über einen Zaun geklettert, in ein Schwimmingpool gefallen und ertrunken. Die Eltern haben auch geklagt und sie haben keine 2,7 Millionen Euro Schadenersatz bekommen. Ich hoffen innigst, dass SIE die 2,7 Millionen Euro NICHT bekommen. Wo bleibt da die Gerechtigkeit!!!

      • lousamol

        @DerGerechte. Sie finden also die Gesetze in unserem Land sind nicht für alle gleich!? Schön „gerecht“ von Ihnen. Warum lassen Sie nicht ganz einfach die zuständigen Gerichte entscheiden?

    • absichern und erziehen

      in Zukunft müssten die Schule den Krankenwagen mit Notarzt selber holen um sich abzusichern …
      habe oft gesehen:
      wenn man Eltern oder Großeltern was sagt, –
      – was passiert ist „alles halb so schlimm“,
      und erst die Tage danach wird das Kind erst zum Hausarzt, dann sogar muß es für einige Tage ins Krankenhaus…
      von wegen „alles – halb so schlimm“

    • Andreas

      Die Familie hat zum Zeitpunkt der Geburt dieses fünften Kindes in nächster Nähe gewohnt. Mehr sage ich nicht!

    • Andreas

      Die Familie hat zum Zeitpunkt, als dieses fünfte Kind geboren wurde, in allernächster Nähe gewohnt. Mehr sage ich nicht!

    • flizzer

      und was wenn es euer kind gewesen wäre? ich behaupte jetzt mal ganz dreist dass es hier nicht um die herkunft der familie geht sondern um eine tragödie, die bei richtigem handeln hätte verhindert werden können. durch fehlinformation/zurückhalten von relevanten informationen ist es erst zu diesem traurigen ende gekommen.

      • krakatau

        Natürlich ist es traurig – aber kein Anlass unverschämte Forderungen zu stellen und Unfälle werden sich nie ganz vermeiden lassen

        • Yannis

          Bleibt zu hoffen dass sich dieser unverschämten Forderung die Gerichte nicht anschließen und den Beispiel der Staatsanwaltschaft folgen, die das Verfahren gegen die Lehrerin einstellte.
          Wenn nicht, wird sich das bereits ramponierte Ansehen der Justiz weiter verschlechtern.

          • Yannis

            Nachtrag:
            mal angenommen das Kind wäre durch das Verschulden eines anderen im Straßenverkehr ums Leben gekommen, würde die Versicherung des Verursachers über 2,7 Mio. zahlen ? wohl kaum !

    • samy

      Dass die Familie Schadenersatz und Schmerzensgeld bekommt, ist ja richtig. Aber ich verstehe nicht, wie die Höhe der Summe in diesem Fall zustande kommt. Bin kein Experte, aber z.B. bei den diversen Flugzeugunglücken hieß es immer je jünger ein Kind, desto niedrigerer die Schadenersatzansprüche, da kein Einkommen, keine zu Lasten lebenden Personen, noch keine Ausbildungskosten usw. Dürfte in so einem Fall ja nicht viel anders sein.

    • Felix Huber

      Bei allem Mitgefühl für den Verlust des Töchterchens finde ich die Forderung unverschämt, selbst wenn grobe Fahrlässigkeit vorläge. Die profitgierig-krampfhafte Suche nach einer / einem Schuldigen finde ich widerwärtig. Ich solidarisiere mich mit der Lehrerin und wünsche als Bürger dieses Landes, dass solche verrückte Forderungen zu lasten der Kläger abgewiesen werden.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen