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Die Mehrfach-Renten

Jeder dritte Südtiroler bezieht mehr als eine Rente. Und: Die Rentenauszahlungen der Männer sind deutlich höher als jene der Frauen. Die Zahlen und Fakten.

Das Landesstatistikinstitut ASTAT hat Südtirols Rentenempfänger unter die Lupe genommen: Demnach wurden im Jahr 2013 insgesamt 171.414 Rentenlei tungen an 126.432 Rentenempfänger ausbezahlt. Der Gesamtbetrag aller Rentenleistungen betrug 2.184 Millionen Euro. Das entspricht zehn Prozent des Südtiroler Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Der durchschnittliche Jahresbetrag der Rentenzahlungen ist in Südtirol mit 12.741 Euro höher als auf gesamtstaatlicher Ebene. Der gesamtstaatliche Wert von 11.695 Euro wird um gut Tausend Euro übertroffen.
53,3 Prozent der Rentenempfänger sind Frauen und 46,7 Prozent sind Männer. Der Rentneranteil unter den Frauen insgesamt ist mit 25,9 Prozent etwas höher als jener unter den Männern (23,4 Prozent).

Interessant ist auch: Etwa 30 Prozent der Südtiroler Rentenempfänger beziehen mehr als eine Rente. Bei den meisten davon – nämlich bei 23,6 Prozent der gesamten Rentner – sind es zwei unterschiedliche Rentenarten. Die restlichen 5,7 Prozent beziehen mehrere Renten der gleichen Art.

Die meisten Personen beziehen eine Alters- bzw. Dienstaltersrente (102.532 Personen), die für die Mehrheit ihrer Bezieher (70,1 Prozent) als alleiniges Renteneinkommen dient. Nach Empfänger ist die Hinterbliebenenrente die zweitwichtigste Rentenart. 30.363 Personen beziehen eine solche Rente, wobei lediglich 22,2 Prozent davon nur diese eine Rente beziehen. Die Mehrheit von ihnen (77,8 Prozent) bezieht eine oder mehrere zusätzliche Renten und zwar überwiegend eine weitere Rentenart wie zum Beispiel eine Fürsorgerente.

Brisant: Es sind zwar mehr Frauen als Männer in Pension, die Männer erhalten im Schnitt aber deutlich höhere Auszahlungen.

Während das durchschnittliche Renteneinkommen bei den Männern bei 18.815 Euro liegt, erreicht jenes der Frauen lediglich 11.500 Euro.

Auch die Gesamtsumme der Renteneinkommen verhält sich nicht entsprechend der anteilsmäßigen Verteilung der Geschlechter. Im Jahr 2013 stellen die Frauen 53,3 Prozent der Rentenempfänger, beziehen aber nur 43,3 Prozent des gesamten Südtiroler Renteneinkommens. Die Männer, die 46,7 Prozent der Rentenempfänger stellen, beziehen hingegen 56,7 Prozent des Renteneinkommens.

Unterteilt man die in Südtirol bezogenen Renten nach monatlichen Betragsklassen je Empfänger, so zeigt sich, dass 9,1 Prozent der Rentenempfänger ein monatliches Renteneinkommen unter 500 Euro beziehen. Bei der Einzelbetrachtung der Frauen liegt dieser An- teil bei 10,2 Prozent.

Knapp die Hälfte (47,3 Prozent) der Männer bezieht ein monatliches Renteneinkommen unter 1.500 Euro, während dieser Anteil bei den Frauen bei rund drei Viertel (74,7 Prozent) liegt.

Von allen Rentenempfängern beziehen 40,7% ein Renteneinkommen von weniger als 1.000 Euro monatlich: Bei den Frauen sind es 52,0 Prozent, bei den Männern 27,9 Prozent.

2.000 Euro und mehr bezieht jeder fünfte (21,1 Prozent) Rentenempfänger, wobei dies auf 31,2 Prozent der Männer und 12,3 Prozent der Frauen zutrifft.

Noch ein Blick auf die Bezirke: Betrachtet man das mediane Renteneinkommen nach Bezirksgemeinschaft, in welcher der Rentenempfänger ansässig ist, so zeigt sich, dass die Höhe des Renteneinkommens nicht gleichmäßig auf das Landesgebiet verteilt ist.

Das höchste Renteneinkommen wird mit einem medianen Betrag von 18.294 Euro in Bozen bezogen. Im Vinschgau und Salten-Schlern müssen sich die Rentner mit deutlich geringeren Beträgen zufrieden geben (12.055 Euro bzw. 12.506 Euro).

In den restlichen Bezirksgemeinschaften reichen die medianen Renteneinkommen von 13.748 Euro bis 14.560 Euro und sind somit recht ausgeglichen.

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