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    Melkkuh Autofahrer

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    Die Freiheitlichen fordern eine Senkung der Sprit-Preise. Der Preisverfall beim Öl werden nicht an die Endverbraucher weitergegeben.

    Pius Leitner bringt seine Forderung auf den Punkt: „Der sinkende Ölpreis muss sich an der Zapfsäule bemerkbar machen.“

    Pius Leitner

    Pius Leitner

    Die Freiheitliche Landtagsfraktion forderte bereits anlässlich der Verabschiedung des Finanz- und Haushaltsgesetzes eine deutliche Reduzierung der Treibstoffpreise an den Zapfsäulen. Der Beschluss vom 11. April 2013 bezüglich der Intervention bei der Garantiebehörde für Wettbewerb und den freien Markt (Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato) sollte umgesetzt werden.

    Daneben wurde eine Senkung der Abgabenlast auf Treibstoffpreise sowie eine Intervention bei der italienischen Regierung zur Abschaffung der „einmaligen Steuern“ (Akzisen) angesetzt, zumal diese bis ins Jahr 1935 zum Abessinienkrieg zurückreichen.

    Der Antrag wurde vom Südtiroler Landtag mit 10-Ja-Stimmen, 20 Nein-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt.

    Nun fordern die Blauen: Die Sprit-Preise müssten gesenkt werden.

    In einer Pressekonferenz erklärte Pius Leitner am Dienstag: Der Preis an der Zapfsäule werde wesentlich von der hohen Steuerbelastung bestimmt. „Der Steueranteil in Italien liegt bei etwa 60 Prozent. Der Rohölpreis sank in den letzten Monaten beachtlich und erreicht derzeit den niedrigsten Stand seit fünf Jahren“, so Leitner.

    Derzeit kostet das Fass US-Öl rund 50 Dollar.

    Quelle: Die Freiheitlichen

    Quelle: Die Freiheitlichen

    Unterschiedliche Experten rechnen damit, dass die Preise auch in den kommenden Monaten kaum steigen werden, vor allem nach der Entscheidung der OPEC, die Fördermengen trotz Preisverfall nicht zu drosseln.

    „Trotz dieser Entwicklung ist an der Tankstelle kein Glücksgefühl ausgebrochen, bedauert Pius Leitner. Die Freude von Autofahrern, Besitzern von Ölheizungen und Flugpassagieren hält sich in Grenzen, weil der Preisverfall beim Öl an den Endverbraucher nur unwesentlich weitergegeben wurde. Während derzeit in Österreich der Preis für ein Liter Diesel kaum mehr als 1 Euro beträgt, liegt er hierzulande bei 1,40 €. Ähnlich verhält sich der Preisunterschied beim Benzin“, so Leitner auf der Pressekonferenz.

    Die Freiheitlichen fordern jetzt: Eine Preisreduzierung sei angesichts der anhaltenden drastischen Steuerschraube bei Treibstoffen (Benzin und Diesel) für eine Entlastung der „Melkkuh“ Autofahrer unerlässlich.

    Pius Leitner:

    „Es ist schade, dass die Landesregierung vor einigen Jahren die Preise nur unter dem Gesichtspunkt der nach Österreich abfließenden Steuern in Grenznähe gesenkt hat und nicht unter dem Gesichtspunkt eines allgemeinen Kaufkraftschwundes breiter Bevölkerungsschichten. Bei den derzeitigen horrenden Treibstoffpreisen, an denen das Land kräftig mitverdient, wäre es angebracht, das Augenmerk nicht nur auf den Landeshaushalt zu legen, sondern vor allem auf den Kaufkraftverlust der Menschen. Alles andere als eine maximale Ausnützung sämtlicher zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Südtiroler Landesregierung zur Kostenreduzierung für Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, wird von den Bürgern nicht mehr verstanden. In diesem Lichte sollten auch die Pendlerzulage und das amtliche Kilometergeld angepasst werden.“

     

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    Kommentare (23)

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    • Andreas

      Spritpreise senken entlastet auch Touristen und Durchreiseverkehr, was nicht Sinn der Sache ist.
      Setzen 6 Herr Leitner, bringen Sie einen brauchbaren Vorschlag.

      • Hamster Klaus

        Das ist sehr wohl Sinn der Sache. Fragen sie z.B. ihre „Touristiker“ Kollegen.

      • Nana

        Ein hoher Spritpreis verhindert keinen Durchzugsverkehr. Es interessiert den Deutschen oder Österreicher herzlich wenig ober er zwischendurch mal mehr bezahlen muss. Diese einseitigen Preise bis zu 30 Prozent haben einen enzigen Nachteil für die Bevölkerung und zwar der Wettbewerbsverzerrung. Ausserdem bezahlt alles wieder der Endverbraucher, welcher wieder weniger Geld in der Tasche hat. So kann man keinen Wirtschaftsaufschwung provozieren.

        • Andreas

          Der Durchzugsverkehr bringt Einnahmen mit sich. Warum sollen auch Auswärtige von Steuersenkungen davon profitieren?
          Besser irgendwo anders die Steuern senken wo ausschließlich Einheimische profitieren.

    • maxxx

      So arrogant Andreas.
      Oder super gscheit.

      • Andreas

        Herr Leitner soll gefälligst für sich sprechen und nicht davon was „von den Bürgern“ nicht verstanden wird.
        Was ich verstehe oder nicht, braucht mir sicher nicht der Frühpensionist sagen.
        Nebenbei finde ich hohe Benzinpreise nicht mal so falsch, um den Individualverkehr zu reduzieren, obwohl ich selbst ca. 35.000 km im Jahr fahre.

        • christian waschgler

          Andreas Du fährst 35.000 km im Jahr. Meinst Du dass dafür andere auf das Auto verzichten sollen dass Du 35.000 km fahren kannst ?

          • Andreas

            Nein, aber je mehr es kostet, um so weniger fahren die Leute.
            Das hat jetzt gar nichts mit mir zu tun, ich wäre ja auch von den hohen Preisen betroffen.

            • christian waschgler

              Andreas – dann wist Du bei 35.000 km wohl bald verhungern. Es gibt auch andere die nicht nur spazieren fahren. Aber was soll der Unsinn die Sache ins politische zu ziehen ? Oder soll man das für Wahlwerbung für Deine Partei halten ?

            • Andreas

              Hab keine Partei, Du?
              Das ist meine persönliche Meinung, da ich wenig Sinn darin sehe, dass durchschnittlich ca, 1,2 Menschen mit einem 1,65 Tonnen Auto durch die Gegend fahren, pure Ressourcenverschwendung. Die meisten der km mache ich beruflich, also nix mit spazierenfahren.

      • Andreas

        Noch was, durch seine Frühpensionierung kostet Leitner zusätzlich zu dem Gehalt und der Rente für sein recht ergebnisloses Politikerdasein, der Gemeinschaft eine Stange Geld, welches er nie erwirtschaftet oder eingebracht hat. Eine Kosten/Nutzen Rechnung wäre in seinem Fall tiefrot.

        Sein Einsatz für die Gesellschaft beschränkt sich darauf großspurig populistische Vorschläge zu machen.
        Wenn es um „sein“ Geld geht, sagt er, dass er keine Bank sei.
        Mehr als Verachtung hab ich für ihn leider nicht übrig.

    • Marianna

      Jetzt, wo die Treibstoffpreise so niedrig sind, wie seit x-Jahren nicht mehr, ist diese Pressaussendung aus dem mehrfach vergoldeten Sessel wohl auch ein Schuss nach hinten, aus der Serie“ Seht her, ich bin immer noch da“.

    • Kraxler

      ach Leitner, dieses populistische Geschwätz kauft euch doch niemand mehr ab.
      Der Konsument hat doch lange schon gelernt mit seinen finanziellen Ressourcen umzugehen.
      Was würde sich ändern wenn der Preis für Treibstoffe nochmals um 20 Cent sinken würde ? Mehr Geld in der Haushaltskasse oder mehr Kilometer auf dem Tacho ?
      Inzwischen ist der Spritpreis gegenüber 2013 schon um 30 Cent gesunken und trotzdem wird nicht häufiger gefahren oder mehr gespart, sondern nur noch mehr gejammert.

      Bleiben sie bei ihrem Lieblingsthema vom Bettlergesindel, das kauft man ihnen schon eher ab, leider !

    • Ando73

      Des Geld brauchn Sie dringend. Sischt isch nix mit 4€ Pfegegeld .

    • christian waschgler

      Benzin kostete heute 1,10 und Diesel 1,06 € in Österreich

    • . . .

      Ja, ich tanke seit 4 Jahren ausschließlich in Österreich. Hab mir sicher schon 2000 Euro gespart, juhuuu

    • Hubert

      Ich finde den Vorschlag von Leitner – entgegen vieler hier Postenden – nicht schlecht.
      Zu Denjenigen, die wegen einer Treibstoffpreisreduzierung mehr mit dem Auto fahren, gehöre ich mit Sicherheit nicht, denn Autofahren ist heute kein Vergnügen mehr.
      Leider wird die Preisreduzierung wahrscheinlich nicht kommen, das die Landeskasse damit auch schrumpfen würde – und das ist endlich der einzige Grund für den Taschendiebstahl in der Sache.

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