Du befindest dich hier: Home » Kultur » „Vergine Giurata“ kämpft um Goldenen Bären

    „Vergine Giurata“ kämpft um Goldenen Bären

    Alba Rohrwacher und Lars Edinger: Die junge Albanerin Hana Doda entscheidet sich, nach dem uralten Gesetz des „Kanun“ eine „ewige Jungfrau“ zu werden.

    Alba Rohrwacher und Lars Edinger: Die junge Albanerin Hana Doda entscheidet sich, nach dem uralten Gesetz des „Kanun“ eine „ewige Jungfrau“ zu werden.

    Großer Erfolg für Südtirol-unterstützte Filme: Das Drama „Vergine Giurata“ von Laura Bispuri läuft als einziger italienischer Film bei der 65. Berlinale von 5. bis 15. Februar im Wettbewerb um den „Goldenen Bären“, während der deutsche Film „Elser – Er hätte die Welt verändert“ von Oliver Hirschbiegel außer Konkurrenz ebenfalls in der Sektion „Wettbewerb“ gezeigt wird.

    Die zwei Filme feiern in Berlin zudem ihre Weltpremiere. Beide Produktionen wurden vom Südtiroler Filmfonds unterstützt, zum Teil in Südtirol gedreht und von der Business Location Südtirol (BLS) vor Ort betreut. “Vergine giurata”, das Regiedebüt der Römerin Laura Bispuri mit Hauptdarstellerin Alba Rohrwacher (“Die Einsamkeit der Primzahlen”), geht gemeinsam mit 18 weiteren Konkurrenten ums Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären.

    Die Produktion der römischen Vivo Film, der Colorado Film Production aus Mailand sowie Rai Cinema, der Schweizer Bord Cadre films, der deutschen Match Factory Productions und der Era Film aus Albanien wurde im April und Mai 2014 drei Wochen lang an verschiedenen Orten in Bozen und Meran gedreht und erhielt eine Unterstützung von 198.000 Euro vom Südtiroler Filmfonds. Mit dabei waren auch zahlreiche Südtiroler Filmfachkräfte, vom Regieassistenten bis zum Location Manager, vom technischen Personal bis zum Ausstatter. Auch eine der Koprotagonistinnen des Films kommt aus Bozen, nämlich die damals erst fünfzehnjährige Schwimmerin Emily Ferratello vom Club Bolzano Nuoto, die hier zum ersten Mal vor der Kamera stand.

    „Vergine Giurata“ ist die Adaption des gleichnamigen Romans von Elvira Dones und erzählt die Geschichte der jungen Albanerin Hana Doda (Alba Rohrwacher), die sich entscheidet, nach dem uralten Gesetz des „Kanun“ eine „ewige Jungfrau“ zu werden, um so endlich Anerkennung und Freiheit zu erwerben.

    Beim Wettbewerb außer Konkurrenz läuft der Streifen „Elser – Er hätte die Welt verändert“ (internationaler Titel: „13 Minutes“) um den Hitlerattentäter Georg Elser aus Königsbronn. Der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel („Das Experiment“) verfilmte hier die Geschichte des Georg Elser, eines Schreiners aus Königsbronn, der 1939 nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten den Entschluss fasste, im Alleingang Hitler zu ermorden. Seine selbstgebaute Bombe im Münchner Bürgerbräukeller verfehlte ihr Ziel nur um 13 Minuten. Etwa zwei Wochen lang wurde für die Produktion der Lucky Bird Pictures GmbH, München, in Koproduktion mit Delphi Medien GmbH, Stuttgart, und Broth Film Breinersdorfer & Rothemund GBR, München, im Juli und August 2014 in Südtirol gedreht. Locations waren Meran, Bozen, Auer und der Mendelpass. Der Bürgerbräukeller etwa wurde in einer Halle in Terlan nachgebaut, an diesem Motiv kamen pro Drehtag ca. 120 Komparsen aus Südtirol zum Einsatz.
    Zum Team gehörten neben den Hauptdarstellern Christian Friedel als Elser („Das weiße Band“) und Katharina Schüttler als seine Geliebte Elsa („Unsere Mütter, unsere Väter“) auch zahlreiche Südtiroler Schauspieler, nämlich Gerti Drassl, Anton Algrang, Anna Unterberger, Lissy Pernthaler, Martin Maria Abram und Valentina Repetto. Zudem waren im Team noch etwa 35 weitere Südtiroler beschäftigt, von der Motivaufnahmeleitung übers Casting bis zum Art Director. Die Unterstützung durch den Filmfonds betrug 500.000 Euro. „Wir gratulieren den Produktionsfirmen, den Regisseuren, dem jeweiligen Cast und dem gesamten technischen Team sowie allen, die zur Umsetzung dieser beiden Projekte beigetragen haben. Wir als BLS freuen uns sehr darüber, dass zwei Filme bei diesem so wichtigen Festival gezeigt werden, die vom Südtiroler Filmfonds unterstützt und teilweise hier in Südtirol abgedreht wurden“, unterstreicht Christiana Wertz, die Leiterin der Abteilung Film Fund & Commission der BLS. Die BLS ist wie jedes Jahr während der Berlinale auf dem European Film Market EFM vertreten, der zeitgleich in Berlin stattfindet. Der EFM zählt zu den bedeutendsten Branchentreffs der internationalen Filmindustrie; hier informiert man sich über die neuesten Produktionen und Entwicklungen der globalen Filmlandschaft und knüpft und pflegt Geschäftskontakte.

    Clip to Evernote

    Kommentare (3)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen