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Niederlage in Ungarn

Foto: Soós Attila

Der HC Pustertal hat am Samstagabend im Auswärtsmatch gegen Fehérvár eine 3:5-Niederlage hinnehmen müssen.

von Andreas Baumgartner

Keine 24 Stunden nach dem Sieg in Wien treten die Wölfe auf der zweiten Station ihres Ost-Roadtrips gegen Fehérvár AV19 an.

Das ungarische Team ist sehr gut in die noch junge ICEHL-Saison gestartet und rangiert derzeit auf dem vierten Tabellenplatz.

Wie bereits am Freitag gegen Wien muss Tomek Valtonen am Samstag auf David Morley verzichten; das Tor wird turnusmäßig von Jake Smith gehütet.

Die erste gute Tormöglichkeit der Partie findet nach wenigen Minuten Anze Kuralt vor: der ungarische Stürmer tankt sich auf der rechten Seite alleine durch und zieht vors Tor, findet aber in Jake Smith seinen Meister.

Auf der Gegenseite prüft Dan Catenacci den Torhüter der Gastgeber mit einem Schlenzer, doch Olivier Roy hat keine Mühe. Die Hausherren haben in dieser Anfangsphase deutlich mehr Spielanteile; durch eine kompakte Defensive und konsequentes Forechecking stören sie die Angriffsbemühungen der Pusterer Cracks empfindlich.

Gleichzeitig tauchen die Ungarn immer wieder gefährlich vor Jake Smith auf, die beste Chance zur Führung hat Tim McGauley nach einer scharfen Hereingabe von István Terbócs, doch er kann Jake Smith nicht bezwingen. Auch einen Handgelenkschuss von Guillaume Leclerc kann der kanadische Torhüter entschärfen. Auf der anderen Seite bleibt Ryan Stanton beim Versuch, AV19-Goalie Roy zu umspielen, mit dem Puck im Slot hängen.

Fünf Minuten vor dem Ende des ersten Drittels leistet sich die Pusterer Abwehr einen groben Stellungsfehler. Daniel Leavens stürmt völlig unbedrängt auf Jake Smith zu und trifft zum 1:0-Führungstreffer für AV19. Kurz darauf haben die Pusterer großes Glück, als Natan Vertes vor dem offenen Tor nur über die Scheibe wischt. Kurz vor Drittelende kommt der HC Pustertal zu seinem ersten Powerplay. Doch die Wölfe haben große Schwierigkeiten, überhaupt ins Angriffsdrittel zu kommen, und so verstreicht ihr Überzahlspiel ohne zählbare Ergebnisse. Ein Schlenzer von Gleason Fournier, den Smith mühelos parieren kann, markiert den Schlusspunkt des ersten Spielabschnitts.

Im zweiten Drittel geht es in der gleichen Tonart weiter.

Fehérvár wird unter anderem mit Bartalis und Stipsicz gefährlich, der HC Pustertal hat den rollenden Angriffen der Magyaren wenig entgegenzusetzen. In der 24. Spielminute muss Mikael Frycklund wegen Spielverzögerung für zwei Minuten vom Eis. Die Unterzahl übersteht der HCP gewohnt souverän, doch Sekunden vor Ablauf der Strafe schlägt Fehérvár doch noch zu: Pascal Laberge lässt Smith mit einem platzierten Schuss unter die Querlatte keine Chance, es steht 2:0 für die Hausherren.

Keine Minute später kommt es noch dicker für die Wölfe: Anze Kuralt lässt Smith ausseigen und verwertet ein Hari-Zuspiel gekonnt zum 3:0. Die Pusterer sind nun völlig paralysiert, und so ist es nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Treffer der Ungarn: Kuralt wird völlig frei von Philipps bedient und stellt das Ergebnis mit seinem zweiten Treffer auf 4:0. Bei einem der wenigen Brunecker Entlastungsangriffe fasst sich Neo-Stürmer Arvin Atwal ein Herz und trifft durch die Hosenträger von Roy zum 4:1-Anschlustreffer. Kurz darauf hat Zach Sill sogar das 4:2 auf dem Schläger, scheitert aber im Getümmel vor Roy. Die Wölfe fassen nun wieder Mut und bringen Fehérvár immer wieder in Bedrängnis. Kurz vor der zweiten Drittelsirene versucht Rick Schofield in einer schönen Einzelaktion, den Puck an Roy vorbeizuschieben, wird aber im letzten Moment entscheidend gestört. So geht es beim Stand von 4:1 in die zweite Drittelpause.

Auch im Schlussabschnitt geben die Ungarn den Ton an. Vor allem mit dem Forechecking bereiten sie den Pusterer Gästen große Probleme.

In einer beispielhaften Szene zu Beginn des dritten Drittels fangen Mihaly und Nemeth einen Puck ab, Letzterer scheitert jedoch an Jake Smith. Auch Brunecks Alex Petan kann sich nach 45 Spielminuten nach einem Puckverlust gegen die forecheckenden Ungarn nur mit einem Stockschlag retten. Das Penaltykilling der Wölfe ist gewohnt bärenstark; just beim Verlassen der Strafbank lässt sich Petan jedoch zu einem Frustfoul hinreißen und wird vom Schiedsrichtergespann sofort wieder in die Kühlbox zurückgeschickt. Auch die folgende Unterzahl überstehen die Wölfe souverän. Auf der Gegenseite kassiert Fournier acht Minuten vor Schluss eine Zweiminutenstrafe.

Die HCP-Cracks fackeln nicht lange, Joel Messner zieht von der blauen Linie ab, die schwarze Scheibe wird von Rick Schofield noch entscheidend abgelenkt und fliegt dann an Freund und Feind vorbei ins Tor der Ungarn – das ist der 4:2-Anschlusstreffer.

Beim HC Pustertal keimt kurz Hoffnung auf, doch Guillaume Leclerc macht viereinhalb Minuten vor Schluss mit einem Schlenzer ins lange Kreuzeck alle Hoffnungen der Pusterer zunichte – es steht 5:2 für die Hausherren aus Székesfehérvár. Einundzwanzig Sekunden vor Schluss betreibt Dan Catenacci mit einem Schlagschuss aus spitzem Winkel zum 5:3 noch Ergebniskosmetik.

Der HC Pustertal hat nun eine Woche lang Zeit, um sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Am Samstag, 21.10. sind die spusu Vienna Capitals zu Gast in der Intercable Arena, Spielbeginn ist wie üblich um 19:45 Uhr.

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