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Die Stettiner Sieger

Der Sarner Hannes Perkmann und Anna Lena Hofer aus Dorf Tirol haben am Sonntag bei idealen Lauftemperaturen die 24. Ausgabe des spektakulären Berglaufs von Pfelders hinauf zur 2875 Meter hoch gelegenen Stettiner Hütte gewonnen. Während Perkmann bei seinem dritten Sieg unter 59 Minuten blieb, benötigte Hofer bei ihrem Premierenerfolg 1:15.01 Stunden für die 9,8 Kilometer mit 1255 Höhenmetern.

Kurz nach dem Start, der pünktlich um 10 Uhr am Parkplatz in Pfelders erfolgte, konnte sich Hannes Perkmann bereits im relativ flachen Anfangsteil von der starken Konkurrenz absetzen. Bei der Lazinser Alm nach rund vier Kilomtern führte der 30-Jährige aus Sarnthein mit einer guten halben Minute Vorsprung, die er auf dem anschließenden Serpentinenweg sukzessive ausbaute.

Am Ende bewältigte Hannes Perkmann die 9,8 Kilometer mit 1255 Höhenmetern in bärenstarken 58.47 Minuten. Damit blieb der Sarner, der den Stettiner-Cup bereits 2017 und 2018 gewonnen hatte, als einziger Teilnehmer unter einer Stunde Laufzeit und sorgte zudem für einen neuen Streckenrekord auf der neuen Trasse, die seit 2017 gelaufen wird. Viereinhalb Minuten hinter dem strahlenden Sieger landete mit Andreas Innerebner aus Durnholz ein weiterer Sarner auf dem zweiten Platz. Das Podium der Männer komplettierte Samuel Demetz aus Gröden, der gegen Lukas Mangger (Ridnaun/1:05.45) die Oberhand behielt.  

Hofer zündet im Steilen den Turbo

Bei den Frauen lieferten sich Anna Lena Hofer aus Dorf Tirol und die GrödnerinMartina Falchetti ein packendes Duell. Zunächst lag Falchetti vorne, doch auf den knackigen Serpentinen ging Hofer vorbei und überquerte nach 1:15.01 Stunden als Siegerin die Ziellinie. Falchetti kam 49 Sekunden hinter der Burggräflerin an. Vorjahressiegerin Severine Petersen aus München, die mittlerweile aber in Südtirol heimisch geworden ist, war mit einer Zeit von 1:20.25 Stunden nur eine Sekunde langsamer als im vergangenen Jahr – dieses Mal musste sich die 28-Jährige aber mit Rang drei zufriedengeben.

Stark schnitten auch zwei routinierte Athletinnen ab. Edeltraud Thaler, die Grand Dame der Südtiroler Berglaufszene und Rekordsiegerin beim Stettiner Cup mit fünf Triumphen, wurde in 1:21.10 Vierte, während Irene Senfter den fünften Platz einnahm.

Die Bergrettung Moos zieht zufrieden Bilanz

Insgesamt stellten sich 250 Bergläuferinnen und -läufer der Herausforderung Stettiner-Cup. Eine Zahl, die die ausrichtende Bergrettung Moos einmal mehr zufrieden stellt.

„Wir haben auch heute tollen Berglaufsport gesehen mit einem starken Teilnehmerfeld, das in dieser Dichte sehr selten ist. Gratulation an Hannes Perkmann und Anna Lena Hofer zum Sieg und zu den Top-Zeiten. Aber es dürfen sich alle als Sieger fühlen, die sich heute dieser Herausforderung gestellt haben. Glücklicherweise ist der Stettiner-Cup auch heuer verletzungsfrei über die Bühne gegangen. Unser Dank geht an unsere Sponsoren, aber auch die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, ohne die wir dieses Event nicht abwickeln könnten. Aufwiedersehen im nächsten Jahr, wenn wir unser 25. Jubiläum feiern werden“, hieß es von Seiten der Veranstalter.

Der 25. Stettiner-Cup findet aller Voraussicht nach am Sonntag, 4. August 2024 statt.

Die Stimmen der Sieger

Hannes Perkmann (Sieger Männer): „Es ist heute sehr gut gelaufen und das hat mich auch ein wenig überrascht. Vor allem, dass ich unter einer Stunde bleiben konnte. Im Flachen habe ich gleich einen guten Rhtyhmus gefunden. Nach ca. zwei Kilometern hat sich dann ein Loch aufgetan und am Talschluss hatte ich bereits etwas Vorsprung auf die Konkurrenz herausgelaufen. Und auch im Steilen ist mir alles gut aufgegangen. Die Beine liefen immer und, ich konnte gut drücken – eigentlich bis ins Ziel herauf.“

Anna Lena Hofer (Siegerin): „Es war ein harter Kampf mit Martina (Falchetti, Anm. d. Red.) und ich habe die Beine schon ein wenig gespürt, weil ich gestern einen Vertical bestritten habe. Ich bin zufrieden, auch die Zeit passt mit 1:15. Die Bedingungen waren gut, auf den letzten Metern wären Handschuhe angenehm gewesen. Die Strecke hätte nicht viel länger sein dürfen, weil ich einen Krampf bekommen habe und dann wäre Martina wohl wieder an mir vorbeigezogen. Die Strecke ist sehr toll und die Veranstaltung als solche wirklich gut organisiert. Die Konkurrenz ist stark und so macht es sehr viel Spaß. Mein Fokus liegt jetzt auf der Italienmeisterschaft im Berglauf im September.“

24. Stettiner-Cup, Ergebnisse:

Männer:

1. Hannes Perkmann ITA/Team Scarpa/Karpos 58.47 Minuten

2. Andreas Innerebner ITA/ASC LF Sarntal Raiffeisen 1:03.17 Stunden

3. Samuel Demetz ITA/Gröden 1:05.26

4. Lukas Mangger ITA/Laufverein ASV Freienfeld 1:05.45

5. Armin Gögele ITA/SC Meran 1:08.12

Frauen:

1. Anna Lena Hofer ITA/SC Meran 1:15.01

2. Martina Falchetti ITA/Asics Trail Team 1:15.50

3. Severine Petersen GER/Laufverein ASV Freienfeld 1:20.25

4. Edeltraud Thaler ITA/ASV Telmekom Team 1:21.10

5. Irene Senfter ITA/ASV Jenesien Soltnflitzer 1:23.59

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Kommentare (1)

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  • andreas1234567

    Hallo zum Sonntag,

    meine Bestzeit liegt bei knapp unter 2 Stunden weil ich mit dem E-Bike bis zur Lazinser Alm radel.
    Nein, gelogen, meist muss ich schon beim Lazinzer Hof einkehren was die Wegzeit um 60 Minuten verlängert.
    Mich freut es immer um diesen Termin im hintersten Passeier, die Stimmung prächtig und es ist eine bodenständige Veranstaltung.

    Ich hoffe es kommen auch viele Gäste für den Pfelderer Kirchtag und den Almabtrieb daher.

    Veranstaltungen veranstalten können sie in Hinterpasseier, die Pfelderer, das mag ich mal werbend erwähnen.

    Auf Wiedersehen in Pflelders, Stettiner,Zwickauer Hütte und die Schneidalm haben in ganz Südtirol einen Ruf wie Donnerhall, und erst die Einkehren im Dorf und in den Nebentälern, die heimsen nicht umsonst jedes Jahr bei Alm des Jahres und Ähnlichem die Preise ein..

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