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„Haydn-Archipel“

(v.l.) Dirigent Ottavio Dantone, Präsident Paul Gasser, Generaldirektorin Monica Loss und der künstlerische Leiter Giorgio Battistelli: Das künstlerische Angebot des Haydn Orchesters wird von Jahr zu Jahr hochkarätiger. (Foto: Stiftung Haydn)

Die Stiftung Haydn von Bozen und Trient präsentiert die Konzertsaison 2023/2024. Es ist die dritte Spielzeit unter der Künstlerischen Leitung des Komponisten Giorgio Battistelli. Zwischen Oktober und Juni 2024 stehen 14 Konzerte auf dem Programm. Nagano-Projekt wird fortgesetzt.

Den „Haydn-Archipel“, für Giorgio Battistelli Inspiration bei der Zusammenstellung der Inhalte für die Konzertsaison 2023/2024, versteht der Komponist als „imaginäre Landkarte geprägt von Leidenschaft, Staunen, Freude, Vertrauen, Offenheit sowie intellektuellem und spirituellem Anreiz. Jede Konzertsaison braucht eine neue, frische Gestalt, mit der es gelingt, viele unterschiedliche Elemente zusammenzuführen. Der Spannungsbogen des vielseitigen Konzertprogramms bewegt sich zwischen Tradition und Modernität des großen europäischen Klassikrepertoires, mit besonderem Schwerpunkt auf Mahler, Schumann und Beethoven.“

„Die Umsetzung des neuen Klang-Archipels erfordert eine intensivere Zusammenarbeit mit Ottavio Dantone, heute Chefdirigent und ab nächstem Jahr Musikdirektor des Haydn-Orchesters, eine Rolle, die ihn noch stärker in die künstlerische Entwicklung des Orchesters einbinden wird. Es wird im kommenden Jahr außerdem eine Fortsetzung des Nagano-Projekts und der Zusammenarbeit mit Michele Mariotti geben, darüber hinaus wird ein neues Projekt mit dem Titel Nord-Ost-Passage mit Thomas Dausgaard ins Leben gerufen. Das Projekt „Erste Person Plural”, benannt nach einem genialen Ausspruch von Papst Franziskus, rückt vier Solisten unseres Orchesters ins Rampenlicht: Nicola Baratin, Andrea Brunati, Domenico Cagnacci und Gianni Olivieri. Eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem renommierten Pianisten Michail Pletnëv, die einen Zyklus der vier Klavierkonzerte von Rachmaninow unter der Leitung von Francesco Lanzilotta umfasst, beginnt in der kommenden Spielzeit und erstreckt sich bis in die Saison 2024/25. Flankiert wird das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 im ersten Konzert dieser Reihe von einer neuen Komposition mit dem Titel Festouvertüre, die bei Federico Gon in Auftrag gegeben wurde. Erstmals am Dirigentenpult des Haydn Orchesters zu sehen sind namhafte Dirigentinnen und Dirigenten wie Markus Stenz, Jaume Santonja oder die Russin Alevtina Ioffe. 2024 feiern wir außerdem zwei wichtige Jubiläen: den 100. Geburtstag von György Ligeti, den wir mit einem Konzert unter der Leitung von Kent Nagano hochleben lassen (mit dem außergewöhnlichen Poéme symphonique für 100 Metronome, der Musica ricercata „Omaggio a Girolamo Frescobaldi“ und dem Konzert für Klavier und Orchester, Solistin: Mari Kodama) und den 100. Todestag von Ferruccio Busoni, den wir mit seinem Konzert für Violine und Orchester mit der Solistin Francesca Dego ehren. Ein weiterer Programmpunkt sind die Fremden Ouvertüren, mit uralten Klängen aus außereuropäischen Musiktraditionen. Zum Abschluss begeben wir uns mit einem Lächeln ins Kino, wo wir Charlie Chaplins Lichter der Großstadt auf der großen Leinwand sehen. Die Musik dazu dirigiert Timothy Brock“.

Zusammenarbeit mit Kent Nagano

„Das Nagano-Projekt führt einen Weg weiter, der verschiedene Musik- und Kulturbereiche einander näherbringen soll. Ausgangspunkt ist aber immer das große Repertoire der Kompositionen Haydns. In der Konzertsaison 2023/2024 wird Kent Nagano ein Programm dirigieren, in dem drei Werke György Ligetis der Sinfonie Nr. 102 und der Sonate in C-Dur Hob. XVI:48von Joseph Haydn gegenübergestellt werden. So setzt er ein Projekt fort, das bereits in der Spielzeit 2021/2022 ins Leben gerufen wurde, um das Werk Haydns im Kontext zeitgenössischer Komponisten zu präsentieren.“

Ottavio Dantone: Haydn, aber auch Beethoven, Mahler und andere Meister

 „Haydn hat in der klassischen Musik eine neue Epoche eingeläutet und für die nachfolgenden Generationen den Inbegriff der Klassik und der Sonatensatzform geprägt. In der neuen Konzertsaison setzt Ottavio Dantone seine interpretative Erkundung der Klassik und der europäischen Musik des frühen 20. Jahrhunderts fort. Im Rahmen seines ersten Konzertes beschäftigt er sich mit Haydns Londoner Sinfonien: die Sinfonie Nr. 103 trifft auf die Sinfonie Nr. 7 von Ludwig van Beethoven, während er im zweiten Konzert Mahlers 7. Sinfonie dirigieren wird. Im dritten Konzert kehrt er mit der Sinfonie Nr. 100 zu Haydn zurück, der er die Ouvertüre aus Mozarts Nozze di Figaro und die Kammersymphonie von Franz Schreker voranstellt.“

Paul Gasser bestätigt

Paul Gasser, Präsident der Stiftung Haydn von Bozen und Trient: „Als frisch bestätigter Stiftungspräsident freue ich mich sehr, im Namen des neu gewählten Verwaltungsrates die Konzertsaison 2023/24 der Stiftung Haydn ankündigen zu dürfen. Das künstlerische Angebot unserer Stiftung, allen voran des Haydn Orchesters, wird von Jahr zu Jahr hochkarätiger: ein Erfolg, den wir den Künstlerischen Leitern und dem Einsatz aller Mitarbeitenden zu verdanken haben.“

Info: Der Abonnementverkauf startet am 15. Mai 2023.  Einzelkarten sind ab dem 5. September 2023 an den Theaterkassen in Bozen und Trient sowie erhältlich.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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