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„Es braucht leistbare Mieten“

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Der Südtiroler Jugendring macht einmal mehr darauf aufmerksam, dass es für viele junge Menschen äußerst schwierig ist, eine Wohnung zu einem leistbaren Preis zu bekommen.

Der Südtiroler Jugendring (SJR) macht einmal mehr darauf aufmerksam, dass es für viele junge Menschen äußerst schwierig ist, eine Wohnung zu einem gerechten und leistbaren Preis zu bekommen – und das sowohl am Mietmarkt als auch in Bezug auf Bau, Kauf oder Sanierung.

„Von Bedeutung für junge Menschen ist insbesondere der Mietmarkt. Es muss möglich sein, eine Wohnung zu einem fairen Preis zu mieten“ mahnt Tanja Rainer, SJR-Vorsitzende, die sich ein rasches Handeln der Entscheidungsträger*innen wünscht.

„Ohne leistbares Wohnen ist der Schritt in die Selbständigkeit für junge Menschen nicht möglich. Außerdem verlieren wir immer mehr junge Menschen ans Ausland, wo es leichter ist, Wohnungen zu einem angemessenen Preis zu mieten und die Lebenshaltungskosten niedriger sind. Wir werden uns auch schwerer tun, dringend benötigte Arbeitskräfte aus dem Ausland zu bekommen, da diese ebenso in der Regel auf leistbare Mietwohnungen angewiesen sind“ so Rainer.

Zudem müsse auch darauf geachtet werden, dass für Student*innen genügend leistbarer Wohnraum vorhanden ist, etwa für Wohngemeinschaften.

Laut ISTAT wird beinahe ein Viertel der Wohnungen in Südtirol kaum genutzt bzw. steht leer.

Der Südtiroler Jugendring plädiert daher dafür, auszuloten, wie diese dem Mietmarkt zugeführt werden können, um so das Angebot gerade auch für junge Menschen zu vergrößern. Außerdem dürfe die Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) für Langzeitvermietungen nicht höher sein als jene für touristische Vermietungen. Des Weiteren brauche es eine Rangliste für Jugendliche und junge Erwachsene bei den Wohnungen des Instituts für den sozialen Wohnbau des Landes Südtirol (Wobi), wie es sie bereits für Senior*innen ab 60 Jahren gibt.

 

 

 

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Kommentare (4)

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  • tirolersepp

    Mit diesen Einstiegsgehältern – Hotel Mama kein Wunder!

    Lohnniveau in Südtirol eine Katastrophe !

  • romy1988

    @tirolersepp: kündigen, es gibt Jobs wie Sand am Meer! Das ist doch Dein dauernder Kommentar, oder täusche ich mich? Deinem jetzigen Kommentar zu urteilen ist die Sache also doch nicht ganz so einfach.

  • sougeatsnet

    @romy kündigen kann etwas bringen, trotzdem sind die Anfangsgehälter von Jungakademikern nicht zu tief, sondern viel zu tief. Zudem ist in Südtirol Vitamin B sehr stark verbreitet und die gut honorierten Posten werden damit vergeben, besonderer Dank gilt hier dem System SVP. Und dann ist da der überbordende Tourismus, welcher für hohe Preise von Wohnungen und Mieten sorgt.

    • placeboeffekt

      In Bozen gibt es viele leerstehende Wohnungen

      Viele hüten sich davor diese zu vermieten da man zahlungsunwillige Mieter nur mit hohem Aufwand wieder loswerden kann

      Ganz zu schweigen davon, wenn diese die Einrichtung mutwillig zerstören

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