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Nah & frisch

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Das Land Südtirol ist weiter um die Aufrechterhaltung der Nahversorgung bemüht. Heute hat die Landesregierung die Förderbeträge angehoben. Ansuchen sind ab Februar möglich.

Die Nahversorgung in ländlichen und strukturschwachen Gebieten aufrecht erhalten, regionale Kreisläufe stärken und lokale Erzeugnisse in den Mittelpunkt rücken – darauf zielten die Sondermaßnahmen ab, auf deren Grundlage das Land den Detailhandel in ländlichen Gebieten in Südtirol finanziell unterstützt.

Am Dienstag hat die Landesregierung auf Vorschlag von Landesrat Philipp Achammer beschlossen, die Förderbeträge für die Aufrechterhaltung beziehungsweise die Weiterführung der Nahversorgungsbetriebe anzuheben.

„Das Handelsangebot in den Städten und der Online-Handel drängen die Nahversorgung in ländlichen Gegenden immer stärker in ein Nischendasein. Die kleinen Läden in den Dörfern sind aber für die Lebendigkeit und das soziale Leben in den peripheren Orten ausschlaggebend. Daher wollen wir diese so genannten Tante-Emma-Läden erhalten“, erklärt Landesrat Philipp Achammer.

„Zu diesem Zweck haben wir heute die Beitragshöhe für die Aufrechterhaltung bestehender Nahversorgungsbetriebe von derzeit maximal 9000 Euro auf bis zu 11.000 Euro angehoben. Werden Zusatzdienste angeboten, so kann dieser Beitrag um weitere 1000 Euro angehoben werden und steigt von derzeit bis zu 10.000 Euro auf bis zu 12.000 Euro.“

Solche Zusatzdienste können der Verkauf von Tageszeitungen und Zeitschriften, ein Lieferservice frei Haus von Einkäufen, der Verkauf von Monopolwaren, die Ausstattung als multimedialer Standort mit Internetverbindung und Fotokopierdienst sowie Postdienste sein. Auch der Verkauf von Südtiroler Lebensmittelprodukten zählt als solcher Zusatzdienst.

Voraussetzungen

Um die Landesförderung können sich Handelsbetriebe bewerben, die Detailhandel in ländlichen Gebieten beziehungsweise Ortschaften mit mindestens 150 Einwohnenden betreiben, einen durchschnittlichen Mehrwertsteuerumsatz von maximal 450.000 Euro im Jahr erzielen und eine große Auswahl an frischen und konservierten Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs garantieren. Die Landesregierung hatte 2014 erstmals Sondermaßnahmen zur Stärkung des Detailhandels in ländlichen Gebieten und in strukturschwachen Ortschaften vorgesehen.

Um Sondermaßnahmen für Nahversorgungsbetriebe für das Jahr 2023 kann ab Februar über die Plattform „myCivis“ angesucht werden. Weitere Informationen sind in Kürze auf der Webseite des Landes zu Arbeit und Wirtschaft unter „Wirtschaftsförderung“ zu finden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • andreas1234567

    Hallo nach Südtirol,

    nix zu meckern, nichts zu schimpfen, finde ich einfach gut.

    Ich liebe diese Dorfläden und das ungezwungene Kassenplaudern, es ist sozialer Treffpunkt und Nachrichtenbörse.

    Diese Miniläden sind ein sozialer Schatz und unbedingt erhaltenswert , das ist unbedingt erhaltenswert und es geht hier um Trinkgelder das auch zu Erhalten.

    Jeder Förder-Euro in diese dörfliche Sozialkultur der Dorfläden fühlt sich an wie Hirn welche der Herrgott vom Himmel schmeisst

    Auf ein gemütliches Wiedersehen in einem dieser Dorfläden

  • imker999

    Wenn nicht jeder im Dorf nach dem einkaufen wüsste, was wer gekauft hat, würden auch mehr Leute hingehen.
    Wenn man seine blöde Klappe nicht halten kann, braucht auch niemand zu jammern, wenn die Leute auswärts fahren, um einzukaufen.

    • andreas1234567

      Hallo @imker999,

      hab jetzt wirklich einige Minuten damit verbracht mir einen Reim auf diesen Kommentar zu machen.

      Ist es wirklich ein Problem wenn diese Dorfläden eine Tauschbörse für Dortklatsch und Tratsch sind?

      Ich empfinde das als liebenswert und sozial wertvoll , als Auswärtiger geniesse ich diesen Anachronismus.

      Da hat Südtirol wirklich was Gutes und einen Anlaufpunkt für alle welche sonst kaum bis gar nicht mehr über soziale Kontakte verfügen.
      Ausserdem bringen diese Miniläden zwei bis drei Dorfbewohner in Lohn und Brot.

      Die paar tausend Euro sein wirklich gut angelegtes Geld.

      Auf Wiedersehen im Dorfladen

  • nobodyistperfect

    Erst wenn kein Laden mehr im Dorf ist, werden wir es verstehen, wie wichtig dieser war!!!

  • tirolersepp

    Diese Förderung hat Hand und Fuß !!!

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