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„Ein historischer Moment“

Foto: LPA/Tiberio Sorvillo

Gestern erfolgte der Spatenstich für die Umfahrung Percha. Minister Matteo Salvini wurde dabei per Videokonferenz zugeschaltet. Was er zur Umfahrung sagte.

von Markus Rufin

Bei der Umfahrung von Percha handelt es sich um ein wichtiges Projekt, das in erster Linie für das Dorf, aber wohl auch für das gesamte Pustertal eine wichtige Entlastung darstellt. Der Spatenstich für das Projekt ist zwar wichtig, wurde aber durch die angekündigte Anwesenheit von Mobilitätsminister und Lega-Chef Matteo Salvini zusätzlich aufgewertet.

Erst kurz vor der Pressekonferenz, am gestrigen Vormittag, gab der Minister dann bekannt, dass er aus Termingründen, nicht vor Ort sein könne. Dennoch nahm er an der Pressekonferenz teil – via Videokonferenz.

Viel zum Projekt zu sagen, hatte Salvini allerdings nicht. Er garantierte aber immerhin, dass die Finanzmittel, die der Staat für die Umfahrung bereitstelle, bereits bereitstehen würden. Er zeigte sich zufrieden damit, dass die Baustelle bereits eingerichtet wurde und hob hervor, dass die römische Regierung und sein Ministerium bei solchen Projekten vor allem zwei Ziele verfolgt: Arbeit und Sicherheit.

Ebenso kündigte er an, dass er später ins Pustertal kommen werde. Angesichts der guten Schneelage werde er entweder zu Fasching oder Ostern das Olympia-Potenzial des Pustertales beobachten. Dabei werde er sich auch über das „Kunstwerk“ Brennerbasistunnel informieren.

Inhaltlich wesentlich mehr zu sagen hatte da schon Landeshauptmann Arno Kompatscher: Die Umfahrung löse sicher nicht die Herausforderungen für die Mobilität im Pustertal, sei aber ein wichtiger Baustein für das Gesamtkonzept: „Wir müssen Mobilität insgesamt modern gestalten und planen. Der heutige Baustart in Percha ist ein Moment der Zuversicht.“

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider ging in seinen Ausführungen auf einige technische Details ein. So erwähnte er, dass an Spitzentagen rund 26.000 Fahrzeuge durch das Dorf fahren. Die drei Kilometer lange Umfahrung verbessere die Lebensqualität, trage aber auch zur Sicherheit bei, da zwei scharfe Kurven eliminiert werden und die Zufahrt verbessert werde.

Bereits im März soll der Tunnelanstich erfolgen, kündigte Alfreider an und verwies auf weitere Vorhaben wie die Neugestaltung von Kreuzungen, eine bessere Verbindung zwischen St. Kassian und Cortina und die Riggertaler Bahnschleife sowie weitere Vorhaben für die Bahn, die beim Sportevent und darüber hinaus zusammen mit emissionsfreien Bussen das Rückgrad der Mobilität sein soll.

„Der Bau der Umfahrung Percha ist das erste große Vorhaben, das vorbereitend auf die Olympischen Winterspiele 2026, die für uns im Zeichen der Nachhaltigkeit stehen, startet“, sagte Umweltlandesrat Vettorato. Alle Anlagen für das Sportereignis und sämtliche Vorhaben im Bereich Mobilität würden stets mit Blick auf die Umwelt verwaltet, unterstrich der Vizelandeshauptmann.

Ganz besonders erfreut zeigte sich Martin Schneider, Bürgermeister von Percha: „Für die Gemeinde Percha ist heute ein historischer Moment, denn nun wird Vorhaben angegangen, das das Leben in unserem Dorf verbessert und auf das wir schon lange gepocht haben.“

Die Umfahrung von Percha ist neben der Riggertalschleife derzeit das größte Projekt im Infrastrukturprogramm des Maßnahmenpakets des Landes für das Pustertal für die kommenden Jahre. Zugleich ist die neue Infrastruktur Teil des nachhaltigen Mobilitätsmanagements für die Olympischen Winterspiele 2026, in deren Rahmen die Pustertaler Gemeinde Rasen-Antholz bekanntlich Austragungsort ist. Somit bezuschusst der Staat den Bau der Umfahrung mit rund 30 Millionen Euro.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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