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Die Bauern-Regeln

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Die Landesregierung passt die Richtlinien für Förderungen in der Landwirtschaft an. Welche Neuerungen es gibt.

Auf Antrag von Landesrat Arnold Schuler hat die Landesregierung die Richtlinien für die Förderung landwirtschaftlicher Wohnbauten, die Gewährung von Beihilfen im Bereich „Urlaub auf dem Bauernhof“, die Förderung von Investitionen in landwirtschaftlichen Unternehmen und die Förderung von Investitionen im Bereich Beregnung überarbeitet und angepasst. „Mit den Beiträgen wollen wir den Weiterbestand der Höfe sichern. Vor allem den Bergbauern gelingt es oft nur aufgrund dieser Fördermittel, einen guten Lebensstandard zu erreichen“, sagt Schuler. Europaweit sei die Abwanderung der Bewohner von abgelegenen Höfen an der Tagesordnung, die wolle man in Südtirol aber verhindern. Die Bauern produzierten nicht nur Qualitätsprodukte, die zum Ansehen des Landes beitrügen, sondern leisteten auch einen wichtigen Beitrag für den Erhalt und die Pflege der Landschaft.

Es gelten weiterhin die Einhaltung eines mit der Höhenlage degressiv gestaffelten maximalen Viehbesatzes, die Mindestvoraussetzungen bezüglich Flächen und die erforderliche Mindestinvestition. Neu sind die auf gesamtstaatlicher Ebene erfolgte Einführung des einheitlichen Projektkodex CUP, die Vereinheitlichung der Definition für die Berechnung des Viehbesatzes und der Toleranzen sowie einige formale Präzisierungen in der Abrechnungsprozedur.

Beihilfen für Urlaub auf dem Bauernhof werden weiterhin nur für zwei Ferienwohnungen gewährt. Wird Wohnvolumen wiedergewonnen (Sanierung von mindestens 25 Jahre alter Bausubstanz), werden die zuschussfähigen Kosten erhöht. Erhöht wurde die Mindestanzahl an Großvieheinheiten, nämlich von zwei auf vier.

Künftig werden Investitionen in neue Transporter, Traktoren und Aufbauheulader wieder gefördert. Biobetriebe bekommen für bauliche Vorhaben um zehn Prozent erhöhte Beiträge im Vergleich zu Betrieben, die auf herkömmliche Weise produzieren.

Auch im Bereich Beregnungsanlagen gibt es neue Richtlinien. Als Grundlage gilt künftig nicht mehr die EU-Rahmenregelung, sondern die Freistellungsverordnung. Beiträge gibt es nur noch für die Sanierung bestehender Anlagen. Im Obst- und Weinbau gilt der Umstieg auf Tropfberegnungs-Anlagen als verpflichtende Voraussetzung für den Zugang zu Beiträgen. Einzelbetriebliche Tiefbrunnen, Pumpstationen und Bewässerungsnetze im Obst- und Weinbau werden nicht gefördert. Es wird ein Maximalbetrag für die zuschussfähigen Kosten pro Hektar innerhalb von zehn Jahren anerkannt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (42)

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  • criticus

    Das Landtags-Wahljahr läuft an!

  • prof

    ……….und der Bauernbund hat eine große Wählerschaft.

  • franz19

    Hurra,jetzt vor den Wahlen fangen die Zuckerl an für unsere Bauern…Bravo Schuler und Co.

  • erbschleicher

    In meinem nächsten Leben werde ich bestimmt 100% 1000% 10000% Bauer.

    • 2xnachgedacht

      @erbschleicher
      das wäre dann wohl die nächste fehlentscheidung 😉

    • imker999

      Warum erst im nächsten Leben? Lieber gleich, damit du sicher in den Genuss der Förderungen kommst. Höfe zu kaufen gibt es genug. Wozu noch arbeiten, wenn du schon die Möglichkeit hast, alles umsonst zu haben?
      Dann kannst du um die 40.000 E Förderung für Uab ansuchen, über die sich alle das Maul zerreißen. Leider wird der Bau für diese nicht mit 4 % mwst. berechnet wie bei deiner Wohnung (sofern du überhaupt eine hast), sondern mit 22%. Also bei 5 Fewos kommen wir schon mal auf etwa 150.000 mwst. Und nein, diese kann man nicht wie die Hotels abschreiben.

      • schwarzesschaf

        Ist ja auch gewerblich ach nein nur nebenerwerb genau, schon ein kleiner nebenerwerb. 5 fw zu 80 euro am tag mal 100 tage auslastung sind 40.000 im jahr nebenerwerb ja ja das ist zu wenig versteh denn ein fendt vario kostet ja 130.000

        • erbschleicher

          @schwarzesschaf
          5 fw zu 80-100 € pro Tag vermieten und 10 € angeben.

        • imker999

          Kleingewerbe nennt man das. Darunter fallen ALLE Kleinbetriebe, unter einen bestimmten Umsatz, die ALLE gleich besteuert werden. Dieses kannst auch du anmelden.
          Fendt Vario fahren nicht alle, ist ein Arbeitsgerät genau wie bei ALLEN Kleinbetrieben zb. modernste Biegemaschinen Schweißgeräte, Roboter, uvm. Alle diese Arbeitsgeräte werden gleich gefördert. Deswegen rate ich Jeden, sich Selbständig zu machen. Dann kann Jeder Selbst und Ständig arbeiten.

        • andreas1234567

          Hallo @schwarzesschaf,

          die Rechnung geht bei einem Plastiktütenpennerimperium in den Laubengassen auf.
          5 Bettler, 80 Euro am Tag und 100 Tage.
          Ein gastgewerblicher Nebenerwerbsbauer hat da durchaus von diesen 40000 Euro noch die Betriebskosten zu tragen und da reden wir gewiss auch angesichts der explodierten Energiepreise nicht von Kleinigkeiten, die so errechneten 40000 Euro schmelzen dahin wie Schneemann Erwin auf dem Waltherplatz im August.

          Ich hab bislang aus der Neidfraktion nur Beschimpfungen, Milchmädchenrechnungen und „Enthüllungen“ gelesen die man seltsamerweise für sich behalten wollte.

          Bisschen schwaches Bild, überzeugt mich nicht

          Auf Wiedersehen in Südtirol

  • bernhart

    Es ist nicht nachvollziehbar, dass Biobetriebe 10% höhere Beiträge erhalten.
    Nichts gegen Biobetriebe,aber normale Bauern haben die selben Ausgaben.
    Bio ist nicht besser als konvenzionel,nur bei den konvenzionellen wird weinger gelogen und betrogen, finde den Verteilerschlüssel nicht richtig.
    Nur weil Schuler auf Bio umsteigt, darf er konevenzionelle nicht strafen.

  • kirchhoff

    Neuer Studiengang: „Dipl. Subventionslandwirt“ ?

  • ostern

    Solange wir Arbeitnehmer haben die NICHTS sagen?!

  • andreas1234567

    Hallo nach Südtirol,

    alberne Neiddebatte wenn es ein paar Prozentpunkte Förderung alle 10 Jahre für eine modernisierte Aussenmechanisierung gibt, das sind Trinkgelder. Und es sind wirklich Beihilfen, den Grossteil der Investition trägt der Bauer.

    Das Geplärre kommt aus Ecken die kein Problem haben irgendwelche nutzfreien „Nachhaltigkeitskongresse“ um Millionen Euro abzuhalten wozu auch unbedingt Schimpansenforscherinnen aus Schwarzafrika eingeflogen gehören.

    Es gibt genug Nutzlose die lautstark zu 100% von Landesgeldern bezahlt werden wollen um selbstentdeckte Probleme zu erforschen und zu bekämpfen, wen das Neidgeplärr aus dieser Richtung komplett aufhören würde dann wären diese kleinteiligen Förderungen eine geräuschlose Sache.

    Wer kleinteilige lokale Landwirtschaft will muss wissen es ist wie in einem Kaufhaus, an allem was ich haben will klebt ein Preisschild.
    Die Bauernhilfen sind in der Abteilung Sonderangebot zu finden

    Auf Wiedersehen in Südtirol

    • schwarzesschaf

      Trinkgelder msl eine 100.000 sind auch einge Millionen und kommt immer drauf an was du als trinkgeld gibst. Also uch den zimmermädchen 20 euro bei 3 tsgen aufenthalt also ist es ansichtsache ob doe bauern trinkgeld bekommen ich möchte es auch wenns nur ein trinkgeld ist

      • andreas1234567

        Hallo @schwarzesschaf,

        du möchtest das Bauerntrinkgeld oder das Zimmermädchentrinkgeld einfach so, das geht natürlich nicht.
        Es stehen genug Bergbauernhöfe zum Verkauf und wenn du überleben willst wirst du auch Zimmervermietung anbieten, kannst ja auch das Zimmermädchen machen und auch diese Trinkgelder kassieren.

        Ich täte das nicht machen wollen, weder Zimmermädchen noch Bergbauer.
        Auch nicht für üppigste Trinkgelder.
        Und es sind Trinkgelder, das meiste Bauernbewirtschaften geschieht im Nebenerwerb.Und der Nebenerwerb wird dann auch versteuert, ganz regulär

        Auf Wiedersehen auf einem richtigem Bergbauernhof, den Missbrauch durch Grosskopferte lese ich regelmässig mit und bin da auch maximal verärgert

  • esmeralda

    @andreas0815, du schreibst:
    „Es gibt genug Nutzlose die lautstark zu 100% von Landesgeldern bezahlt werden wollen um selbstentdeckte Probleme zu erforschen und zu bekämpfen“

    Wen meinst du denn eigentlich? Nenn einfach mal Namen dieser Nutzlosen, die zu 100% vom Land bezahlt werden wollen

    • rumer

      @esmeralda
      es gibt in Südtirol 50000 öffentlich Bedienstete. Wo anfangen aufzuräumen? Am besten überall gleichzeitig, vor allem beim IDM.

      • andreas1234567

        Hallo @rumer,

        IDM hab ich jetzt komplett vergessen..
        Die fallen hauptsächlich durch abgehobenes Dozieren in einer Gaga-Sprache aus Deutsch und Englisch auf und lassen sich mit Millionen durchfüttern.

        Als Tourist bin ich mir sicher ich hab die noch nie gebraucht oder genutzt und bei einer Umfrage unter Gästen ob ihnen ein Verein namens IDM bekannt ist werden gewiss 90%+X mit einem ratlosen Gesicht antworten

        Auf Wiedersehen in Südtirol, ich finde den Weg wie üblich ohne IDM

  • themacki

    Als nicht Bauer ist man in Südtirol ein Bürger der Kategorie B! Mit einem Bruchteil der Beiträge an den Bauern, könnte man für die restliche Bevölkerung so viel machen. Aber solange sich nur eine Minderheit gegen diese Ungerechtigkeit aufregt, wird alles beim Alten bleiben.

    • andreas1234567

      Hallo @themacki,

      das ist blablabla..

      Wieviele Beiträge bekommen die Bauern und wie gross ist der Bruchteil dessen und vor allem was kann man damit dann „so viel für die Bevölkerung“ machen?

      Ich halte das für sinnfreies Bauernhassgeplapper, wahrscheinlich auf diversen Stuhlkreisen aufgeschnappt und jetzt brav aufgesagt

      Auf Wiedersehen auf einem Südtiroler Berghof

      • ostern

        @andreas1234…
        Bleiben wir bei der Wahrheit……
        Und was zahlen die Bauern an Steuern? Z. B. IRPEF. Und was bekommen sie an Beiträgen die ein Normalbürger nicht bekommt.
        Das sind keine Hassparolen, das ist pure wahrheit.

        • andreas1234567

          Hallo @ostern,

          der „Normalbürger“ hat auch keinen Hof den er tanzjährlich bewirtschaften muss, der geht so wie ich nach 8 Stunden Arbeit/37,5 Stundenwoche heim.

          Ich denke jedwede Subvention in den Bauernbereich ist gerechtfertigt und insbesondere bei den Bergbauern kullert jeder Steuereuro auch per Tourismus wieder zurück in den Sack.

          Ein Hauptargument bleibt sowieso, wenn es einmal wirklich schlechte Zeiten geben sollte wird man um jede heimische Lebensmittelproduzenten dankbar sein, es gab schon einmal die Zeiten als Wohlstandsbürger die letzten Meter vor der Bauerntür auf Knien gerutscht sind um etwas Speck,Mehl,Eier oder Brot zu bitten..
          Das bitte ich immer wieder zu bedenken, für mich ist Bauernhass pure Wohlstandsverwahrlosung von Leuten die es gewohnt sind der Staat bindet einem die Schuhe, putzt einem dem Popo und passt auf damit sich der Zeitgenosse nirgends „aua“ macht

          Auf Wiedersehen in Südtirol

          • ostern

            @andreas123…
            Als sebständiger Arbeiter machst du keine 8 Stunden am Tag,
            das sind dann bedeutrnd mehr. Ist dir bewusst was den südtiroler Bauern alles in den Rachen geschoben wird. Du lebst wohl dem Mond näher als der Erde. Stellen sie einen Zaun auf bekommen sie Beiträge, im Sommer kostenlose Hilfe beim Heu mähen, usw. usw.
            Schlaf weiter , und informier dich bevor du so einen Blödsinn schreibst. In der Kürze liegt die Würze. Kein langes Geschwafle
            kannst du dir ersbaren!!!

  • romy1988

    Otto Normalverbraucher wird doch auch an allen Ecken und Enden unterstützt, nur zugeben tuts keiner.

  • andreas1234567

    Hallo @esmeralda,

    die Liste wäre arg lang.

    Ich zähle aber zu diesen alle Krakeeler die sich um die deutsche Rufmordkampagne „Pestizidland Südtirol“ lautstark beteiligt haben und als ihnen die Spritzbücher ausgehändigt wurden wurde es still.

    Da ich ein gutes Gedächtnis habe ist mir ein Beispiel hängengeblieben:

    https://www.tageszeitung.it/2021/04/26/ueberlebt-die-sozialgenossenschaft-spirit/

    Die Sozialgeniossenschaft Spirit die es geschafft hat trotz üppigster Fördergelder und nach Eigeninformation „Selbstausbeutung der Mitglieder“ alles wirtschaftlich an die Wand zu fahren weil es eben leider leider wegen „ehrlich eingestanden, auch eigene Schwächen in der Betriebsführung“ nicht gereicht hat.

    Auf gut deutsch, die Träumer haben das Geld aus dem Fenster geschmissen und bitten nun um Neues.
    Das sollte mal ein Bergbauer wagen, in der Presse rummaulen weil die Subventionen nicht reichen weil er nicht rechnen kann..

    Ich kann die Liste der Träumer und Verschwender endlos mit belegbaren Pressestellen fortsetzen falls linksradikales Interesse besteht..

    Auf Wiedersehen auf einem Südtiroler Berghof

    • kongo

      Tja Andreas auch ich habe ein gutes Gedächtnis. Da wird mal schnell ein riesen Stall mit darüberliegenden Futterhaus aufgestellt,natürlich zu 100% subventioniert nach zwei drei Jahren das Vieh verkauft und ein Sägewerk daraus gemacht, mit den modernsten Maschinen. natürlich auch subventioniert Seit über einem Jahr steht es still. Aufwiedersehn auf einen stillen Bergbauernsägewerk in Südtirol.

      • andreas1234567

        Hallo @kongo,

        endlich einmal etwas Widerstand mit Fleisch an den Knochen.
        Hast du auch einen Link als Beleg auf diese Geschichte damit ich mir das anschauen kann?
        Oder fällt die Geschichte dann in sich zusammen?

        Auf Wiedersehen in Südtirol

        • kongo

          Andreas.natürlich könnte ich dir das sagen muss aber damit nicht hausieren gehen.Was ich damit sagen wollte ist, dass so, viele Gelder im Sand versinken.

          Gruss aus Südtirol.

          • andreas1234567

            Hallo @ kongo,

            ja danke für die Antwort..Alles klar dann..
            Den Rest der Meinung sollen sich die Mitleser bilden

            Auf Wiedersehen in Südtirol

      • rumer

        @kongo
        kein Bauernstall wird oder wurde jemals mit 100% subventioniert. Hör auf Blödsinn zu schreiben.

  • bettina75

    Bauer muasch sein in diesem Land, z.B.: Manfred Vallazza.

  • morgenstern

    Darauf könnte man eine Wette abschließen dass wenn ein Artikel über die Bauern in der TZ erscheint, die Begriffe Beiträge bzw. Subventionen mit Sicherheit vorkommen.

  • sepp

    Leute wahlen stehen an wen nett noch weißt das SVP gewählt hosch kriegsch nix

  • andreas

    Es gibt durchaus Bauern, welche man fördern soll.
    Das Problem sind aber Bauern wie rumer, Vallazza, Faistenauer oder die Deeg, welche meinen sie sind schlauer als der Rest der Welt und jeden Cent abstauben, wo es einen gibt.
    Oder auch der vertrottelte Obstbauer in einem Dorf im Etschtal, welcher nach dem Kirchen großartig auf dem Dorfplatz verkündet hat wie schlau er ist, da seine Frau und 2 Kinder auch die 600 Euro Coronahilfe bekommen, obwohl sie nicht direkt mit dem Betrieb zu tun haben.

  • leser

    Ach Leute wenn man es so sieht sind wir schon sehr nahe an der Prophezeihung von Felix mitterers piefkesaga „DIE ERLÖSUNG“
    Es sprudelt überall Zuwendungen und Förderungen heraus
    Wer hat noch keine flügelschtaube am Rücken bekommen, mit der die ganzen Schafen aufgezogen und eingestellt werden

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