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Der Poker-König

Foto: 123RF.com

Ein 32-jähriger Südtiroler Pokerspieler klagt gegen seinen „Ausschluss“ aus dem Casino Innsbruck, wo er bis zu 40.000 Euro im Monat gewonnen hatte.

Er bezeichnet sich selbst als Halbprofi mit außergewöhnlichen mathematischen Kenntnissen, der seinen Lebensunterhalt zum Teil mit Pokerspielen bestreitet. Und zieht nun gegen das Casino Innsbruck, das ihn wegen zu großen finanziellen Erfolgs den Zutritt verwehrte, vor Gericht.

Die Rede ist von einem 32-jährigen Südtiroler, der laut einem Bericht von „krone.at“ nun am Zivilgericht Innsbruck mit einer Klage 16.000 Euro Schadensersatz und die Rückkehr an den Pokertisch fordert.

Was war passiert?

Im August vergangenen Jahres schloss das zur Casinos-Austria-Gruppe gehörende Casino Innsbruck den Südtiroler kurzerhand vom Pokertisch nach der Omaha-Variante  aus – mit der Begründung, dieser sei privat. Nach seinem Protest wurde er ein einziges Mal zugelassen und gewann prompt 9.000 Euro. Er folgte sein definitiver Ausschluss.

Zuvor, in seinem besten Monat (Juli 2021), hatte der Südtiroler 40.000 Euro eingespielt, was seine Mitspieler – und das Casino – offenbar besonders ärgerte. Laut eigener Aussage ist er seit 2012 als halbprofessioneller Pokerspieler aktiv und machte jedes Jahr Gewinne. Sein Ausschluss vom Spieltisch sei juristisch nicht zu rechtfertigen, außerdem sei er wegen dessen Monopolstellung finanziell auf den Besuch des Innsbrucker Casinos angewiesen, schreiben die Anwälte des 32-Jährigen in ihrer Klagschrift.

Im Jänner findet die Verhandlung vor dem Innsbrucker Zivilgericht statt, juristisch handelt es sich für österreichische Verhältnisse um einen Pilot-Fall: Kann jemand tatsächlich wegen zu großem Erfolg von einem Casino ausgeschlossen werden?

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • gnu

    Das Casino ausplündern, und nun auf Zulassung klagen: Sehr gut, Respekt!

    Ganz nebenbei: Eigentlich sollte man das ganze Glücksspiel verbieten.

  • foerschtna

    Da sieht man wie nützlich fundierte Mathematikkenntnisse sein können. Aber Mathematiker gibt es halt nur sehr wenige. Im Gegensatz zu Politikwissenschaftlern und Sozialwissenschaftlern.

  • andreas1234567

    Hallo zum Abend,

    manchmal lohnt es sich den Originalartikel zu lesen

    https://www.krone.at/2884398

    Es stellt sich also dergestalt dar: Unter dem Casinodach dürfen Privatpersonen einen Pokerabend (nannte sich Omaha-Pot oder so)veranstalten, die ersten sieben bei diesen Turnieren machen einen Gewinn, es war ein Startgeld zu zahlen.

    Der werte Herr Profispieler schien jedenfalls den sonstigen geldgeilen Trotteln haushoch überlegen mit der Konsequenz
    die haben das Heulen angefangen, kennen sicher viele aus dem Sandkasten (der ist gemein und darf nicht mehr mitspielen)

    Da es um einige Dutzend weinende Kunden ging hat das Casino die eigentlich offene Anmeldeliste für diesen gemeinen Immergewinner gesperrt. Und der klagt jetzt seine fiktiven Gewinne ein.

    Ich kenn das aus der Kindheit, in der Grundschule gab es „Eckenrechnen“.Die Lehrerin hat eine Rechenaufgabe für jede Tischgruppe gestellt, der Schnellste war qualifiziert. Und die Qualifizierten mussten dann zugerufene Rechenaufgaben lösen, der Schnellste durfte eine Raumecke weiterwandern, wer als erster einmal herum war hatte gewonnen.
    Hinterher gab es die Sonderregel wer dreimal gewonnen hat musste einmal aussetzen.Hab ich eben nur viermal wöchentlich gewonnen,..Kopfrechnen ist meine Inselbegabung, warum auch immer, Herrgottsgeschenk..

    Auf Wiedersehen beim Eckenrechnen

  • andreas1234567

    Hallo zum Abend,

    manchmal lohnt es sich den Originalartikel zu lesen

    https://www.krone.at/2884398

    Es stellt sich also dergestalt dar: Unter dem Casinodach dürfen Privatpersonen einen Pokerabend (nannte sich Omaha-Pot oder so)veranstalten, die ersten sieben bei diesen Turnieren machen einen Gewinn, es war ein Startgeld zu zahlen.

    Der werte Herr Profispieler schien jedenfalls den sonstigen Glücksrittern haushoch überlegen mit der Konsequenz
    die haben das Heulen angefangen, kennen sicher viele aus dem Sandkasten (der ist gemein und darf nicht mehr mitspielen)

    Da es um einige Dutzend weinende Kunden ging hat das Casino die eigentlich offene Anmeldeliste für diesen gemeinen Immergewinner gesperrt. Und der klagt jetzt seine fiktiven Gewinne ein.

    Ich kenn das aus der Kindheit, in der Grundschule gab es „Eckenrechnen“.Die Lehrerin hat eine Rechenaufgabe für jede Tischgruppe gestellt, der Schnellste war qualifiziert. Und die Qualifizierten mussten dann zugerufene Rechenaufgaben lösen, der Schnellste durfte eine Raumecke weiterwandern, wer als erster einmal herum war hatte gewonnen.
    Hinterher gab es die Sonderregel wer dreimal gewonnen hat musste einmal aussetzen.Hab ich eben nur viermal wöchentlich gewonnen,..Kopfrechnen ist meine Inselbegabung, warum auch immer, Herrgottsgeschenk..

    Auf Wiedersehen beim Eckenrechnen

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