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Spende gut, alles gut?

 

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In der Adventszeit sind die Menschen milde und großzügig gestimmt. Dies lockt professionelle Betrüge auf den Plan.

Die Weihnachtsvorbereitungen laufen auf Hochtouren und Familien in ganz Südtirol sind in der Adventszeit milde und großzügig gestimmt. Dies wiederum lockt professionelle Fundraiser an, die teilweise zu manipulativen Methoden greifen, um den Bürger:innen eine Spende – oder gar ein Abo zu entlocken.

„Vorsicht ist angebracht“, rät die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS).

Das Wirken vieler Hilfsorganisationen ist begrüßens- und auch unterstützenswert, doch finden sich immer wieder schwarze Schafe unter denen, die um die Gunst der Bürger:innen werben.

Häufig beauftragen Organisationen professionelle Fundraiser, die mit gezielten Marketingstrategien den Altruismus der BürgerInnen entfachen und die Kassen der Organisation füllen sollen.

Daher ist es wichtig darauf zu achten, dass die geleistete Unterstützung auch dem guten Zweck zu Gute kommt und nicht in den Kassen der Fundraising-Unternehmen landet. Sehr häufig sammeln Fundraiser zudem für weit entlegene Organisationen und Projekte, zu denen die Spendenden kaum einen Bezug haben.

Grundsätzlich sollte eine Spende der finanzielle Ausdruck eines persönlichen Anliegens, einer eigenen Überzeugung sein – und nicht gemacht werden, weil man auf der Straße oder der Haustür „abgefangen“ wird.

Seriöse Organisationen informieren umfangreich und transparent über die Tätigkeiten, die mit den Spendengeldern umgesetzt werden, und setzen bei der Spende niemanden unter Zeitdruck.

Wie aber kann ich so spenden, dass meine Spende auch Wirkung zeigt?

Eine direkte, nachweisbare Spende an die gewünschte Organisation ist gleichwohl effizient wie vorteilhaft. Das Gütesiegel „Sicher Spenden“ gibt zudem Aufschluss über die Integrität der Organisation. Genauere Informationen finden Sie auf www.spenden.bz.it oder beim Dachverband der Sozialverbände.

Tipp: Prüfen Sie auch, ob die Spende steuerlich absetzbar ist.

Grundsätzlich gilt, dass jede Spende „nachverfolgbar“ sein muss, um von der Steuer in Abzug gebracht zu werden. Das bedeutet, dass die Zahlung entweder per Bank- oder Postüberweisung, Bankomat- oder Kreditkarte erfolgen muss, und dass der Spendenempfänger den Erhalt der Spende quittieren muss. Daher ist von Spenden in bar eher abzusehen, so der Rat der Verbraucherschützer.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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