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„Sich in Bewegung setzen“

Knapp 100 Fachkräfte der Jugenddienste, Multiplikator:innen und Verantwortungsträger:innen folgten der Einladung der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) und waren im Rahmen der Herbsttagung on Tour unterwegs.

Passend zum Thema „Sich in Bewegung setzen“ standen drei Etappen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Gästen auf dem Programm. Wie unterschiedlich, flexibel und ideenreich Begleitung von jungen Menschen und Beziehungsarbeit möglich ist, zeigte der Blick hinter die Kulissen der Tätigkeit der Jugenddienste.

Die Begleitung von jungen Menschen in Jugendräumen wurde von den Anwesenden ebenso besprochen wie die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Settings. Ebenso stand die Besichtigung von Selbstversorgerhäusern als Frei- und Erlebnisräume auf dem Programm.

Die HERBSTTAGUNG ON TOUR brachte die Jugenddienste ins Gardertal, in den Vinschgau, nach Lana, Terlan und Bozen. Umrandet wurde diese von Austauschtreffen mit verschiedenen Netzwerkpartner:innen wie die Kinder- und Jugendanwaltschaft, dem netz | offene Jugendarbeit, der Südtiroler Jugendring, dem Amt für Jugendarbeit, dem ladinischen und deutschen Jugendbeirat und einigen mehr. 

Sich in Bewegung setzen

Jugendarbeit orientiert sich am Bedarf von jungen Menschen und bedeutet deshalb auch „sich in Bewegung zu setzen“ und dynamisch zu sein. Bewegung findet sowohl in den Köpfen als auch im Entdecken neuer Orte, im Kennenlernen neuer Menschen und Situationen statt.

Eine zentrale Aufgabe der Jugendarbeit ist es, junge Menschen in ihrem Denken und Handeln ernst zu nehmen: dies bedeutet Partizipation und Mitgestaltung in (politischen) Prozessen zu fördern, den Blick auf Sozialraum und Lebenswelten von jungen Menschen zu werfen und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten. Die erste Etappe der Herbsttagung, welche von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste organisiert wurde, brachte die Fachkräfte der Jugenddienste sowie Multiplikator:innen ins Gadertal, die zweite Etappe hingegen ins Martelltal und nach Latsch und als Schlussetappe standen Lana, Terlan und Bozen am Programm.

Begleitung von jungen Menschen in kreativer Weise

Eine zentrale Aufgabe der Jugendarbeit ist es, junge Menschen in ihrem Denken und Handeln ernst zu nehmen: dies bedeutet Begleitung von jungen Menschen und Teilhabe in (politischen) Prozessen zu fördern.

Durch die Einbindung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in die Entscheidungen von heute werden nicht nur Perspektiven für die Jugend von heute, sondern für Erwachsene von Morgen geschaffen. Wichtige Themen von jungen Menschen sind beispielsweise die Mobilität, die hohen Wohnungs- und Lebenserhaltungskosten, aber auch das Bedürfnis der Mitgestaltung in (politischen) Prozessen und das Ernstnehmen ihrer Anliegen, so die Rückmeldung des ladinischen und deutschen Jugendbeirates.

Gemeinsam mit jungen Menschen und in begleiteten Partizipationsprozessen können tolle Ideen Wirklichkeit werden: dies zeigen zum Beispiel ein gestalteter Walderlebnispfad sowie ein Skaterpark.

Jugendarbeit ist niederschwellig, muss jedoch gleichzeitig für junge Menschen sichtbar sein. Dies passiert bei den Jugenddiensten beispielsweise mit Hilfe von fahrbaren Untersätzen wie Camper, Wohnwagen oder Kleinbusse, die vielfach in partizipativen Projekten mit Jugendlichen gestaltet wurden. Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit, schafft aber auch Frei- und Erlebnisräume.

Dies passiert in unterschiedlicher Weise: In der pädagogischen Werkstatt können Jugendliche in einem geschützten Rahmen handwerkliche Fähigkeiten auszuprobieren, Selbstwirksamkeit erfahren und vor allem erfolgt über diese Tätigkeiten in Beziehungsarbeit. Gleichwohl bieten die Selbstversorgerhäuser, z.B. jenes am Würzjoch oder das gerade im entstehende im Martell, Freiräume und die Möglichkeit Gemeinschaft zu erleben.

Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit

Der Alltag Jugendlicher lässt sich als ein Nebeneinander verschiedener kleiner Lebenswelten beschreiben. So verbringen Jugendliche viel Zeit in der Schule, aber auch mit Freund:innen, im Jugendzentrum oder auf öffentlichen Plätzen.

Jugendarbeit stellt neben Schule und Familie einen Sozialisierungsbereich dar, welcher junge Menschen zur Entfaltung und Selbstverwirklichung befähigt. Mittels verschiedener Tätigkeiten und Handlungsfelder begleiten die Fachkräfte der Jugenddienste junge Menschen ein Stückchen auf ihrem Lebensweg.

Die Lebenswelten und Lebenswege der jungen Menschen sind unterschiedlich, deshalb sind unterschiedliche Zugänge notwendig. Es steht die Förderung der Selbstständigkeit im Vordergrund. Sozialraum ist überall dort wo sich Menschen bewegen und begegnen – dazu gehören Gaming, Jugendzentren, öffentliche Plätze, Jugendforen und mehr.

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