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„Den Geldbeutel entlasten“

BürgerInnen mit einem ISEE-Wert unter 40.000 Euro können an sofort das Ansuchen um den Entlastungsbonus in Höhe von 500 Euro pro Haushalt einreichen.

Im Herbst hatte die Landesregierung die Einführung einer Einmalzahlung zur Abfederung der allgemeinen Teuerungswelle beschlossen.

Nun können anspruchsberechtigte Bürgerinnen und Bürger ab 1. Dezember darum ansuchen. Anspruch haben alle Familien mit volljährigen Kindern, Paare ohne Kinder, Alleinlebende, Rentnerinnen und Rentner. Zu den Voraussetzungen zählt der Wohnsitz in Südtirol, dass man über einen Stromanschluss verfügt und bei der Einkommens- und Vermögenssituation ein ISEE-Wert von 40.000 Euro nicht überstiegen wird.

„Es war uns wichtig, den Bonus möglichst schnell und so unkompliziert wie möglich den Menschen in unserem Land zugänglich zu machen. Wenngleich damit nicht alle Mehrausgaben abgedeckt werden, soll doch diese Einmalzahlung die Geldbeutel jener entlasten, die sich durch den Preisanstieg immer schwerer tun über die Runden zu kommen“, unterstreicht Soziallandesrätin Waltraud Deeg.

Um den Bonus kann über den Onlinedienst des Landes selbstständig angesucht werden (Voraussetzung: Zugang mit SPID, aktivierter Bürgerkarte oder elektronischer Identitätskarte). Wichtig dabei ist, dass man vorher den ISEE-Wert des eigenen Haushalts ermittelt hat. Dieser darf – wie bereits bekannt – nicht über 40.000 Euro liegen. Eine andere Möglichkeit, das Ansuchen zu stellen, ist sich an ein Patronat zu wenden, welches dann den Antrag ausfüllt und einreicht. Hier ist jedoch zu bedenken, dass es Wartezeiten geben kann.

„Ansuchen können bis innerhalb 31. März gestellt werden“, erinnert Landesrätin Deeg und weist darauf hin, dass ab Jahresanfang 2023 entweder die ISEE-Berechnung 2022 oder auch die ISEE 2023 herangezogen werden kann.

Informationen und den Link zur Online-Beantragung gibt es im Portal Dienstleitungen auf der Webseite des Landes Südtirol (https://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-a-z.asp?bnsv_svid=1040244) oder auf den Webseiten zum Entlastungspaket des Landes.

17,5 Millionen Euro an Familien bereits ausbezahlt

Bereits in Auszahlung befindet sich der Entlastungsbonus für Familien mit minderjährigen Kindern. Insgesamt 29.222 Empfänger des Landeskindergeldes haben den Bonus bereits von der Agentur für Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) erhalten. Insgesamt wurden somit bereit s 17,5 Millionen Euro an Familien ausbezahlt.

Familien, die noch nicht das Landeskindergeld beziehen, deren ISEE-Wert jedoch unter 40.000 Euro liegt, können noch bis Ende Dezember 2022 um den Landesbeitrag ansuchen. Sie erhalten dann – ebenfalls automatisch – den Entlastungsbonus in Höhe von 600 Euro pro Familie, sofern sie im Zeitraum Oktober bis Dezember 2022 mindestens eine Monatsrate des Landeskindergeldes erhalten haben. Zudem können Familien auch noch den Kinderbonus in Höhe von 400 Euro pro Kind beziehen.

Dieser war im Sommer von der Landesregierung verabschiedet und ab September an Südtirols Familien ausbezahlt worden. Eltern, deren Kinder im Dezember geboren werden und die das Landeskindergeld noch nicht beziehen, können das Landeskindergeld erst ab Jänner 2023 beantragen, sie erhalten folglich die beiden Einmalzahlungen des Jahres 2022 nicht. Allerdings kann in diesem Fall bereits ab Dezember um den oben beschriebenen Entlastungsbonus angesucht werden. Die beiden Einmalzahlungen sind miteinander nicht vereinbar: Das heißt entweder erhält man die Bonuszahlung über das Landesfamiliengeld oder man sucht um den Entlastungsbonus online oder über ein Patronat an.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (21)

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  • nobodyistperfect

    Hört endlich auf mit dieser Brotkrümelpolitik und macht richtige Politik. Was ist mit den ganzen Versprechungen, die ihr Poli…. uns vor die Wahlen immer auftischt.

  • gorgo

    Ich bin ziemlich weit von den 40.000 entfernt. Habe auch noch nie um etwas angesucht.
    Aber wenn man es derart eingehämmert kriegt, muss man sich ja fast in eine Warteschlange stellen, anderen die Zeit und das Geld stehlen die es nötiger hätten.
    Ist Deeg schon im Wahlkampf?

    • severine

      Gorgo,,,, du hast recht,,aufgehämmert wird es Einen wirklich,,aber man kann das Geld auch sinnvoll nutzen und Es den Menschen schenken die es dringend notwendig haben

      • gorgo

        Na, ich tauge nicht zum KVW Robin Hood. Da wäre es doch weitaus heroischer ein paar Überstunden zu machen, ein ernstes Wort mit dem Chef zu reden oder mir eine andere Arbeit zu suchen. Geh doch nicht lottern um zu spenden.
        Muss jeder selber wissen, was er da eintauscht, wenn er sich dort einreiht.
        Ich mag diese „wenn du nicht nimmst was du kriegen kannst bist du blöd-Valazza-Mentalität nicht, dass man dem sog. Mittelstand andauernd einredet, käme nicht über die Runden, er würde durch den Rost fallen usw.
        Schnappviehmentalität.
        Solang es irgendwie geht mach ich da sicher nicht mit.

    • pingoballino1955

      Sie haben das Ansuchen bewusst kompliziert gemacht in der Hoffnung dass die Wenigsten ansuchen. Dann hat man ein Feigenblatt um zu sagen: Wir als Svp können nichts dafür,wenn die Leute nicht ansuchen:Typisch,il trucco c’é,ma non si vede! Die Patronate sind jetzt schon hilflos mit Terminen überlastet.Super eingefädelt Frau Deeg und .Co.

  • prof

    Den Bürgern soll erklärt werden wie der ISEE Wert berechnet wird und warum genügt nicht die letzte aktuelle Steuererklärung.

  • bernhart

    unkompliziert,ist etwas anderes, warum genügt nicht die letzte zeuererklärung??
    Wieso wird immer der Mittelstand bestraft?
    Alle beitäge, des landes sind eine Augenauswischerei, denn Haushalte welche schon gefördert werden mit Wohnbeihilfe,werden noch einmal gefördert,wenn jemand eine Wohnung oder eine 110Qm Haus besitzt (durch harte Arbeit und Verzicht erworben oder gebaut)wird er bestraft, so siehts aus.
    Frau Deeg sie haben wie so oft die Mittelschicht vergessen,auch diese bezahlen Strom Wasser und und

  • netzexperte

    Anstatt endlich mal die grundlegenden strukturellen Probleme anzugehen und zu lösen, wird die Bürokratie auf das Maximum ausgebaut, natürlich auch mit dem Kalkül abzuschrecken, damit einige gar nicht erst darum ansuchen.
    Und dann wird ständig davon geplodert, dass die ausufernde Bürokratie eingedämmt wird – genau das Gegenteil ist der Fall.

  • iceman

    na ja, zumindest sind wir schon einen Schritt weiter. Heute weiß jeder, der sich mit diesen Leckerlis abspeisen lässt, dass dieses Geld aus der Steuerkasse der gesamten Bevölkerung stammt. Früher hat so mancher ja echt geglaubt, die Eselweißler sind mit ihrem eigenen Geld so spendabel.
    Trotzdem ist es erschreckend zu sehen, wie weiterhin von der Mitte aus nach oben und unten verteilt wird, bis die Mitte auch unten angelangt ist.

  • tirolersepp

    Löhne rauf – Minimum 8 Prozent brutto wie in Österreich !!!

    Hoehere Lohn oder Arbeit wechseln !

    Arbeit gibt’s wie Sand am Meer

  • tirolersepp

    Ja genau 10 Jahre immer den gleichen Lohn, es könnte ja die Inflation anheizen!

    Herr lass es Hirn schneien!

  • morgenstern

    Frau Deeg, den ISEE Wert können sie sich sonst wo hin stecken. Ich werde sicher nicht beim KVW anstehen, um die Hosen runter zu lassen.

  • gulli

    Hört endlich auf mit Förderungen, Beiträgen, Zuschüsse, Einmalzahlungen usw. Führt einfach ein gerechtes Lohnsystem ein, bei dem ein Auskommen mit dem Einkommen möglich ist!

  • franz19

    Es lebe die SVP .it den Förderungen für die Ausländer…wenig arbeiten,weniger verdienen und auf den Schulter der arbeitenden Südtiroler leben!!!

    • gorgo

      Blödsinn. Im Verhältnis tragen Ausländer mehr zum BIP bei, auch wenn sie weniger verdienen. Denn die meisten Rentner, Zivilinvaliden, Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke, Mütter und Kinder sind einheimisch.

  • pingoballino1955

    gorgo,wissen sie eigentlich wie fern jeglicher Realitäten in Südtirol sie sich befinden?

  • exodus

    Ich nehme an, dass die Isee nicht nur das Einkommen, sondern auch eventuelle Ersparnisse betrifft.

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