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Geringe Lesekompetenz

Foto: LPA/ Unsplash

Um unzureichende Lese- und Schreibkompetenzen von Erwachsenen auszumachen und über dieses Thema zu beraten, finden in den kommenden Wochen Informationsveranstaltungen statt.

Lesen und Schreiben gelten als Grundkompetenzen. Am Arbeitsplatz sind sie ebenso gefragt wie im täglichen Leben. Doch auch in Südtirol gibt es Menschen, denen das Lesen und Schreiben Schwierigkeit bereitet. Diesen Menschen widmen das Amt für Weiterbildung in der deutschen Landeskulturabteilung und verschiedene Bildungseinrichtungen in Südtirol ihre Aufmerksamkeit. So hat der KVW Schlanders eine Beratung eingerichtet: Erwachsene, die ihre Lese- und Schreibkompetenzen stärken möchten, können sich ab 29. September an jedem Donnerstag von 16 bis 18 Uhr vertraulich und anonym Informationen und Rat holen.

Doch wer sind die Menschen, die nur eingeschränkt lesen und schreiben können, und wie kommt es trotz gutem Schulsystem überhaupt dazu? Welche Auswirkungen haben die fehlenden schriftsprachlichen Fertigkeiten auf deren Alltag, und wie finden sie sich zurecht? Woran erkennt man Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten, und wie spricht man sie am besten an, ohne sie bloßzustellen?

Diese und viele andere Fragen finden in einem Online-Seminar am 30. September 2022 (von 18 bis 21 Uhr) eine Antwort. Zielgruppe des Seminars sind Beratungsstellen, Kursleitende von Arbeitssicherheitsschulungen, Berufsverbände, Arbeitgebende und andere Interessierte, die beruflich oder privat mit Menschen zu tun haben könnten, die wenig lesen und schreiben können. Das gleiche Seminar wird am 28. und 29. Oktober auf Schloss Goldrain in Präsenz abgehalten.

Informationen erteilt das Landesamt für Weiterbildung, das auch Anmeldungen entgegen nimmt, unter der Rufnummer 0471 413394 oder per E-Mail an [email protected] Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • romy1988

    Es wäre an der Zeit, in den Oberschulen auszumisten, denn es gibt viel zu viele Schüler, die trotz Lese-, Schreib- und Italienischschwächen durch 5 Jahre Oberschule geschleust werden und mit einer Matura in der Hand für viele Berufsrichtungen unbrauchbar sind.

  • juvenal

    romy1988
    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Maturaqualifikation liegt heute unter dem Lateinmittelschulabschlussniveau von anno dazumal. Viele Maturanten sind nicht einmal imstande, einen korrekten deutschen Satz zu formulieren, geschweigedenn zu schreiben. Dazu kommt noch das Fehlen einer minimalen Allgemeinbildung. Eine echte Bildungskatastrophe !

  • dn

    Aber wehe, wenn die Kinder nicht durchkommen, da wird gleich mit dem Anwalt gedroht (Hauptsache, sie sind gut im Fußball oder schifahren). Die mangelnden Kenntnisse dürften wohl immigriert sein.

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