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„Sie sind aufgeschmissen“

Der Staat lasse die Familien hängen. Seit September könne nicht mehr um den Kita-Bonus angesucht werden. Jetzt müsse das Land in Vorleistung gehen, fordert Andreas Leiter Reber (F).

Je nach Einkommen erhalten Eltern jährlich zwischen 1.500 und 3.000 Euro an Unterstützung, wenn ihr zwischen null und drei Jahre altes Kleinkind eine Kindertagesstätte besucht.

Bis jetzt, denn der Staat findet momentan kein Geld mehr für diese Unterstützung. „Wer jetzt im September beim Fürsorgeinstitut NIFS /INPS ansuchen möchte wird vertröstet, neue Ansuchen werden wohl erst wieder im neuen Jahr bearbeitet werden“, vermutet Andreas Leiter Reber.

Gleich mehrere junge und besorgte Eltern hätten  sich bei ihm gemeldet, sagt der F-Landtagsabgeordente. „Gerade viele junge Eltern stehen finanziell an der Wand, sie haben meist einen Kredit für das Eigenheim abzuzahlen, oft sind beide gezwungen Vollzeit arbeiten gehen, um ihre Familie versorgen zu können“, so Leiter Reber.

Wenn jetzt zu den explodierenden Strom- und Heizkosten auch noch der Kita-Bonus falle, dann seien sie aufgeschmissen, denn 3.000 Euro haben oder nicht sei für viele Südtiroler Familien entscheidend, so der F-Abgeordnete.

Falls der Staat nicht nachbessert, fordert Leiter Reber die Landesregierung auf, sofort einzuspringen und in Vorleistung zu gehen und den Kita-Bonus unkompliziert über eine Landesschiene zu ersetzen, denn das Geld werde von den Familien jetzt gebraucht. „Wenn Kompatscher und Co. sich und ihre gefälligen Worte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nehmen, dann sollen sie es jetzt auch unter Beweis stellen“, so Leiter Reber.

Selbstverständlich seien diese Gelder später vom Staat zurückzuholen oder einzubehalten – auch dafür sei das Land laut dem F-Obmann in einer viel besseren Position als jeder Private.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • gscheidhaferl

    Den Familien kann man ja alles abwälzen!
    Ich frage mich als eigentlich fleißiger Wähler: wozu soll man noch wählen gehen? Damit von einem Idioten zum nächsten gewechselt wird? Leider ist hier in Südtirol auf Landes- und Gemeinde ebene das selbe Trauerspiel. Nur mehr peinlich. Überhaupt wenn man sieht, wie an anderen Stellen Geld immer wieder gefunden und rausgeschmissen wird.

  • romy1988

    Wenn unsere Familien etwas weniger Geld in Innsbruck ausgeben würden, wäre auch die Kita finanzierbar. Letztes Wochenende waren Dez und Ikea voll von Südtiroler Familien, dafür ist anscheinen genug Geld da.

  • gscheidhaferl

    Na warum wohl werden viele Südtiroler Familien nach Innsbruck fahren???
    Wird wohl nicht an den unverschämt en Preisen hierzulande liegen? Abzocke angefangen bei vielen Produkten bis hin zum Parken!!! Sieht man ja auch an der Inflation, natürlich die Südtiroler beim Abzocken wieder mal die Schnellsten.

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