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Die ladinische Schule

Das Zweite Autonomiestatut brachte für die ladinische Schule eine Reihe von Errungenschaften. Dazu gibt es eine neue Broschüre, die in St. Christina vorgestellt wurde.

Die ladinische Bildungsdirektion hat unter der Leitung von Carlo Suani und mit Zeichnungen von Manuel Riz die verschiedenen normativen Bestimmungen, die das ladinische Bildungssystem in seiner aktuellen Form garantieren, in einer kleinen Broschüre mit dem grödnerischen Titel „La scola ladina y i 50 ani dl Segondo Statut de autonomia“ zusammengefasst.

Insbesondere soll die Broschüre im Rahmen der Feierlichkeiten zu 50 Jahre Zweites Autonomiestatut an die Errungenschaften, die die ladinische Sprachgruppe dank des Statuts in den Bereichen Schule und Bildung erreicht hat, erinnern.

Präsentiert wurde das Büchlein in St. Christina vor zahlreichen Interessierten aus den Bereichen Schule und Kultur, den Vertretern der ladinischen Bildungsdirektion, den drei Grödner Bürgermeistern und dem Landesrat für ladinische Bildung und Kultur.

Landesrat Daniel Alfreider erläuterte bei der Vorstellung die Bedeutung der Publikation und die Bedeutung des Autonomiestatuts für die gesamte Bevölkerung Südtirols.

Die rechtlichen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Errungenschaften der Minderheiten seien keine Selbstverständlichkeit, so der Landesrat. „Die Schule ist eine der wichtigsten Einrichtungen, und es war richtig, hier zu beginnen. Das Gedächtnis muss bewahrt, das Bewusstsein gepflegt und das Engagement erneuert werden, um das Statut zu aktualisieren, zu modernisieren und funktionsfähig zu halten“, betonte der Ladinerlandesrat.

Die Schulamtsleiterin der ladinischen Schulen, Edith Ploner, stellte einige Überlegungen zu den Herausforderungen an, denen sich die Schulen heute stellen müssen. Zu den Zielen gehören das psycho-physische Wohlbefinden von Jungen und Mädchen, die Digitalisierung – begleitet von einer Ausbildung im Umgang mit Informatikwerkzeugen -, eine qualifizierte Lehrerausbildung, die Verbesserung der schulischen Leistungen dort, wo es Defizite gibt, die Verstärkung der Zusammenarbeit mit den Familien und dem lokalen Umfeld, die Gewährleistung der Kontinuität zwischen den verschiedenen Lernstufen und die Garantie der bestmöglichen Bildung für alle Kinder und Jugendlichen.

An einige Errungenschaften des Autonomiestatuts aus einem ironischen Blickwinkel und mit humoristischem Hinweis auf die Unterschiede zwischen Gröden und Gadertal gingen Emanuel Demetz und Simon Kostner in Sketchen ein und betonten schlussendlich, dass es notwendig sei, zusammenzuhalten und die Vorteile, die die Autonomie garantiere, immer im Auge zu behalten.

 

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