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Klänge und Bewegungen

Beatrice Bresolin und Valeria Sturba (Foto: Emanuele Meschini)

Das Festival Tanz Bozen ist heute im Semirurali-Park zu Gast. Zu sehen ist ein Duett der Tänzerin und Choreografin Beatrice Bresolin und der Multiinstrumentalistin, Komponistin und Sängerin Valeria Sturba, welches das Publikum auf eine Reise zwischen Tanz, Gesang und Live-Musik mitnimmt. 

Am Mittwoch, den 27. Juli ist das Festival Bolzano Danza im Semirurali-Park zu Gast. Seit mehreren Jahren arbeitet das von Emanuele Masi geleitete und von der Stiftung Haydn organisierte Festival für zeitgenössischen Tanz mit Stagione Estiva Don Bosco und Cooperativa 19 zusammen und bietet kostenlose Veranstaltungen für ein breites Publikum an. Dieses Jahr zeigt das Festival ein Duett der Tänzerin und Choreografin Beatrice Bresolin und der Multiinstrumentalistin, Komponistin und Sängerin Valeria Sturba, welches das Publikum auf eine überraschende Reise zwischen Tanz, Gesang und Live-Musik mitnimmt. Das Werk Mille (Uraufführung, um 21 Uhr) ist eine Koproduktion von Bolzano Danza und NovaraJazz.

Beatrice Bresolin (1986), ausgebildet in Italien und Berlin, ist freischaffende Tänzerin und Choreografin. Ihre choreografischen Projekte, die gleichermaßen für Bühnen wie für urbane und museale Kontexte konzipiert sind, haben in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt. Im Dialog mit der Umwelt, der Architektur, den Kunstwerken und dem Menschen schafft Bresolin neue Sinneseindrücke mit dem Körper. In Mille arbeitet sie zum ersten Mal mit einer Musikerin zusammen, nämlich mit der bekannten Multiinstrumentalistin und Sängerin Valeria Sturba (1991) und teilt sich mit ihr die Bühne. Die Absolventin des Konservatoriums von Pescara, die allerdings eine elektronische Violine des Mantuaner Geigenbauers Carlo Cantini spielt, tritt auch mit dem Theremin und dem Klavier auf und wird mit Synthesizern, elektronischen Effekten, Loops und allerlei Klanggadgets experimentieren. Ihr künstlerisches Spektrum umfasst verschiedenste Genres wie Lieder, Rock, Jazz, freie Improvisation, elektronische Musik und Minimalismus. Die erfahrene Musikerin stand auf den Bühnen verschiedener Musikfestivals in und außerhalb Italiens und arbeitete unter anderem mit Musikgrößen wie Tristan Honsinger, Stefano Bollani, Cristina Donà und Marco Mengoni zusammen. 2020 war Sturba Teil des MusiktheaterprojektsClown Time, eine Kollaboration zwischen der Compagnia Abbondanza/Bertoni und der Stiftung Haydn, das von David Lynch und Arnold Schönberg inspiriert wurde.

Auf der Bühne ergänzen und widerspiegeln Bresolin und Sturba einander und schaffen so im Dialog zwischen Körper und Musikinstrumente eine noch nie dagewesene Klang- und Bildlandschaft. Die Performance greift den Titel des berühmten Liedes Mille von Sturba auf, in dem es um die Existenz und die verschiedenen Facetten der Persönlichkeit geht.

Die Veranstaltungsreihe im Semirurali Park geht am Freitag, den 29 Juli  um 21 Uhr mit dem Theater „In quello strano paese“ in Zusammenarbeit mit dem Teatro Stabile von Bozen und Teatro Cristallo zu Ende. Das Stück ist eine theatralische Erzählung von Francesco Niccolini über das Thema der Autonomie in Südtirol in Form von Monologen, welche von Marta Dalla Via interpretiert werden. Es ist der 2. Teil einer Trilogie mit italienischen Texten, welche der Geschichte und der Besonderheit dieses Landes und der Südtiroler Situation gewidmet sind. Der 1. Teil „INVENTARSI UNA CITTÀ a Bolzano“ war im Juli 2021 eine sehr erfolgreiche Koproduktion des Teatro Stabile von Bozen und dem Teatro Cristallo über die Entstehung der Autonomie in Südtirol. Dieses Stück wurde dank der Zusammenarbeit mit Renato Mazzoni, Oskar Niedermair, Carlo Romeo, Giorgio Delle Donne, Maurizio Ferrandi, Luca Fregona, Arnaldo Loner, Ettore Frangipane realisiert. Am Abschlussabend nimmt der Verein Volontarius mit „Ein Essen anstatt des Eintrittsgeldes“ wieder teil.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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