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Hamzas Sieg

Nach 27 Jahren ist der Bann gebrochen: Die Boznerin Yasmine Hamza (18) gewinnt das Weltranglistenturnier in Santo Domingo.

27 Jahre nach Klaus Raffeiner darf Südtirol wieder über einen Turniersieg bei einem Weltranglistenturnier im Einzel jubeln.

Die erst 18-jährige Yasmine Hamza gewann das Turnier in Santo Domingo (Dominikanische Republik) dank überzeugender Vorstellungen. In der Weltrangliste rückt sie so auf Position 160 vor. Hamza will sich als erste Südtiroler Badmintonspielerin für Olympische Spiele qualifizieren.

1995 wars, da hatte Rekord-Italienmeister Klaus Raffeiner aus Meran auf Zypern als erster und bislang einziger Südtiroler im Einzel ein Weltranglistenturnier gewonnen. Seitdem gab es für Südtirol 62 Podestplätze bei Weltranglistenturnieren, 13 davon im Einzel, aber bis gestern eben keinen Turniersieg mehr. Die lange Durststrecke beendete die Boznerin Yasmine Hamza. Mit nunmehr drei Turniersiegen (zwei im Doppel mit Katharina Fink) ist sie mit erst 18 bereits die erfolgreichste Südtiroler Badmintonspielerin auf internationaler Ebene.

Die für den SSV Bozen tesserierte Hamza war in Santo Domingo (Kategorie International Series) nicht unter den acht gesetzten Spielerinnen. Nach zwei lockeren Siegen musste sie im Viertelfinale hart kämpfen, um gegen die Brasilianerin Jeisiane Alves in drei Sätzen die Oberhand zu behalten. Im Halbfinale schaltete Hamza die US-Inderin Disha Gupta (BWF Nr. 104) mit 21:16, 21:18 aus. Da präsentierte sie sich sowohl spielerisch als auch mental ganz stark. Im Endspiel gestern gegen die Slowenin Petra Polanc war Hamza beim 21:11, 21:9 nicht mehr zu bremsen.

Hamzas Doppelpartnerin Katharina Fink hatte in Runde eins gegen Polanc verloren. Fink hatte die Woche davor beim Italian International (Kategorie International Challenge) überzeugt und bei ihren drei Qualisiegen unter anderem die malaysische Nationalspielerin Siti Nurshuhaini besiegt.

In der Weltrangliste rückt Hamza morgen von 176 auf 160 vor. Die Weltrangliste ist Pandemie bedingt noch immer verfälscht, weil auch Ergebnisse aus dem Jahr 2019 noch zählen. Berücksichtigt man nur die Ergebnisse eines Jahres, wäre Hamza bereits um Rang 80 klassiert. Diese Platzierung würde für eine Olympia-Qualifikation vermutlich reichen. Mit Hamza freuen sich SBS-Chefcoach Csaba Hamza, Erika Stich (als Trainerin vor Ort), Mentaltrainer Gabriele Ghirardello und die Athletiktrainer Stefano Camin und Federico Tiribello.

Als nächstes werden Hamza und Fink Italien bei den Mittelmeerspielen vertreten, ehe im Sommer unter anderem Trainingslager und Turniere in Asien anstehen.

Die SBS – Südtirol Badminton School ist ein Elite-Förderprojekt des Landes. Ziel der SBS ist, junge Talente – vor allem der Südtiroler Badmintonvereine – zusammenzuführen und auf individueller Basis zu fördern. Rund 25 Spieler trainieren an der SBS, auch Hamza und Fink.

 

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