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Der Kontospesen-Vergleich

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Der aktuelle Vergleich der Kosten für Kontokorrente der Verbraucherzentrale Südtirol zeigt, dass die Ära der Null-Euro-Konten definitiv dem Ende zuneigt.

Der aktuelle Vergleich der Kosten für Kontokorrente der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) zeigt, dass die Ära der Null-Euro-Konten definitiv dem Ende zuneigt: es gibt zwar noch Banken, die Kontos zu Null Euro anbieten: entweder sind aber die darin enthaltenen Leistungen nur sehr wenige, oder es müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden (z.B. monatlicher Eingang von Gehalt oder Rente, ein Depotkonto wurde bei der selben Bank eröffnet, …). Werden darüber hinaus gehende Leistungen in Anspruch genommen, fallen monatliche Kosten an.

Auch fällt beim heurigen Vergleich auf, dass die „Tarifmodelle“ für die Konten durchwegs komplexer geworden sind: wenn mehrere Dienste bei der Bank in Anspruch genommen werden, oder man auch noch Aktionär:in der Bank ist, gibt es Skonti oder es werden Boni anerkannt. Dadurch wird ein direkter Vergleich für dieselben Musterprofile äußerst schwierig.

Der Vergleich zeigt daneben im Vergleich zum letzten eine leichte bis durchaus spürbare Teuerung; einige wenige Bankinstitute zeichnen sich durch gleichbleibende Kosten aus. Daneben wird man auch das Gefühl nicht los, dass das „Kerngeschäft“ so langsam in den Hintergrund rückt: auf den Webseiten werben die Banken für viele Zusatzdienste wie Versicherungen oder Leasing.

Nach wie vor besteht ein starkes Kostengefälle zwischen Schalter- und Onlinekonten: wer digital fit ist, kann hier deutliche Sparpotentiale nutzen.

Auch der heurige Vergleich zeigt deutlich: wer seinen Bedarf kennt, kann – durch Aussuchen des passenden Produkts – durchaus Kosten einsparen. Umgekehrt riskiert man bei der Wahl eines unpassenden Produkts, sich absolut vermeidbare Zusatzkosten aufzuhalsen“ kommentiert VZS-Geschäftsführerin Gunde Bauhofer. „In Zeiten allgemeiner Teuerung ist der Blick auf die Kosten des Kontos sicherlich gut investierte Zeit.“

Was kostet mein Konto aktuell?

Die Kosten des aktuellen Kontos werden von der Bank jedes Jahr auf dem Dezember-Kontoauszug mitgeteilt: dort sind die Spesen für das vergangene Jahr aufgeschlüsselt. Wer sich für einen Kontowechsel entschließt, erteilt der neuen Bank den Auftrag, diesen zu vollziehen. Der Wechsel sollte dann innerhalb von 12 Arbeitstagen erfolgen. Wird diese Frist nicht eingehalten, sieht der Gesetzgeber für die Kunden:innen eine Entschädigung vor.

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Kommentare (2)

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  • robby

    Und zu guter Letzt wird man gezwungen sogar den Kaffee an der Bar mit Karte zu bezahlen wobei dann auch noch Spesen anfallen da man die Obergrenze für kostenfreie Bankoperationen weit überschreitet. Saubanden elendige.

  • olle3xgscheid

    Jedes Jahr der gleiche Schei….,
    Also sollten wir laut Verbraucherzentrale , Bankkonto, Versicherungen, Stromlieferanten usw ja fast 2 X jährlich wechseln.
    Wie wärs mal mit einen ordentlichen Gesetzt für die Verbraucher??

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