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Die Favoriten-Siege

Fotos: Wisthaler

Ryan Regez aus der Schweiz und die Schwedin Sandra Naeslund ließen ihren Konkurrenten auf der anspruchsvollen Haunold-Piste in Innichen keine Chance.

Mit der Bestzeit in der Qualifikation am Samstag haben sie ihre Top-Form angedeutet und am frühen Sonntagnachmittag in den Finalläufen bestätigt: Ryan Regez aus der Schweiz und die Schwedin Sandra Naeslund ließen ihren Konkurrenten auf der anspruchsvollen Haunold-Piste in Innichen keine Chance. Für das beste Ergebnis aus italienischer Sicht sorgte Jole Galli aus Livigno, die den siebten Platz belegte.

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen im einstelligen Minusbereich begannen Sonntagmittag die packenden Finalläufe, für die sich die besten 32 Skicrosser und die schnellsten 16 Skicrosserinnen qualifiziert hatten.

Der spätere Tagessieger Ryan Regez behielt in allen Entscheidungsläufen stets die Oberhand. Auch im Finale erwischte er einen perfekten Start und verteidigte die Angriffe seiner Konkurrenten bravourös. Der 28-jährige Schweizer verwies bei seinem vierten Weltcupsieg den Franzosen Bastien Midol und den Kanadier Reece Howden auf die Ehrenplätze. Rang vier ging an den Österreicher Tristan Takats, während der Kanadier Kevin Drury das kleine Finale gewann.

„Es ist ein unglaublich tolles Gefühl. Wenn man in Innichen gewinnt, dann weiß man, dass man ein guter Skifahrer ist. Jetzt habe ich es endlich geschafft, mich in diesem Klassiker zu behaupten. Dieses Mal konnte ich endlich vom Anfang bis zum Schluss meine Leistung abrufen und habe geliefert. Es fühlt sich toll an. Auch, weil die Vorbereitung extrem schwierig war. Ich habe mir im Frühling die Hand gebrochen und habe lange gebraucht, bis ich wieder in Form war. Heute ist mir ein riesiger Stein vom Herzen gefallen“, sagte Regez, der am Sonntag für den insgesamt 14. Schweizer Sieg in der Region 3 Zinnen Dolomiten gesorgt hat.

Zuech und Deromedis scheiden in der ersten Runde aus

Für die „Azzurri“ war hingegen bereits im Achtelfinale Endstation. Dominik Zuech (Lana) belegte den 27. Platz, der Trentiner Simone Deromedis landete eine Position dahinter. „Ich hatte einen überraschend guten Start und lag an zweiter Stelle. Danach hat mich Chapuis aber abgedrängt und ich bin am Tor vorbeigerauscht. Schade, denn diese Piste taugt mir. Aber ich werde am Montag noch einmal voll angreifen“, sagte Zuech.

Auch sein Teamkollege Deromedis will im zweiten Finale am Montag alles geben – mit ein wenig Wut im Bauch. „Schade, da wäre heute mehr drin gewesen. Nach einem guten Beginn bin ich bei der ersten Kurve mit dem Arm am Tor hängen geblieben. Im Mittelteil habe ich an der falschen Stelle zum Überholmanöver angesetzt“, sagte der 21-Jährige aus Taio, der in dieser Saison als Dritter schon einmal am Podium stand.

Naeslund eine Klasse für sich

Ähnlich wie bei den Männern verlief das Rennen auch bei den Frauen. Hier zogen Sandra Naeslund aus Schweden und die Schweizerin Fanny Smith gemeinsam Runde für Runde weiter. Naeslund erreichte das Ziel stets an erster Position liegend.

Auch im Finale schoss die 25-Jährige aus dem Starthaus, erarbeitete sich in der Folge einen guten Vorsprung und fuhr als erste über die Ziellinie. Für Naeslund handelte es sich um den 21. Einzel-Weltcupsieg insgesamt, sowie den dritten in der Region 3 Zinnen Dolomites. „Das war heute ein sehr starkes Rennen von mir. Ich habe versucht, in jeder Runde schnell zu sein und zu gewinnen. Ich bin sehr glücklich, wie es gelaufen ist“, sagte die zweimalige Weltmeisterin aus Skandinavien.

Im packenden Duell um Platz zwei behielt Fanny Smith im Finale gegen die Kanadierin Brittany Phelan die Oberhand. Für Smith war es das fünfte Podium in Innichen, das 60. in ihrem insgesamt 119. Weltcuprennen. Phelan landete ihrerseits zum zehnten Mal in den Top-3 und zum zweiten Mal schaffte sie dieses Kunststück in Innichen. Rang vier ging an Marielle Berger Sabbatel aus Frankreich, die nach einem Sturz im Halbfinale im Endlauf nicht antrat. Das kleine Finale gewann Marielle Thompson aus Kanada.

Galli egalisiert ihr bestes Weltcupergebnis

Ein Ausrufezeichen setzte bei ihrem Heimrennen auch JoleGalli. Die 26-Jährige aus Livigno egalisierte in ihrem siebten Weltcuprennen ihr bestes Ergebnis und belegte den siebten Endrang.

„Ein schönes, hartes, langes Rennen. Schade um den Schlag, den ich im Halbfinale abbekommen habe, aber das gehört dazu. Morgen Montag werde ich noch einmal alles in die Waagschale werfen. Durch das bessere Quali-Ergebnis habe ich eine noch bessere Ausgangsposition und die gilt es, voll auszunutzen, um endlich ins große Finale einzuziehen“, erklärte Galli. Teamkollegin Lucrezia Fantelli, der am Ende Rang zehn zu Buche stand, war nach dem Aus im Viertelfinale extrem enttäuscht. „Ich wollte unbedingt weiterkommen. Leider hat es nicht geklappt. Das war einfach kein gutes Rennen von mir“, so die 25-Jährige, die in der Val di Sole im Trentino zu Hause ist.

Der Audi FIS Skicross Weltcup 3 Zinnen Dolomites wird am Montag mit dem zweiten Finale fortgesetzt. Los geht’s um 11.30 Uhr mit dem Achtelfinale der Männer. Die Rennen werden von 17 TV-Station weltweit live übertragen, darunter auch Rai Sport. Dutzende Sender berichten indessenzeitversetzt über den Südtiroler Skicross-Klassiker. Zuschauer sind auch vor Ort erlaubt, müssen jedoch den Super Green Pass vorweisen und eine Maske tragen.

Audi FIS Ski Cross Weltcup 3 Zinnen Dolomiten in Innichen

Ergebnisse Männer:

1. Ryan Regez SUI

2. Bastien Midol FRA

3. Reece Howden CAN

4. Tristan Takats AUT

5. Kevin Drury CAN

6. Marc Bischofberger SUI

7. Johannes Rohrweck AUT

8. Erik Mobaerg SWE

Ergebnisse Frauen:

1. Sandra Naeslund SWE

2. Fanny Smith SUI

3. Brittany Phelan CAN

4. Marielle Berger Sabbatel FRA

5. Marielle Thompson CAN

6. Ekaterina Maltseva RUS

7. Jole Galli ITA

8. Daniela Maier GER

Das Programm

Montag, 20.12.2021

11.30 – 12.50 Uhr: Finalläufe Rennen 2, im Anschluss die Siegerehrung

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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