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Südtirol trifft Slowenien

Bei seinem Treffen mit LH Kompatscher hat der slowenische Botschafter Kunstelj die Einrichtung eines Honorarkonsulats in Bozen angekündigt. Gesprächsthemen waren Corona, Minderheitenschutz und Europa.

Seit 2019 vertritt Tomaž Kunstelj die Republik Slowenien als Botschafter in Rom.

Am Montagabend hat er Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher im Landhaus in Bozen besucht. Hauptgesprächsthema war die Corona-Lage in Italien und in Europa. Einig waren sich die beiden Gesprächspartner, dass das Vorantreiben des Impfschutzes der Königsweg in der Pandemiebekämpfung sei. Den europäischen Green Pass bezeichneten sie als wichtiges Instrument, um Anwesenheit und europaweite Mobilität zu ermöglichen.

Die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene, auch im Rahmen der Alpenstrategie EUSALP und der Alpenschutzkonvention, war ebenfalls Gesprächsthema. Botschafter Kunstelj sagte, die europäischen Länder arbeiteten intensiv und effektiv sowohl in der Pandemiebekämpfung als auch bei der Überwindung der Auswirkungen der Corona-Krise zusammen. Sein Land, das derzeit die Präsidentschaft innehat, sei darum sehr bemüht.

Zumal Südtirol zusammen mit dem Trentino 2022 die Präsidentschaft der EUSALP übernimmt, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher die Notwendigkeit, als Alpenländer im Schulterschluss die vielen gemeinsame Anliegen voranzubringen. Dabei verwies Kompatscher auf die vielen Ähnlichkeiten und Verbindungen zwischen Südtirol und Slowenien. Es gebe bereits Kooperationen besonders in Wirtschaft und Innovation, beispielsweise im Bereich der grünen Technologie, die Slowenien fortsetzen und stärken wolle, erklärte Botschafter Kunstelj. Um einen Ausbau der Kooperationen zu unterstützen, werde Slowenien in Kürze ein Honorarkonsulat in Bozen einrichten.

Angesprochen wurde bei dem Treffen auch der Minderheitenschutz.

Südtirols Landeshauptmann erinnerte an die langjährige Verbindung Südtirols zur deutschsprachigen Bevölkerungsgruppe Sloweniens, der Gottscheer, aber auch an die Unterstützung der slowenischen Minderheiten in Österreich und Friaul-Julisch-Venetien.

Botschafter Kunstelj stammt aus Ljubljana, wo er 1963 geboren wurde und ein Hochschulstudium in Holzverarbeitung abschloss.

Ab 1993 war er zunächst als Stabschef und später als Generalsekretär im Außenministerium tätig. Er bekleidete das Amt des Bevollmächtigter Ministers in der slowenischen Botschaft in Argentinien (1998-2001), war Botschafter in Kanada (2006-2011) und beim Heiligen Stuhl (2015-2019) und ist seit 2019 Botschafter seines Landes in Italien.

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