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Der zweite Versuch

Für die 1,8 Kilometer lange Umfahrungsstraße von Branzoll sind die Bauarbeiten erneut ausgeschrieben. Die Umfahrung soll für weniger Verkehr und mehr Lebensqualität im Ort sorgen.

Die Ausschreibung der Bauarbeiten für die neue Umfahrung von Branzoll ist seit Montag, 2. August auf dem Vergabeportal des Landes wiederveröffentlicht. Im Dezember 2020 hatte die Landesabteilung Tiefbau die Bauarbeiten auf Empfehlung der zuständigen Bewertungskommission nicht zugeschlagen. Nun wird dieselbe Ausschreibung mit einer Anpassung an die aktuellen Preisverzeichnisse wiederholt.

Bis zum 10. September 2021 um 12.00 Uhr können Unternehmen nun ihre Angebote für den Bau der Umfahrung von Branzoll abgeben. Insgesamt wird die neue Umfahrung (Bauarbeiten inklusive Mehrwertsteuer, technische Spesen, Enteignungen usw.) voraussichtlich 46 Millionen Euro kosten.

Kernstück ist ein 702 Meter langer Tunnel (60 Meter in offener Bauweise), dazu kommen Anpassungen an den Ausfahrten im Süden und Norden sowie eine Verbindung mit dem Ortskern. Die Ausschreibungssumme für die Bauarbeiten im Vergabeportal des Landes beläuft sich auf rund 33,9 Millionen Euro.

Für mehr Lebensqualität in Branzoll

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider zeigt sich zufrieden darüber, dass die Arbeiten nun weitergehen können: „Nach der ersten Ausschreibung ohne Zuschlag hat die Abteilung Tiefbau auf Hochtouren gearbeitet, um die Ausschreibung so rasch wie möglich wiederholen zu können. Mit dem Vorhaben wollen wir den Ortskern von Branzoll entlasten und die Lebensqualität für die Bürger erhöhen.“

Ein Tunnel und bessere Zufahrten

Das gesamte Vorhaben des Landes für die Straßenvariante der Brennerstaatsstraße zwischen Branzoll und Bozen hat eine Gesamtlänge von rund neun Kilometern. Eine ganze Reihe von Eingriffen wurde dafür schon ausgeführt. Mit dem Baulos Branzoll wird das Gesamtvorhaben laut Tiefbauabteilungsdirektor und Gesamtkoordinator Valentino Pagani nun abgeschlossen.

Der geplante Tunnel wird nach der Nordeinfahrt von Branzoll beginnen, den Aldeiner Bach unterqueren und bei der Südeinfahrt zum Dorf enden. Gearbeitet wird auf einem Abschnitt von 1,875 Kilometern.

Vorgesehen sind neue Zufahrten für Branzoll Nord, eine neue Verkehrsverbindung zwischen dem Ortskern, dem Friedhof und der Umfahrungsstraße sowie außerordentliche Instandhaltungsarbeiten an der Südzufahrt Branzoll.

Die darüberliegende und aktuelle Staatsstraße wird zur Gemeindestraße zurückgestuft. Sie soll entsprechend zurückgebaut sowie mit einem Fuß- und Radweg ausgestattet werden.

Drei Jahre Bauzeit

Die Bauzeit wird mit drei Jahren angegeben. Verfahrensverantwortlicher ist Davide Maniezzo vom Landesamt für Straßenbau Mitte-Süd. Geplant wurde die Infrastruktur von einer Bietergemeinschaft bestehend aus Ingenieur Fischnaller der EUT Energie und Umwelttechnik GmbH (Brixen) und der ILF Consulting Engineers Austria GmbH.

Die Unternehmen können ihre Angebote bis 10. September hinterlegen. Danach erfolgt die Qualitätsprüfung der Angebote. Der nächste Schritt ist dann der Zuschlag der Arbeiten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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