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Achammer für Pass-Pflicht

Philipp Achammer

Wirtschafts- und Arbeitslandesrat Philipp Achammer würde eine Green-Pass-Pflicht für Beschäftigte begrüßen. Eine öffentliche Finanzierung der Tests würde es aber nicht geben.

von Heinrich Schwarz

Italiens größte und einflussreichste Arbeitgeberorganisation, der Industriellenverband Confindustria, lässt mit einer brisanten Forderung aufhorchen: Es soll eine Green-Pass-Pflicht für die Mitarbeiter in allen Wirtschaftssektoren eingeführt werden. Wer nicht geimpft, getestet oder genesen ist, soll auf einen Arbeitsplatz ohne Personenkontakt versetzt oder andernfalls suspendiert werden – mit den entsprechenden negativen Auswirkungen auf den Lohn.

Er sei prinzipiell dafür, den Grünen Pass auszuweiten, sagt Wirtschafts- und Arbeitslandesrat Philipp Achammer. „Aus wirtschaftlicher Sicht muss ich sagen: Die Geimpften werden im Falle nochmaliger einschränkender Maßnahmen sicher nicht mehr akzeptieren, gleich behandelt zu werden wie Nicht-Geimpfte. Dementsprechend gibt es wohl keine Alternative, als größere Unterschiede zwischen Besitzern des Grünen Passes und allen anderen zu machen, um jenen gerecht zu werden, die einen Beitrag für die Gesellschaft geleistet haben“, erklärt Achammer.

Auf die konkretere Frage, ob die Green-Pass-Pflicht auch auf den Arbeitsplatz ausgeweitet werden soll, antwortet der Landesrat: „Wenn der Vorschlag von der Arbeitgeber-Seite kommt, habe ich sicherlich nichts dagegen. Aufgrund der zusätzlichen Möglichkeiten, die wir mit den Tests und Impfungen haben, müssen wir garantieren, dass im Herbst nicht wieder geschlossen wird.“ Mit dem Grünen Pass habe man eine größere Garantie.

„Aber“, fügt Philipp Achammer hinzu, „wenn man von den Beschäftigten den Grünen Pass verlangt, muss damit verbunden sein, dass man diese Betriebe dann auch nicht mehr schließt oder einschränkt.“

MEHR DAZU LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

UND:

In Südtirol sind sowohl die Gewerkschaften als auch die Arbeitgeberverbände weitgehend gegen eine Pass-Pflicht für Mitarbeiter.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (49)

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  • criticus

    Herr Achammer, wir fordern auch eine Impfpflicht für Politiker gegen Corona und Geldgeilheit!

  • sigo70

    Es ist nur mehr bedenklich, welches Gedankengut und welche Ideologie sich hier entwickelt. Wenn das so weiter geht, mit dem schrittweise brechen von Tabus, wer weiß wo wir dann in einem Jahr stehen.

  • na12

    Jedenfalls war gerade Achammer derjenige, der die Novax Community unterstützt hat mit der Aussage ‚Unsere Kinder brauchen keine Maske tragen‘. Und so einen Schmarren hat er mit einer Apothekerin als Frau zuhause verzapft. Die weiß schon was eine Pandemie ist und was zu tun ist.
    Jetzt dann wieder Ufer wechseln, weil es eh vom Staat vorgeschrieben wird.
    Impfen sollen sich Lehrpersonen, die Gastro, Schüler und Schülerinnen und Studenten und Studentinnen.
    Den Gastroleuten gehört der Lohnausgleich gestrichen und die Arbeitslose, wenn die sich nicht impfen lassen. Südtirol lebt vom Gastgewerbe.
    Das Gastgewerbe und Schulen/Uni/Kinderg@rten/Krankenhaus befeuern die Pandemie. Da muss jede/r geimpft sein.
    Geimpfte sollen freie Bahn haben. Die Novax sollen nicht mehr ihre Region verlassen dürfen.
    Geimpfte werden nicht mehr l@nger bei diesen Theater mitspielen, wenn es für sue kein Vorteil gibt.

  • olle3xgscheid

    Gemeint ist @spo

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