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„Flut, Armut, Durst, Krieg.“

Die Klimakatastrophe ist längst hier: Ein Gastkommentar von Zeno Oberkofler von Fridays For Future Southtyrol.

Zu den extremen Wetterereignissen der letzten Tage in Deutschland:

Die neue Normalität?

54 Grad in Kalifornien und überall unkontrollierte Waldbrände. Hunderte Menschen, die in Kanada wegen der Hitze sterben. Überschwemmungen in Deutschland, die Dörfer und Städte fluten und zerstören.

Mehr als 100 Tote und leider noch zahlreiche Vermisste. Orkanartige Umwetter in Südtirol, Bäume die umfallen, Dächer die wegfliegen.

Das war bis jetzt der Juli…

Die Wissenschaft warnt uns seit Jahren und jetzt fangen wir erst an die Folgen von unserem Nichthandeln zu spüren.

Ich möchte mich nicht damit abfinden, dass diese Extremwetterereignisse zur Normalität werden, aber leider wird es nicht so einfach sein die 1,2° C Erderwärmung, die wir schon durch unsere Emissionen verursacht haben, rückgängig zu machen.

Die Klimakatastrophe ist schon längst hier, und für viele Menschen auf der Welt bedeutet sie schon seit Jahren: Dürre, Flut, Armut, Durst und Krieg.

Wir können verhindern, dass es nicht noch schlimmer kommt und dass, die Dynamik der Krise ausser Kontrolle gerät. Zum Glück haben wir dafür die Mittel.

Jedes Zehntelgrad Erderwärmung entscheidet darüber, welche Freiheiten und welchen Spielraum wir noch haben werden, mit einer stürmischen Erde in der Zukunft umzugehen.

Wir sind die einzigen, die es jetzt in der Hand haben, etwas zu tun, um noch knapp die Kurve zu kriegen.

Ich bin mir bewusst, dass das, was ich schreibe, hart klingt, aber manchmal muss man einfach sagen was ist.

Dass viele Menschen sich über ihre Zukunft und die ihrer Kinder Sorgen machen, ist darum total verständlich.

Aus der Sorge müssen wir aber die Energie schöpfen, um gemeinsam das bestehende System zu ändern.

Eine gute Zukunft ist möglich, wir müssen aber alle mitwirken: der Wissenschaft zuhören und Lösungen erarbeiten, um den Wandel hin zu einer klimaneutralen und gerechten Gesellschaft zu begleiten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • ahaa

    2003 wurde vor zukünftigen trockenen, heissen Sommern für die Zukunft gewarnt.
    Wasser muss gespart werden usw.
    Wer erinnert sich noch?
    Vermutlich nur die wenigsten. Die Kunst ist es, aus nicht etwas zu schaffen und davon gut leben zu können. Z. B. Wir die Kirche.
    Experten die keiner braucht!

  • kritiker

    ahaa gleichen Geistes Kind wie Donald Trump, Klimaleugner, vermutlich sehr wahrscheinlich auch Coronaleugner.

    • ronvale

      Von „Klimaleugnern“ habe ich noch nie etwas gehört.

      Von „Klimawandelleugnern“ schon.

      Wobei der Anteil, den der Mensch am Klimawandel hat, nicht belegbar ist. Wie wollen Sie eine Behauptung „der Mensch ist xx% am Klimawandel schuld“ falsifizieren?

  • yannis

    Fakt ist aber auch, dass durch die hemmungslose „Flächenversiegelung“ der letzten Jahrzehnte diese Wassermassen in Bächen und Flüssen nicht unwesentlich beeinflussen.
    Viele viel Hektar Landfläche wurden zu ganzen Stadtteilen zubetoniert und die Regenabflüsse auf kürzesten Weg in den nächsten Bach/ Fluss geleitet.
    Also mich wundert es bei diesen Infrastruktur-Unsinn nicht dass es so kam.

    • treter

      Apropo Flächenversiegelung…
      In der Brixner Industriezone soll der letzte große Auwald am Eisack einem Gebäude für 3D-Betondrucker der Firma Progress geopfert werden. Die jüngsten Überflutungen in Deutschland sollten die hinter diesem Vorhaben stehenden Wirtschaftsvertreter bzw. Politiker wachrütteln, dieses Projekt schnellstens zu vergessen!

  • criticus

    Werte Freitagslärmer!
    Schön dass es euch gibt, und ihr könnt auch etwas ändern. Nämlich wenn jeder von euch Tausenden jetzt eine kleine Spende an die Caritas „Hunger macht keine Ferien“ überweisen würdet. Für diese Spende werden Brunnen gebaut Saatgut gekauft und damit der armen Bevölkerung in den Entwicklungsländern geholfen. Bitte seid dabei, dann nehmen wir euch ernst!

  • kritiker

    Danke für die Korrektur: Klimawandelleugner.
    Der Mensch sägt am Ast, auf dem er sitzt und zwar auf der gefährlicheren Seite.

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