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Abgelehnter Antrag

Das Team K hat im Landtag einen Beschlussantrag für eine Post-Covid-Strategie für Jugendliche vorgelegt. Die SVP lehnte diesen aber ab.

Die Experten und Expertinnen schlagen seit Wochen Alarm.- Sie sprechen die anstehenden Herausforderungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen der Kinder und Jugendlichen durch Covid an. Spätestens jetzt sollten verstärkt die psychologischen Folgen der Covid-Krise ihren Platz in der politischen Diskussion finden, sagt das Team K. Alex Ploner präsentierte diese Woche im Landtag einen Beschlussantrag, der verschiedene Hilfen und eine Expertenkommission für die psychische Gesundheit der jungen Menschen vorsieht. Dieser wurde von der SVP abgelehnt.

Die Bildungspolitik muss nun eine Strategie entwickeln, wie Jugendliche in der Aufarbeitung der Erfahrungen und Einschränkungen der Covid Zeit unterstützt werden können. Dies sollte sowohl auf der Ebene der Vereinsarbeit als auch durch Gesprächsangebote und Möglichkeiten zum sozialen Austausch in Schulen ab dem neuen Schuljahr geschehen.

„Mit meinem Beschlussantrag schlage ich vor, eine Expertenkommission einzusetzen, die der Landesregierung eine Post-Corona-Strategie für Jugendliche erarbeitet und die verschiedenen bestehenden Angebote bewertet und vernetzt. Ebenso sollten, wie übrigens gesetzlich vorgesehen, endlich Schulpsychologen auch an den deutschsprachigen Oberschulen eingeführt werden und die psychosozialen Gesprächsangebote grundsätzlich an den Schulen ausgebaut werden. Ich kenne einen Fall, wo an einer Schule für über 600 Schüler/innen gerade mal eine Halbzeitstelle einer Sozialpädagogin finanziert ist.“ fasst Alex Ploner seinen Vorschlag zusammen.

Das Team K hat schon zu Beginn der Pandemie auf die Herausforderungen der psychischen Betreuung hingewiesen und immer wieder Vorschläge unterbreitet und Hilfe eingefordert. Ein Gesetzentwurf des Team K zu einem niederschwelligen und unbürokratischen psychologischen Betreuungs- und Beratungsdienst, der von der lokalen und nationalen Psychologenkammer mitgetragen wird, wurde von der SVP in der Gesetzgebungskommission abgelehnt.

Nun ein weiterer Vorstoß des Team K mit dem Beschlussantrag im Landtag. Alex Ploner ist es dabei auch wichtig, dass der Schulsport als eine wichtige Säule der psychosozialen Entwicklung ab dem nächsten Schuljahr wieder angeboten wird. Dieser wurde mit Ausbruch der Covid-Krise eingestellt und die dafür verantwortlichen Personen im Schulamt in ihre Schulen zurückversetzt. Obwohl alle Abgeordneten in der Diskussion zum Beschlussantrag im Landtag die Wichtigkeit der Thematik unterstrichen, wurde dieser schlussendlich von der Mehrheit aus SVP und Lega abgelehnt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (8)

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  • baludergrosse

    Na Bravo!!!
    Die Kinder und Jugendlichen sind die Haupt-Leidtragenden dieser Pandemie.
    Ihr gesellschaftliches Leben wurde zum Schutz der „Alten“ länger runtergefahren bzw. komplett ausgesetzt als für jede andere Alterstufe.
    Dass sich die „Alten“ jetzt nicht revanchieren und sich impfen lassen wollen, finde ich – gelinde gesagt – eine Frechheit!
    Die Kinder und Jugendlichen haben teilweise den wichtigsten Lebensabschnitt für ihre Entwicklung „versäumt“ – die „Alten“ bekommen ihre Rente pünktlich ausbezahlt… Lockdown ja oder nein…

    Mit den „Alten“ meine ich hier jene, die NICHT im Altenheim wohnen!

    • hubertt

      baludergrosse, eine Dummheit finde ich, den Politikern überhaupt noch etwas glauben. Sämtliche Covidmaßnahmen, haben nichts genützt, dafür aber erheblich geschadet.

      • mannik

        Bravo hubertt, mit dieser Meldung sind Sie heißer Kandidat für den dümmsten Kommentar der Woche. Es ist allerdings ein unfairer Wettkampf, da Sie von der Natur bevorteilt wurden.

    • mannik

      Dass der Lockdown eine einschneidende Maßnahme war, darüber sind sich alle einig, allerdings zu behaupten, dass Kinder und Jugendliche „teilweise den wichtigsten Lebensabschnitt“ versäumt haben ist schon etwas dick aufgetragen. Die Einschränkungen – und selbst die waren nur Teileinschränkungen – dauerten in Summe nicht mal ein ganzes Jahr.

      • baludergrosse

        Für 16-Jährige ist ein ganzes Jahr eine Welt!
        (warst du nie 16?)
        Ein 60-Jährigen hingegen fährt halt ein Jahr später in Urlaub…

        • markp.

          @baludergrosse

          Mit welcher Berechtigung und Anmaßung, behaupten Sie, daß Jugendliche/Kinder mehr leiden als ältere Personen (ich nehmen mal den Begriff, weil von „die Alten“ zu reden, finde ich respektlos).
          Wo gibt es eine Bemessung, dass ältere Leute nicht auch genauso leiden? Ich gebe schon zu, für Kinder ist es schlimm nicht in der Gruppe zu sein, nicht die Freunde umarmen usw… Aber das kann genauso schlimm für ältere Personen sein, die sich in ihrer Wohnung verschanzen mußten und ebenfalls die Enkel nicht umarmen. Ganz zu schweigen von der Panikmache durch Presse, Medien und Politik.
          Jetzt lapidar zu sagen, die älteren Leute verschieben halt ihren Urlaub zeugt auch von wenig Respekt und Verständnis. Wenn schon sind wir alle Leidtragende. Die einen mehr die anderen weniger. Aber hier wieder eine Generaleinteilung machen ist typische Pauschalisierung ohne auf die einzelne Fälle einzugehen.

  • pingoballino1955

    BRAVO S V P -alles kategorisch ablehnen,ohne Grund.Und ihr wollt eine Partei fürs Südtiroler Vollk sein-SHAME!!!!!

    • yannis

      Bravo @pingo,
      Wenn’s von der Opposition kommt wird erst gar nicht darüber nachgedacht, einfach abgelehnt, basta, um später bei passender Gelegenheit die Idee aus dem eigenen (SVP) Hut zu zaubern.

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